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Wohnquartier Lauerhofer Feld soll klimagerecht werden

Lübeck - St. Gertrud: Archiv - 17.01.2020, 16.22 Uhr: Die Pläne für das neue Baugebiet an der Schlutuper Straße neben der Philippus-Kirche sind fertig. Die rund acht Hektar große Fläche soll "klimagerecht" werden, so die Stadtverwaltung. Dafür wurde ein Klimakonzept beauftragt.

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Das ehemalige Kleingartengelände wurde bereits aufgelöst.

"Die Hansestadt Lübeck plant an diesem Standort ein attraktives neues Wohnquartier, das aufgrund des guten Anschlusses an die Infrastruktur im Stadtteil und seiner Innenstadtnähe besonders punktet. Mit der Planung geht die Stadt aber noch einen großen Schritt weiter: Sie leistet einen beispielhaften Beitrag als klimaaktive Kommune", erläutert Bürgermeister Jan Lindenau.

"Klimaschutz als Planungsziel, das sollte in Zeiten der 'Fridays for Future' Bewegung selbstverständlich sein, ist aber dennoch für planende Kommunen eine große Herausforderung. Moderne Mobilitäts-, Energie- und Wasserwirtschaftskonzepte benötigen die Akzeptanz der zukünftigen Bewohner sowie der jetzigen Anlieger, daher wird in dem geplanten Wohnquartier viel Wert auf ein gutes nachbarschaftliches Gefüge gelegt", so die Stadtverwaltung.

Bausenatorin Joanna Hagen führt dazu aus: "Ein innovatives, klimagerechtes Wohnquartier verlangt eine fundierte und integrierte fachliche Vorbereitung. Deswegen arbeiten die Verwaltung und die städtischen Betriebe von Anbeginn an bei diesem Planungsvorhaben sehr eng zusammen und stimmen miteinander die Rahmenbedingungen ab. Klimaschutz, technische Innovation und stadträumliche Qualität sollen hier Hand in Hand gehen."

Das Baugebiet Lauerhofer Feld

Auf der rund acht Hektar großen städtischen Fläche der ehemaligen Kleingartenanlage sind etwas mehr als 100 Einfamilienhäuser in Form von Doppel- und Reihenhäusern sowie etwa 320 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau einschließlich einem Anteil von mindestens 30 Prozent geförderten Wohnungsbau vorgesehen. Dazu kommen noch die umgebenden Grünflächen, die alle als zu erhalten festgesetzt werden sowie die Straßenflächen der Schlutuper Straße, die in ihrem künftigen Ausbaustandard – beidseitiger Fuß- und Radweg – an die geplante Nutzung angepasst wird.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite soll die Ansiedlung eines Hospizes und eines Palliativzentrums planungsrechtlich ermöglicht werden. Der städtebauliche Entwurf ist geprägt durch eine zentrale Grünachse, in der das Regenwasser versickern kann sowie dem Quartiersplatz als Gelenk zwischen der St. Philippus Kirche und neu zu errichtenden Geschosswohnungsbau.

Besonders ist die geplante Quartiersgarage, die statt der deutlich aufwändigeren und teuren Tiefgarage unter den Mehrfamilienhäusern die Stellplätze des Geschosswohnungsbaus aufnimmt und darüber hinaus noch einen extra Service für die Bewohner in Form von Storage und Postdepot bietet. Damit ist das Stadtquartier gut in die digitale Welt eingebunden. Die künftigen Bewohner können ihre benötigten Waren bequem im Internet bestellen und auf dem Nachhauseweg aus dem Postdepot abholen.

Es wurde ein Energiekonzept beauftragt mit der Zielstellung Umweltfreundlichkeit, Minimierung von CO2, Zukunftsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit im Betrieb, Akzeptanz und Versorgungssicherheit. So soll die Versorgung unter anderem mit kalter Nahwärme aus regenerativen Energiequellen wie Sonneneinstrahlung, Abwasserwärmenutzung und Erdwärme weiter untersucht werden.

Auf dem ehemaligen Gartengelände neben St. Philippus entstehen 100 Einfamilienhäuser und 320 Wohnungen. Fotos: VG

Auf dem ehemaligen Gartengelände neben St. Philippus entstehen 100 Einfamilienhäuser und 320 Wohnungen. Fotos: VG


Text-Nummer: 135662   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 17.01.2020 um 16.22 Uhr

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