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Extinction-Rebellion-Aktionen am Ostermontag

Lübeck: Archiv - 14.04.2020, 11.39 Uhr: Extinction Rebellion Lübeck erinnerte am Ostermontag mit kleinen Botschaften rund um die Altstadtinsel an die Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft stand, steht und stehen werde. Die Aktivisten erinnerten an den Todesmarsch vor 75 Jahren, bei dem aus den Konzentrationslagern Juden und Widerstandskämpfer aus ganz Europa durch Lübeck getrieben wurden.

Ein derartiges Verbrechen an der Menschheit darf niemals vergessen werden.

Zu dem Hashtag #schautnichtweg wurden Tafeln mit persönlichen Osterbotschaften aufgehängt. Verbunden wurden diese durch blutige Fußabdrücke aus einem Rote-Bete-Stärke-Gemisch auf dem Boden. Die Tafeln durften nach Absprache mit der Polizei den ganzen Ostermontag hängen bleiben und wurden am Abend von Extinction Rebellion entfernt. Neben 1945 wurde auch die momentane Krise thematisiert, die uns alle fest im Griff hat, sowie gute Wünsche und Erwartungen mit Blick auf 2030. Schon eine Woche zuvor wurde durch eine Aktion der Seebrücke unter dem Motto #leavenoonebehind auf die prekäre Lage in griechischen Flüchtlingslagern aufmerksam gemacht.

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Stefan Schmidt, ehemals Kapitän der Cap Anamur und derzeit Flüchtlingsbeauftragter der Kieler Landesregierung, war vor 2 Jahren auf Lesbos. Er teilte der Bewegung mit, weshalb es so wichtig sei, die Lager zu evakuieren. Er sagte wörtlich: "Es sind immer noch Helfer vor Ort, aber das ist weniger als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Unsere Helfer sind auch schon von deutschen Nazis, die extra angereist waren, verhauen worden. Die Nachricht, dass nun zunächst 50 Kinder aus den griechischen Lagern geholt werden sollen, ist eine gute Nachricht. Aber es muss mehr passieren. Vor dem Hintergrund der derzeitigen gesellschaftsumspannenden Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus befremdet es mich, dass dieses Anliegen nicht mit mehr Engagement verfolgt wird.
Die Hilfe in der sich anbahnenden humanitären Katastrophe in griechischen Flüchtlingslagern darf nicht zum symbolischen Akt verkümmern. Es ist höchste Zeit, das Schlimmste zu verhindern."

Auch die ökologische Krise macht nicht Halt in Zeiten des Coronavirus. Die ersten Kriege um Trinkwasser werden bereits geführt. Allein deshalb werden innerhalb Afrikas zusätzlich viele weitere Millionen Menschen flüchten. Die persönliche Osterbotschaft von Stefan Schmidt lautet nicht zuletzt deshalb "Frieden auf Erden". Die Aktion der Klimaaktivisten stieß bei Passanten und Anwohnern auf reges Interesse und bot einigen eine Diskussionsgrundlage für das gemeinsame Osterabendbrot.

Extinction Rebellion Lübeck erinnerte am Ostermontag mit kleinen Botschaften rund um die Altstadtinsel an die Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft stand, steht und stehen wird. Fotos: Extinction Rebellion Lübeck

Extinction Rebellion Lübeck erinnerte am Ostermontag mit kleinen Botschaften rund um die Altstadtinsel an die Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft stand, steht und stehen wird. Fotos: Extinction Rebellion Lübeck


Text-Nummer: 137579   Autor: Extinction Rebellion L.   vom 14.04.2020 um 11.39 Uhr

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