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Neue Forschungsergebnisse zur Geschichte Lübecks

Lübeck: Archiv - 07.01.2020, 22.51 Uhr: Man staunt alle Jahre wieder, wenn zur Jahreswende der neue „Zeitschriftenband“ des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde erscheint: 400 Buchseiten voller Erkenntnisse zu Ereignissen aus Lübecks Vergangenheit. Oft wird dabei auch der Bogen zur Gegenwart geschlagen. Gerade ist beim Verlag Schmidt-Römhild die Ausgabe für 2019 erschienen, immerhin bereits als Band 99. Herausgeber ist Archivdirektor Dr. Jan Lokers.

Für den neuen Band mit dem gegenüber dem Vereinsnamen verkürzten Titel „Zeitschrift für Lübeckische Geschichte“ war es offenbar keine große Mühe, genügend Material zusammenzubekommen. Man konnte von Forschungsergebnissen aus Anlass des Jubiläums „875 Jahre Lübeck“ profitieren.

Dieses Jubiläum war 2018 unter anderem mit einer Vortragsreihe begangen worden. Einmal im Monat (Ausnahme war die Ferienzeit im Sommer) behandelten Experten im Rathaus jeweils ein Fachthema. Rund tausend Zuhörer kamen zu den neun Veranstaltungen. Jetzt kann man die hochinteressanten Vorträge, reich bebildert, in diesem Buch nachlesen.

Das Besondere an der Vortragsreihe: Beginnend mit dem Gründungsjahrhundert, geht es mit den geschilderten Ereignissen immer ein Jahrhundert weiter. Es gab und gibt also Vorträge vom 12. bis zum 20. Jahrhundert. Die Ausführungen von Lübeck-Kennern aus nah und fern füllen die ersten 250 von 400 Buchseiten. Hier die Themen und die Autoren:

„Slawische und deutsche Besiedlung Lübecks im 12. Jahrhundert“ (Prof. Dr. Manfred Gläser),
„Das Reichsfreiheitsprivileg von 1226“ (Prof. Dr. Oliver Auge),
„Der Lübecker Goldgulden von 1341“ (Prof. Dr. Rolf Hammel-Kiesow),
„Lübecks Pfundzollbücher von 1492-1496“ (Dr. Dominik Kuhn),
„Zwei Bürgermeister, zwei Portraits: Nikolaus Brömse und Jürgen Wullenwever“ (Prof. Dr. Rainer Postel),
„Der Handels- und Schifffahrtsvertrag der Hansestädte mit Frankreich von 1655“ (Dr. Indravati Félicité),
„Die Torelli-Bilder von 1759/61 im Audienzsaal des Rathauses“ (Dr. Michael Hundt),
„Selbstbildnis mit Familie, 1815: Johann Baptist Hauttmann“ (Dr. Alexander Bastek),
„Der gewaltsame Tod des Arbeiters J. in Lübeck, 1932“ (Dr. Jan Lokers).

Hartmut Freytag und Hildegard Vogeler befassen sich anschließend auf 20 Seiten mit einem aufregenden Fund in St. Jakobi. Dort waren im alten Kastengestühl Dutzende farbiger „Einblattdrucke“ entdeckt worden. Es folgen die Jahresberichte der Lübecker Archäologie, mit vielen Fotos und Zeichnungen anschaulich dargestellt. Auch den Bericht der Abteilung Denkmalpflege für die Jahre 2018/19 kann man studieren.

Schließlich bringen Besprechungen und Hinweise über neue Publikationen zu Lübeck und anderen Hansestädten den Leser auf den neuesten Stand. Natürlich fehlt auch der Jahresbericht des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde (VLGA) des Vorsitzenden Jan Lokers nicht.

Finanzielle Beihilfe zum Druck leisteten die Possehl-Stiftung, die Jürgen Wessel-Stiftung und die Reinhold Jarchow-Stiftung. Der Band ist den Vereinsmitgliedern zugeschickt worden. Er kann darüber hinaus im Buchhandel und beim Verlag bezogen werden und kostet 40 Euro.

Auch auf die Einblattdrucke in St. Jakobi wird auf 20 Seiten eingegangen. Foto: JW/Archiv

Auch auf die Einblattdrucke in St. Jakobi wird auf 20 Seiten eingegangen. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 135464   Autor: TD   vom 07.01.2020 um 22.51 Uhr

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