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HL-live.de

Sonnabend,
der 21. Juli 2018






Lübecker Orgelsommer ist eröffnet

In Lübeck ist der Orgelsommer angebrochen. An vier Tagen wird im Juli und August in den Altstadtkirchen musiziert. Das betonte Marienorganist Johannes Unger, der am Donnerstag zu einer "Lübecker Abendmusik" in die Marienkirche eingeladen hatte.

Geboten wurde ein reines Bach-Programm, Musik für Violine, Orgel und Cembalo, wobei in zwei Fällen die Orgel den Part eines kleinen barocken Orchesters zu übernehmen hatte. Mit von der Partie war ferner Elisabeth Weber (Violine), die eine Professur für Geige an der Lübecker Musikhochschule inne hat. 75 Minuten lang waren, ohne Pause durchgespielt, schöne Klänge von Johann Sebastian Bach zu hören.

Johannes Unger wechselte dabei von der Totentanzorgel zum Cembalo im Hochchor. Hier waren zusätzliche Stühle aufgestellt, weil man die teilweise intimen Klänge aus der Nähe besser genießen kann als im großen Mittelschiff. Die vorbereiteten Stühle reichten nicht aus. Schnell wurde nachgestellt. Vielleicht war auch ein bisschen Neugier auf Seiten des Publikums dabei, ob ein Abend "nur mit Bach" tragen würde. Das tat er durchaus.

Das Konzert war zugleich eine Verbeugung zum 333. Geburtstag Bachs in diesem Jahr. Der Jahrgang 1685 muss ein besonders musikalischer gewesen sein. Musikfreunden fallen auf jeden Fall drei herausragende Namen ein, die in jenem Jahr das Licht der Welt erblickten: Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und der Italiener Domenico Scarlatti.

Zwei dreisätzige Werke, bei denen die Orgel als Orchester fungierte, bildeten Anfang und Ende des sommerlichen Konzertes. Zu Beginn spielte Unger allein das "Italienische Konzert" Bachwerkverzeichnis 971, fröhlich und spritzig in den Ecksätzen, ohne jede Hetze, mit leichten Registerfarben im langsamen Mittelsatz.

Danach war die Geigenprofessorin solo zu erleben. Die siebenteilige Partita E-Dur (BWV 1006) bot sie abwechslungs- und schattierungsreich. Vom innerlichen Mitwippen bei den Menuetten bis zu nachdenklicher Besinnung bei langsamen Sätzen war alles vorhanden. Inmitten des Publikums spielten Elisabeth Weber und Johannes Unger danach die Sonate c-Moll für Violine und Cembalo. Besonders schön gelang hier das intensive Miteinander.

Festliche Trompetenstimmung imitierte die Orgel bei Konzert a-Moll für Violine und Orchester (BWV 1041). Die beiden Ausführenden ernteten viel Applaus. Dass zwischendurch ein kräftiger Schauer über dem Gotteshaus niederging, vernahm man nur als fernes Rauschen zwischen den Sätzen der Musik. Auf dem Heimweg schien wieder die Sonne.

Der "Lübecker Orgelsommer" ist in den kommenden Wochen zu folgenden Zeiten und in folgenden Kirchen zu erleben: sonntags 18 Uhr im Dom, montags 12 Uhr in St. Aegidien, donnerstags 19 Uhr in St. Marien und freitags 18 Uhr in St. Jakobi. In der Jakobikirche spielt am Freitag, 13. Juli, Pavel Kohout aus Tschechien an den historischen Orgeln Werke von Bach, Petrali, Smetana und anderen (Beginn 18 Uhr).

In Lübecks Kirchen hat der Orgelsommer begonnen. Foto: TD

In Lübecks Kirchen hat der Orgelsommer begonnen. Foto: TD


Text-Nummer: 123569 Autor: TD vom 13.07.2018 08.12

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