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Linke: Drogenkonsumraum rettet Leben!

Lübeck: Archiv - 29.01.2020, 12.44 Uhr: Die Linke Lübeck schließt sich dem Antrag der Grünen mit an und fordert einen Drogenkonsumraum für Lübeck. Am Donnerstag berät die Bürgerschaft über das Thema.

Katjana Zunft, Bürgerschaftsmitglied der Linke, erklärt dazu:

(")In einem solchen Raum können drogenbrauchende Menschen, die vorrangig intravenöse Drogen konsumieren, gesundheitlich sicherer sein. So ein Raum bietet eine Notversorgung bei Überdosierung, soll Infektionen und Übertragungen von Krankheiten vorbeugen und schützt den öffentlichen Raum vor sichtbarem Drogenkonsum.

Wir sind unbedingt dafür, dass drogenbrauchende Menschen so ein Raum zu verfügung gestellt wird. Die Debatte und die radikale Auflösung des Krähenteiches bietet keine Lösung für die Betroffenen. Man kann an allen Orten, wo Drogenkonsumenten sind, einen Kahlschlag machen, das verlagert das Problem aber nur. Ein Konsumraum bietet auch bessere Kontakt- und Beratungsmöglichkeiten für bisher schwer erreichbare Konsumenten.

Ein Konsumraum stellt keine Legalisierung von schweren Drogen dar, aber es ist eine Anerkennung des Problems und bietet praxisorientierte Lösungen an.

Wenn die öffentliche Debatte und die Sorgen der anwohnenden Menschen ernst genommen werden sollen, dann verschieben wir das Problem nicht einfach auf andere Stadtteile, sondern bieten reale und sichere Lösungen an, was mit einem Konsumraum geschaffen wäre. Andere Städte haben gute Erfahrungen mit solchen Räumen gemacht und konnten dadurch schon Leben retten!

Die Linke fordert, dass die Stadt nicht nur die Sorgen der Bevölkerung ernst nimmt, sondern auch die Not der drogenbrauchenden Menschen sieht.(")

Katjana Zunft begründet den Antrag für die Schaffung eines Raums für den Konsum von Drogen.

Katjana Zunft begründet den Antrag für die Schaffung eines Raums für den Konsum von Drogen.


Text-Nummer: 135916   Autor: Linke/red.   vom 29.01.2020 um 12.44 Uhr

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