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Hospizbewegung: Niemand soll alleine sterben

Lübeck: Archiv - 07.05.2020, 12.35 Uhr: Der Name des Projekts ist Programm: Der Hospiz- und Palliativverband Schleswig-Holstein e.V. bietet in Zusammenarbeit mit den Sana Kliniken Lübeck GmbH und der Lübecker Hospizbewegung e.V. die Möglichkeit, der digitalen Sterbebegleitung.

Es stehen 28 speziell eingerichtete Tablets zur Verfügung, damit schwerstkranke und sterbende Menschen trotz der aktuell strikten Besuchsregelungen Kontakt halten können. Unabhängig davon, ob die betroffenen Personen zu Hause, in Kliniken, in stationären Hospizen, oder in Pflegeeinrichtungen untergebracht sind, die Tablets ermöglichen letzte Kontakte zu An- und Zugehörigen, zu Sterbebegleitern, dem SAPV-Team, zu Seelsorgern, Pflegekräften oder betreuenden Medizinern.

Wichtig sind die von der Sparkasse zu Lübeck gespendeten Tablets aber auch noch für eine weitere Gruppe: für die über 2.000 ehrenamtlichen Hospizbegleiter in Schleswig-Holstein. Aktuell dürfen sie Menschen nicht mehr oder nur noch sehr unzureichend auf ihrem letzten Weg begleiten. Auch für diese Personen ist dies eine enorm belastende Situation. "Hospizarbeit heißt, Miteinander füreinander Verantwortung tragen", sagt Claudia Ohlsen, Geschäftsführerin des HPVSH. "Und dass nun in Zeiten von Corona ein anderer und mutiger Weg in der Begleitung gegangen wird, ist ein großes Geschenk für Menschen und ihre Angehörigen in einer schwierigen Zeit", zeigt sich Ohlsen dankbar für das Engagement der Hospiz- und Palliativversorger auch in Lübeck, digitale Formen der Begleitung zu erproben.

Digitaler Kontakt kann persönliche Nähe niemals vollständig ersetzen - und auch keine Hand, die hält. Aber: "Digitaler Kontakt ist besser als gar kein Kontakt", sagt Roland Repp, Initiator des Projekts, Vorsitzender des Landesverbands und Chefarzt der 2. Medizinischen Klinik am Städtischen Krankenhaus in Kiel. "Wir mussten handeln", betont Roland Repp. "Das ‚einsame Sterben‘ ist aktuell für alle Beteiligten eine enorm belastende Situation. Und wir sprechen glücklicherweise nur über einen sehr kleinen Teil von an Covid-19-Erkrankten."

Möglich wurde dieses Projekt in der Hansestadt durch die Spenden der Sparkasse zu Lübeck und des Förderverein Palliativmedizin e.V. sowie dem großen Einsatz der ehrenamtlich tätigen IT-Spezialisten.

Die Begleitung Sterbender erfolgt jetzt auch über Tablets. Foto: Lübecker Hospizbewegung

Die Begleitung Sterbender erfolgt jetzt auch über Tablets. Foto: Lübecker Hospizbewegung


Text-Nummer: 138029   Autor: HPV SH/red.   vom 07.05.2020 um 12.35 Uhr

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