Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Verschleppte Studentin: Anklage wegen versuchten Mordes

Lübeck: Archiv - 13.02.2020, 14.33 Uhr: Nach Abschluss der umfangreichen Ermittlungen im Fall einer verschleppten und später bei Mönkhagen ausgesetzten Studentin hat die Staatsanwaltschaft Lübeck gegen den am 1. November 2019 vorläufig festgenommenen Beschuldigten Anklage bei dem Landgericht Lübeck wegen versuchten Mordes, Vergewaltigung und Freiheitsberaubung erhoben.

Die Staatsanwaltschaft geht nach dem Ergebnis der Ermittlungen davon aus, dass der Angeschuldigte sich der Geschädigten am frühen Morgen des 12. Oktober 2019 mit Gewalt bemächtigte, als diese sich gegen 5 Uhr auf dem Heimweg von einer Tanzveranstaltung in der „Gollan-Werft“ befand. Er nutzte zu dieser Tat einen Transporter und fuhr im Anschluss mit der Geschädigten zu einer von ihm genutzten Kleingartenparzelle. Dort ist es nach den Ermittlungen zu erneuter Gewalt gegen die Geschädigte und zu einem sexuellen Missbrauch gekommen.

Nach diesem Geschehen ergibt sich unter anderem aus der Fundsituation für die Staatsanwaltschaft, dass der Angeschuldigte die Geschädigte knebelte und ihre Hände auf dem Rücken fesselte. In diesem Zustand band er sie mit einem Seil an den Bewuchs eines Knicks auf einem Feld nahe der Ortschaft Mönkhagen (Kreis Ostholstein) so fest, dass sie sich von dort nicht befreien und nur durch Zufall gefunden werden konnte.

Die Staatanwaltschaft Lübeck begründet den hinreichenden Verdacht gegen den Angeschuldigten mit den Bekundungen der Geschädigten, insbesondere aber auch mit den Auswertungen der untersuchten Spurenträger. Insbesondere konnten auf dem sichergestellten Fesselungs- und Knebelungsmaterial DNA-Spuren des Angeschuldigten nachgewiesen werden. Entsprechendes Fesselungsmaterial konnte auch im Besitz des Angeschuldigten sichergestellt werden.

Dem Angeschuldigten wird seitens der Staatsanwaltschaft in einem weiteren Fall vorgeworfen, sich bereits am 26. September 2019 einer jungen Frau bemächtigt zu haben, als diese in den frühen Morgenstunden nach einer Party auf dem Heimweg gestürzt war und das Bewusstsein verloren hatte. Auch in diesem Fall soll er die Geschädigte zu der von ihm genutzten Kleingartenparzelle gebracht und das Gelände verriegelt haben. Die Geschädigte konnte sich jedoch befreien, nachdem sie erwacht war und es ihr gelang, durch Übersteigen einer Grenzmauer das Grundstück zu verlassen.

Über die Zulassung der Anklageschrift und die Eröffnung des Hauptverfahrens hat das Landgericht Lübeck noch nicht entschieden. Die Staatsanwaltschaft weist darauf hin, dass für den Angeschuldigten auch nach Anklageerhebung die Unschuldsvermutung gilt.

Symbolbild.

Symbolbild.


Text-Nummer: 136274   Autor: StA/red.   vom 13.02.2020 um 14.33 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.