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Grüne: Notbetreuung für alle Eltern in Lübeck

Lübeck: Archiv - 26.05.2020, 15.13 Uhr: Ab 1. Juni 2020 soll es den Anspruch auf Kita-Notbetreuung für alle berufstätigen Eltern in Lübeck geben - auch wenn sie in Homeoffice arbeiten. Dies jedenfalls fordern die Lübecker Grünen in einem Dringlichkeitsantrag für die kommende Bürgerschaft.

Dazu sagt Bürgerschaftsmitglied Anka Grädner:

(")Die Problematik der fehlenden Kinderbetreuung in der Coronakrise ist bereits breit besprochen: Eltern fühlen sich im Stich gelassen - für viele Kinder bedeutet es psychosozialen Notstand, wenn für sie die Kitas weiterhin geschlossen bleiben. Seit Monaten müssen Eltern sich - oft neben der Arbeit im Homeoffice - um die Betreuung und das Homeschooling ihrer Kinder selbst kümmern oder sind deswegen gezwungen ihre Berufstätigkeit einzustellen, bzw. zu reduzieren, letzteres häufig unter dem Risiko des Arbeitsplatzverlustes. Vermehrt werden Frauen wieder in die reine Hausfrauenrolle der 50er Jahre gedrängt. Damit muss jetzt Schluss sein.

Bisher hatten die wenigsten Eltern einen Anspruch auf Notbetreuung. Der Zugang hierzu war durch Landesvorgaben geregelt. Ab dem 1. Juni 2020 dürfen nun auch „alle anderen Kinder“ wieder in die Kitas, jedoch steht zu befürchten, dass dies nicht wirklich zu einer Entspannung für die meisten Eltern führen wird. Denn die Kita-Träger - das ist die Hansestadt für die stätischen Kindertageseinrichtungen und für die freien Kitas sind es deren jeweilige Träger - entscheiden dies ab diesem Datum in Eigenregie. Schon jetzt waren viele Kitas an der Notbetreuung nicht beteiligt, weil die Räumlichkeiten nicht geeignet waren.

Für berufstätige Eltern ist eine verlässliche Kinderbetreuung „systemrelevant“. Die Lübecker Politik muss jetzt sofort Abhilfe schaffen: Wir Grüne wollen ab 1. Juni für alle berufstätigen Eltern eine Garantie der Notbetreuung in den städtischen Kitas. Auf die freien Träger muss eingewirkt werden, ebenso zu verfahren. Für einen Bedarf an mehr Räumen oder personellen Dienstleistungen, um diesen Betrieb unter den nötigen Infektionsschutzmaßnahmen führen zu können, muss die Stadt auch Geld in die Hand nehmen - zum Beispiel aus dem Corona-Sonderposten von 10 Millionen Euro, den die Bürgerschaft im Mai beschlossen hat, und der für die Bewältigung der Corona-Krise vorgesehen ist.(")

Darüber hinaus wird die Grüne Fraktion vom Bürgermeister und dem zuständigen Fachbereich jetzt mehr Transparenz fordern, um den jeweils aktuellen Bedarf, die Auslastung der Kitas und Unterversorgung feststellen zu können. Eltern können sich auch direkt an die Grünen wenden, wenn sie Probleme mit der Betreuung ihrer Kinder haben unter fraktion@gruene-hl.de.

Anka Grädner fordert die Öffnung der Kitas für alle Kinder zum 1. Juni.

Anka Grädner fordert die Öffnung der Kitas für alle Kinder zum 1. Juni.


Text-Nummer: 138379   Autor: Grüne   vom 26.05.2020 um 15.13 Uhr

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