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Rekordhoch über Deutschland

Lübeck: Archiv - 20.01.2020, 19.49 Uhr: Der hohe Druck wird in diesen Tagen die Meldungen der Wetterdienste bestimmen. Der Kern dieses Hochdruckgebietes liegt über England, und wenn dort am 20. Januar an die 1050 hPa gemessen werden, dann ist das schon was. Man schielt dort sogar darauf, ob der Traditions-Rekord von 1902 geknackt werden könnte, der bei sagenhaften 1053 hPa festgelegt werden konnte.

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Wir bekommen davon natürlich etwas ab, da wir ja so weit von England nicht weg liegen. Die Gebiete höchsten Druckes am Montag sind aber etwas weiter südlich von uns vorzufinden. Die fette rote Linie auf der Karte zeigt den Verlauf der 1045 hPa Isobare vom heutigen Tage etwa gegen 16 Uhr.

Etwa entlang der A 2, der Verbindung zwischen Ruhrgebiet und Berlin ist in Deutschland der höchste Druck vorzufinden. Dort werden Werte zwischen 1046 und 1050 hPA erwartet. Gut zu sehen, dass wir in Lübeck außerhalb dieser Zone höchsten Druckes liegen. Abhängig vom Wetterdienst habe ich in einer kurzen Recherche den höchsten Wert für Travemünde bei rund 1044 hPa gefunden, an der Station 'Marina am Stau' wurden 1043 hPa festgestellt, die ich dann auch in die Übersichtskarte eingetragen habe.

Ab Mitternacht baut sich das Ganze relativ schnell ab, deshalb sollte man auch nicht zu viel Bohai um die derzeitige Wetterlage machen.

Viel interessanter ist doch, wie der Monat zu Ende gehen wird. Dazu können wir natürlich jetzt schon etwas sagen, und wir wollen da nur einmal die grobe Richtung angeben.

In unserer letzten Prognose haben wir bereits angedeutet, dass die Hochdruckwetterlage etwa bis zum Donnerstag Bestand haben wird. Da gibt es sogar noch eine leichte Zugabe, denn wahrscheinlich werden wir das ruhige Januarwetter mit einem Wechsel von Hochnebel und Sonnenschein sogar bis zum Freitag genießen können.

Dann kommt aber definitiv eine Veränderung. In den letzten Tagen des Monats drehen die Winde wieder auf West und bringen kräftige, milde Atlantikwinde. Das kann man um den 28. Januar herum an der Nordseeküste sogar Sturm nennen, wahrscheinlich aber nur bis etwa Stärke 7 Bft bei uns.

Um den 1. Februar herum könnte es dann kurz einmal kalte Winde aus dem Norden geben, bevor im Anschluss alles wieder auf West dreht.

Gewiss, da sind mal nächtliche Temperaturen um den Nullpunkt dabei, aber 'Winter' kann man das Ganze nun wirklich nicht nennen. Freuen wir uns also auf ein paar ruhige Tage bis zum Wochenende und auf eine windige letzte Januarwoche.

Am 2. Februar spricht dann wieder Phil, das Murmeltier aus Punxsutawney, Pennsylvania, wie es mit dem Winter generell so weitergeht.

Das Hochdruckgebiet sorgt für ruhiges Wetter. Foto: Karl Erhard Vögele, Karte: Harald Denckmann

Das Hochdruckgebiet sorgt für ruhiges Wetter. Foto: Karl Erhard Vögele, Karte: Harald Denckmann


Text-Nummer: 135725   Autor: Harald Denckmann   vom 20.01.2020 um 19.49 Uhr

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