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Corona verstärkt den Aberglauben

Lübeck: Archiv - 28.03.2020, 09.00 Uhr: Das Thema Coronavirus beschäftigt natürlich auch HL-live.de Pastor Heinz Rußmann in seinen Gedanken zum Wochenende. Ihn beschäftigt der zunehmende Aberglaube in der Krise. Sein Rat: Gottvertrauen schützt vor Angst.

In diesen Tagen schleicht eine virale Seuche wie eine Pest durch unser Land. Sie lähmt unser Leben und verbreitet Angst und Aberglauben. In der Ausgabe der renommierten Zeitschrift Brigitte vom 11. März steht sogar unter dem Titel „Hexen, Heiler, Hokuspokus“ auf sieben ganzen Seiten, dass zur Zeit der Aberglaube mit Esoterik, Wahrsagern, Sterndeutern, Horoskopen,ja Hexen, Pendlern und Kartenlegern sich bei uns ausbreitet. Ähnlich die Zeitung EMOTION von 11/2019.

90 Prozent glauben an Horoskope, 25 an Geistheiler. Für viele ist Aberglaube ja eine Ersatzreligion, die Tag für Tag ihr Leben bestimmt. Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott, sagt Luther. Die Lage ist weltweit aber zu ernst, dass man dem Aberglauben und den Ersatzgöttern vertraut und Gott, unseren Vater im Himmel übergeht. Nicht umsonst heißt das erste der Zehn Gebote: "Gott spricht: Ich bin der Herr dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir."

Bibel-Lesen und seelsorgerliche Gespräche können uns helfen. Durch Psychologie verstärkte Seelsorge – Gespräche finde ich immer sehr hilfreich. Mit dem heute führenden Professor der Gesprächstherapie Friedemann Schulz von Thun und seinen drei Büchern „Miteinander reden“ bin ich seit unseren Studenten-Tagen befreundet. Meine Examens-Hausarbeit habe ich über psychologische, seelsorgerliche Gesprächsführung nach Carl Rogers geschrieben. Dadurch kann der seelsorgerliche, warmherzige und hoffnungsfrohe heilige Geist von Jesus noch verstärkt werden. Als Gemeindepastor in St. Stephanus, Lübeck-Karlshof, habe ich damit viele Jahre lang vielen helfen können. Aber die Auswirkungen des Aberglaubens waren bei einigen Mitmenschen manchmal schlimm. Einige fühlten sich verhext, verzaubert oder sogar teuflisch verflucht.

Gottvertrauen dagegen bestärkt unsere Hoffnung auf eine gute Zukunft. Die Israeliten hatten deshalb nach der Bibel im Alten Testament so den Durchgang durchs Rote Meer überstanden. Durch die Wüste sind sie mit Mose lange ins gelobte Land gewandert und haben dabei durch Gottvertrauen ihren Lebensmut trotz etlicher Anfechtungen bewahrt. Dann haben sie das gelobte Land Israel erreicht und als Heimat bis heute wieder angenommen.

Jesus hat durch seine Botschaft das ewige Leben und Gottes endgültiges Reich verkündigt mit der Hoffnung für uns bis heute. Durch seine Auferstehung hat er sogar den Tod überwunden. Christen haben durch seine Hilfe Unglaubliches bei gefährlichen Verfolgungen bis heute durchgehalten. Unzählige Gläubige haben schlimme Zeiten und Probleme mit christlicher Hoffnung überwunden.

Vor einer lebensgefährlichen Operation vor zwanzig Jahren habe ich gebetet: „Lieber Gott, ganz gleich was geschieht, ich gehöre zu Dir!“ Und alle Angst fiel von mir ab. Sie wich von mir durch Gottvertrauen. Durch das Gebet und den Glauben und durch tatkräftige Vorsichtsmaßnahmen können wir die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Seuche fördern.

Also sollten wir unseren Glauben an Gott bewahren und nicht abergläubischen Vorstellungen und Handlungen verfallen. Es gibt ja inzwischen eine HL-live.de Internet-Gemeinde von häufigen Lesern der Gedanken zum Wochenende hier durch Pastorin Ellen Nass und seit zwölf Jahren durch mich. Vielleicht machen Sie sich heute, liebe Leserin, lieber Leser, mal konstruktive Gedanken, wie weit Ihre Hoffnung durch eine Ersatzreligion gestärkt wird oder wie sehr durch Gott selbst. Nur durch Gott haben wir eine ewig begründete Hoffnung. Jesus ruft Dir zu (Mt 28): „Siehe ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Und Gott spricht zu seinen Kindern: „Fürchte Dich nicht. Ich habe Dich erlöst, ich habe Dich bei bei deinem Namen gerufen, Du bist mein !“ (Jes 43,1)

Also wollen wir gewissenhaft die Ausbreitung des Virus verhindern und Tag für Tag ein Vaterunser beten. Lieber Vater im Himmel. Gib uns ein Zeichen deiner Verbundenheit mit uns, damit wir mutig weitergehen

Ihr Ihnen in Glauben, Lieben und Hoffen verbundener
Pastor Heinz Rußmann
heinzrussmann@web.de

Heinz Rußmann rät zum Gottvertrauen gegen die Angst.

Heinz Rußmann rät zum Gottvertrauen gegen die Angst.


Text-Nummer: 137268   Autor: red.   vom 28.03.2020 um 09.00 Uhr

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