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Freitag,
der 20. Juli 2018






Untertrave wird noch teurer

Am 2. August 2017 wurde mit dem Umbau der Untertrave und des Drehbrückenplatzes begonnen. Inzwischen ist klar: Der Umbau wird für Lübeck rund eine Million Euro teurer als erwartet (wir berichteten am 29. Juni). Und der Betrag dürfte noch steigen. Zur Freude der Baufirmen muss Lübeck jetzt seine Kalkulation offen legen.

Der Umbau beschäftigte am Dienstag auch den Hauptausschuss der Bürgerschaft. Der machte Schluss mit der Geheimhaltung. Die Kostenschätzungen der Stadtverwaltung müssen veröffentlicht werden. Die Baufirmen wird es freuen. Sie wissen bei weiteren Ausschreibungen, wo die preisliche Schmerzgrenze für die Stadt liegt und können entsprechende Angebote einreichen.

Bürgermeister Jan Lindenau hatte vor diesem Schritt gewarnt. Bisher wurden nur die Gesamtsummen veröffentlicht. Baufirmen wussten zwar, dass der Umbau des Drehbrückenplatzes (ohne die Straße "An der Untertrave") mit 5,38 Millionen Euro kalkuliert ist, Zahlen für einzelne Arbeitsschritte blieben aber geheim. Jetzt können Baufirmen die Zahlen für jeden Auftrag nachlesen: Veröffentlicht werden die vermuteten Kosten für jeden Bauabschnitt und welche Summe Lübeck maximal ausgeben wird. "Die Firmen werden bis an unsere Höchstgrenze gehen", vermutet der Bürgermeister. Die Kosten trage die Allgemeinheit.

Es gibt noch weitere schlechte Nachrichten: Der Bund hat seine Förderung auf 3,4 Millionen Euro begrenzt und wird sich an den Mehrkosten von einer Million Euro nicht beteiligen, teilt die Bauverwaltung mit. Die Stadt muss alle Mehrkosten zu 100 Prozent tragen.

Einsparpotentiale gibt es kaum. So soll der Beton jetzt nicht mehr eingefärbt werden. Ein Verzicht auf die Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer kommt für die Politik nicht in Frage. "Wir könnten die Betonfläche kleiner machen", meinte Ragnar Lüttke von den Linken. Umplanungen würden aber zusätzliche Kosten verursachen.

Vor elf Monaten startete der umstrittene Umbau des Bereichs an der Drehbrücke. Inzwischen ist klar: Er wird für Lübeck sehr teuer. Foto: JW/Archiv

Vor elf Monaten startete der umstrittene Umbau des Bereichs an der Drehbrücke. Inzwischen ist klar: Er wird für Lübeck sehr teuer. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 123519 Autor: VG vom 10.07.2018 20.50

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Kommentare zu diesem Text:

Rolf R. Spekt schrieb am 10.07.2018 um 21.32 Uhr:
Die erste Schlappe für Bürgermeister Lindenau. Großes Kino, dieses Ei, das der Bauausschuss ihm da ins Nest gelegt hat. Die Frage nach dem cui bono (wem nützt es) lässt sich in diesem Falle klar beantworten: Den Baufirmen. Dem Steuerzahler wird hier Schaden zugefügt. Die Bau-Ausschussmitglieder sollten hierfür in persönliche Haftung genommen werden.

Ursus Baehr schrieb am 10.07.2018 um 21.48 Uhr:
Wenn ich mich recht erinnere, hat ein Kommentarschreiber genau das vorhergesagt! Neben bundesweiter Lächerlichkeit wird auch wieder so manche Million unnütz verplempert! Es wird sich also in Lübeck in den nächsten Jahren nichts ändern, außer der steigenden Höhe der Schulden!

M.Schmidt schrieb am 10.07.2018 um 22.07 Uhr:
Die Firmen werden bis an unsere Höchstgrenze gehen", vermutet der Bürgermeister. - das bedeutet, dass die Baufirmen dann Lübeck ohne Not ausnehmen. Wenn das so kommt sollten wir Bürger aber auch die Namen der Firmen erfahren, damit wir wissen wer sich schämen muss.

