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Mittwoch,
der 15. August 2018






SPD lehnt Pflichtdienst ab

Aktuell wird über die Wehrpflicht und eine allgemeine Dienstpflicht diskutiert. Die SPD Bundestagsabgeordneten der Landesgruppe Schleswig-Holstein, zu der auch Gabriele Hiller-Ohm gehört, lehnt einen Pflichtdienst ab. "Ein Pflichtjahr für junge Menschen wird es mit der SPD nicht geben", so der Sprecher der Landesgruppe Sönke Rix

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Sönke Rix im Wortlaut:

(")Pflichtdienste würden die Freiheit von jungen Menschen unverhältnismäßig einschränken, sie sind nicht zeitgemäß und kontraproduktiv.

Als familien- und jugendpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Sprecher der schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten lehne ich die von der Jungen Union Schleswig-Holstein eingebrachte Forderung nach einer Dienstpflicht für Jugendliche ab. Sinnvoll wäre es dagegen, die Jugendfreiwilligendienste auszubauen.

Gerade das freiwillige Engagement ist aktuell das Standbein bei der Bewältigung der Flüchtlingsherausforderungen. Überall im Land organisieren Bürgerinnen und Bürger, darunter viele junge Menschen, Hilfen für Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Sie packen an, hören zu, nehmen Anteil und sorgen damit vor Ort für eine gelebte Willkommenskultur. Freiwillig und selbstbestimmt – das ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Engagement. Mit Pflichtdiensten wären wir auf dem Holzweg.

Das freiwillige Engagement von jungen Menschen ist von unschätzbarem Wert. Sie bringen ihre eigenen Ideen und jede Menge Tatendrang in unsere gesellschaftliches Leben ein. Gerade mit ihrem freiwilligen Engagement für Umweltschutz, Kultur, Soziales und Demokratie leisten sie einen großartigen Beitrag zum Zusammenhalt in unserem Land. Zudem erfahren sie in der freiwilligen Tätigkeit Bildung und Orientierung. Die Nachfrage nach Freiwilligendienstplätzen ist jedes Jahr höher als das Angebot. Deshalb fordert die SPD-Bundestagsfraktion mehr und gut ausgestattete Stellen für junge Freiwillige. Jeder junge Mensch, der einen Freiwilligendienst machen will, soll auch einen entsprechenden Platz bekommen.

Die Kosten für einen allgemeinen Pflichtdienst für alle wären außerdem sehr hoch. Diese Mittel sollten wir lieber zur Steigerung der Attraktivität der Freiwilligendienste, der Arbeit in sozialen Berufen und der Arbeit bei der Bundeswehr zu Verfügung stellen.

Dem durchsichtigen und kurzsichtigen Versuch, das Engagement Jugendlicher für personelle Notstände bei der Bundeswehr und in der Pflege auszunutzen, erteile ich eine klare Absage. Hier bedarf es anderer Maßnahmen. Mit dem neuen Gesetzt zur Pflegeausbildung haben wir einen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht.(")

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm ist Mitglied der Landesgruppe.

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm ist Mitglied der Landesgruppe.


Text-Nummer: 123977 Autor: SH LG SPD vom 05.08.2018 08.54

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Kommentare zu diesem Text:

Frauke Hansen (eMail: fraukehansen@airpost.net) schrieb am 06.08.2018 um 00.37 Uhr:
Vielleicht keine üble Idee, um die schlecht erzogene Jugend zum Beginn des „richtigen“ Lebens ersteinmal auf Spur zu bringen. Früher haben viele Jugendliche die Bundeswehr als Mensch verlassen, der durch Kameradschaft mehr Respekt gelernt hat, oder im Zivildienst kennengelernt hat, was es bedeutet, Verantwortung für den Mitmenschen zu übernehmen. Klar ist es eine Art Zwang, aber wer durch die Schulpflicht zwangsweise gebildet wurde, darf sich durch einen Pflichdienst auch gerne dafür bedanken.

Bernd Feddern schrieb am 06.08.2018 um 02.41 Uhr:
Keinen Pflichtdienst, weil die SPD sonst auf dem Holzweg ist? Komisch, gerade ein Holzweg führt sicher durch ein Moor, in dem diese Partei gerade zu versinken droht? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass gerade so ein "Pflichtjahr" die soziale Kompetenz immens fördert und zudem Anreize und Perspektiven zur Berufswahl bietet. Gerade dort können die von Herrn Rix genannten "Ideen und Tatendrang" doch vorzüglich eingebracht werden? Und was spricht dagegen, personelle Notstände in wichtigen Bereichen zu beheben?
Über Kosten mit einer Jung-SPD zu reden, erscheint mir sinnlos, zumal im Moment keine schätzbar sind.
Sozial steht in der Parteibezeichnung - sozial, aber richtig, sollte sie handeln, ohne blabla! Und es gibt noch viele soziale Gebiete, wo Not am Mann ist - nicht nur die populistische Flüchtlingsfrage!

Hardin Tenger schrieb am 06.08.2018 um 09.34 Uhr:
Selbst im politischen Sommerloch hat die Henne ihr Ei noch nicht vollständig gelegt, schon geht das geplapper der ewigen Berliner-Hinterbänkler wieder los.
".... der Pflichtdienst würde die Freiheit von jungen Menschen unverhälnismäßig einschränken".
Welche Freiheit meinen Sie da Frau Hiller-Ohm ?
Nähern Sie sich doch einmal dem Thema "Nationale Sicherheitspolitik". Warum wohl wird Frankreich den allgemeinen Pflichtdienst wieder einführen ?
Die reflexartige linkslastige Kritik an Pflichtdienst oder Wehrdienst oder-oder-, als probates Mittel zur verfolgung politischer Ziele ist als Tugendexemplar wenig respektabel.
Wehrdienst oder Pflichtdienst ist auch im Jahr 2018 ein grundsätzlich deutsches Problem. Es fehlt an einer ehrlich, offen und selbstbewusst geführten gesellschaftlichen Debatte über die sicherheitspolitischen Herausforderungen Deutschlands im 21 Jahrhundert und wie wir dem begegnen. Wie bitte soll das klappen, wenn die "Politik" sich ängstlich verweigert.
Frau Hiller-Ohm, die Antwort auf "nur immer die Hand aufhalten und nehmen, aber NIX geben" spiegelt sich doch deutlich in den Prozenten jeweiliger Wählerwanderungen wider. Da könnten dann auch wohlnährende Bundestagsmandate ganz schnell über die Wupper gehen.

Bodo Abel schrieb am 06.08.2018 um 12.23 Uhr:
Ich halte mich mal bewußt kurz zu dem Thema.
1. Es war ein Fehler den Wehr- bzw. Zivildienst abzuschaffen.
Es ging damals glaube ich um die Ungerechtigkeit da es nur einige betraf.
2. Ich bin für die Wiedereinführung wenn das dann für alle eines Jahrganges, Männlein wie Weiblein verpflichtend ist.


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