Manfred Vandersee schrieb am 11.07.2018 um 07.35 Uhr:
Aus diesem Grund hat die Mehrheit der Bevölkerung auch den Umbau der Untertrave abgelehnt.

Reter Lübeck schrieb am 11.07.2018 um 08.35 Uhr:
(...) Und was ich mich fragen, wen mal hört es koste nun schon 5,38 Millionen Euro (10,76 Millionen DM) so teuer war es Noch nie. Und Unser Bürgermeister Lindenau sollte mal lieber mehr für seine Bürger machen. So wie Altstadtfest – Hafenfest und das Unser Lübecker Volks- und Erinnerungsfest Nicht nur 1 Woche ist. Und Herbstmarkt? die Damen & Herrn, sollte auch mal nach denken das Die kosten für die Schausteller, die Standgebühren mal Segen sollte. Aber ob wir Bürger was sagen ist doch egal. Die machen was Sie wollen im Rathaus auch Unser Neuer Bürgermeister Lindenau der mehr machen wollte für seine Bürger. aber wie sagt, Reden ist Silber, Schweigen ist Gold......

Max Müller schrieb am 11.07.2018 um 08.41 Uhr:
....man kann sich drehen will man will, es muss endlich gesetzlich werden, dass solche "Planer", auch wenn sie Angestellte sind, endlich persönlich für Ihre Fehlplanungen haften. (...) Das ist die einzige Möglichkeit hier endlich mal ein Umdenken herbeizuführen.

Marcus Clausutis schrieb am 11.07.2018 um 09.16 Uhr:
Wer hat denn im Hauptausschuss für die Veröffentlichung gestimmt? Wem nützt diese Transparenz? Ross und Reiter benennen, damit man dies bei künftigen Wahlen berücksichtigen kann...

MatthiasG schrieb am 11.07.2018 um 10.16 Uhr:
1.Die Baukosten werden durch eine Offenlegung der Kalkulation nicht unbedingt höher ausfallen,sondern gerechter. Wenn die Baufirmen an die Höchstgrenze gehen ist der Endpreis von vornherein klar. Man könnte den Artikel auch so verstehen, dass die Höchstgrenze bei diesem Projekt noch gar nicht erreicht ist?! Also worum geht's hier denn?
Allerdings ist Lübeck so pleite, dass die Höchstgrenzen schon beim Verfassen der Ausschreibungen weit überschritten werden.
2. Können sich alle "Rettet die Linden"-Gegner bei den Lindenrettern bedanken, dass deren Steuergelder nicht für undurchsichtige Kalkulationen der Umgestaltung der Untertrave verprasst wurden. Denn auch hier wäre die Stadt auf Mehrkosten sitzen geblieben.

Sabina schrieb am 11.07.2018 um 10.47 Uhr:
In Lübeck wird immer alles viel teurer als geplant, das ist ja nichts Neues. Mich wundert nur, dass anscheinend keine Fachleute im Bau- und Planungsausschuss sitzen. Ein Privatmensch könnte sich doch solche Fehler beim Bauen gar nicht leisten. Ich bin auch der Meinung, dass bei solchen gravierenden Fehlern - allein schon zu planen, ohne an z. B. Rollstuhlfahrer zu denken - die sogenannten Fachleute endlich mal haftbar gemacht werden und merken, dass sie nicht einfach das Geld der Steuerzahler raushauen können. Unfassbar, dass denen niemand auf die Finger kuckt. Viele der Baugegener haben ja schon damit gerechnet, dass es mal wieder teurer wird und nicht für Ansprüche die Bürger gebaut wird.

Björn schrieb am 11.07.2018 um 11.53 Uhr:
Kostensteigerungen sind ja heutzutage leider die Regel bei jeglichen Bauvorhaben. Woran das liegt? Das müssen andere ergründen die mehr Ahnung von der Materie haben als ich. Unserem neuen Bürgermeister jetzt aber die Schuld zu geben ist falsch, er hat die Probleme nur geerbt.

Sebastian Namyslik schrieb am 11.07.2018 um 12.39 Uhr:
Nun sollte man sich generell mal fragen warum die Untertrave umgestaltet wird. Es hiess ja dass dort Kneipen und Restaurants entstehen sollten, wobei jeder, der sich das mal vor Ort ansieht, schnell erkennt dass die dort vorhandenen Gebäude zum grössten Teil dafür überhaupt nicht geeignet sind.
Es entsteht eine hässliche Betonfläche wie man sie in der Hamburger Hafencity "bestaunen" kann.
Wegen einer Umgestaltung der Untertrave werden ganz sicher nicht mehr Touristen nach Lübeck kommen, im Gegenteil. Lübecks Altstadt hat Charme, der nun verlorengeht. Wenn dann noch die Walli umgestaltet wird und sich die Investoren darauf stürzen, so wie es jetzt schon bei den Luxusquartieren an der Falkenstrasse passiert, dann ist Lübeck irgendwann eine von vielen Städten ohne Charakter.
Und alles nur weil sich da ein paar Leute ein persönliches Denkmal setzen wollen.
Es wäre schön wenn man auch mal an Lübecks Bewohner denken würde.

Falk Ohlig schrieb am 11.07.2018 um 13.38 Uhr:
Sehr gerne würde ich an dieser Stelle einmal erfahren, was die Verantwortlichen zu den nach meiner Meinung zum großen Teil berechtigten dargelegten Kritiken äußern.

mfg Falk Ohlig, Lübeck

Thorsten Fürter schrieb am 11.07.2018 um 13.43 Uhr:
Die Frage ist doch: Warum in dieser Zeit dieses Projekt? Brücken und Radwege sind im schlechten Zustand. Kinder können in einigen Fällen nicht in ihre Schule gehen, weil das Gebäude marode ist. Die Bauverwaltung ist personell ausgedünnt, so dass eigentlich ganz genau geschaut werden müsste: Wo ist wirklich der Bedarf am größten?

Und was macht die Stadt: Reißt eine tadellose Straße auf, um sie in jahrlangen Bauarbeiten aufzuhübschen.

Gibt es eine Alternative? Ja! Auf die Maßnahme zu verzichten, ohne wenn und aber. Aber eine Mehrheit der Bürgerschaftsfraktionen ist dazu nicht bereit.

Ganghaus Gangsta schrieb am 11.07.2018 um 14.54 Uhr:
@ Thorsten Fürter: "auf die Maßnahme zu verzichten, ohne wenn und aber".

Das würde aber bedeuten: diese Dauerbaustelle nun mehr so belassen, wie sie ist. Wissen Sie eigentlich, wie es in diesem Abschnitt von An der Untertrave seit einem Jahr aussieht? Da werden so um die 200 bis 250 Meter Fahrbahn und Bürgersteig neu gemacht – dazu alles Mögliche möglichst kreativ gesperrt, wechselnd im gefühlten Tagesrhythmus.

Dazu weitere Finessen dieser So-tun-als-ob-Baustelle:

Anwohnerparkplätze größtenteils weg. Barrierefreiheit: nicht einmal alibimäßig vorhanden. Fußgängerüberwege: gefährlicher als gefährlich – keine Zebrastreifen, keine Ampel, weder für Fußgänger noch für Auto-/Radfahrer auch nur annähernd übersichtlich.

Das Beste daran:

Sowohl dieser Abschnitt der Straße als auch die Drehbrücke wurden vor 2-3 Jahren mit großem Aufwand an Kräften und Mitteln in monatelangen Arbeiten grundsaniert.

Das ist doch alles Realsatire.

Sascha schrieb am 11.07.2018 um 16.02 Uhr:
ich weiß nicht warum sich alle aufregen, darüber das die Obergrenze bekannt ist. Es gilt, so hoffe ich, doch immer noch das Prinzip das das günstigtste Angebot die Ausschreibung gewinnt.
Sollte es mittlerweile so sein das der teuerste Anbieter gewinnt, mache ich definitv etwas verkehrt...

André schrieb am 11.07.2018 um 16.44 Uhr:
..und nix da, nach fem Motto: Shit happens.. Die müssten mit ihrem Privatvermögen haften, wenn so eine Schlappe bei rauskommt. Und nicht beim Steuerzahler betteln. (...)


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