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FDP: Aktionsplan Antisemitismus auf den Weg gebracht!

Lübeck: Archiv - 31.05.2020, 14.02 Uhr: „Der von der FDP-Fraktion eingebrachte Antrag und die Zustimmung aller Bürgerschaftsfraktionen für einen Aktionsplan gegen Antisemitismus sind ein deutliches Bekenntnis der Hansestadt zum jüdischem Leben und der gemeinsamen Geschichte. Der formulierte Auftrag ist eine ausdrückliche Verpflichtung“, erklärt Daniel Kerlin, schulpolitischer Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion.

„Die aktuelle Kriminalstatistik spricht eine deutliche Sprache. 2019 gab es 13 Prozent mehr Straftaten mit antisemitischem Hintergrund. Antisemitismus kann auf vielfältige Weise in Erscheinung treten, sei es durch körperliche Angriffe, Bedrohungen, Sachbeschädigungen, Schmierereien, Beleidigungen, Hasskommentare und Memes in Sozialen Medien sowie Propagandamaterial wie Hetzschriften, Flugblätter, Plakate oder Aufkleber“, so Kerlin.

Der kulturpolitische Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion, Ulf Hansen, ergänzt:

„Jüdisches Leben war und ist immer ein Teil Lübecks. Es wird auch immer ein Teil bleiben. Die Synagoge in der St-Annen-Straße steht stellvertretend für die Verbindung zwischen jüdischer Tradition und Stadtgeschichte. Antisemitismus bedroht sowohl diese als auch unsere demokratische Gesellschaft in ihrer Gesamtheit und in ihren Grundwerten. Der Kampf gegen alten und neuen Antisemitismus ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Erinnerung an die gemeinsame Geschichte, das Bewusstsein der immerwährenden Verantwortung dafür, sind und bleiben eine besondere Verpflichtung der Bürgergesellschaft. Wir als Bürger - jeder einzelne von uns - ist gefragt, sich antijüdischem Verhalten entgegen zu stellen.

Besonders für nachfolgende Generationen müssen die Lehren aus unserer Geschichte greifbar bleiben. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit neue Wege der Erinnerungskultur zu gehen und vielschichtige Prävention und Aufklärungsarbeit zu leisten sowie Interventionsmaßnahmen zu fördern. Diese Maßnahmen müssen sowohl bei der Kultur- und Museumsplanung als auch in Schulen und der Jugendarbeit Berücksichtigung finden. Die FDP erwartet daher die Benennung konkreter Maßnahmen. Hierzu hat die FDP-Fraktion bereits einen Fragenkatalog eingebracht.

Dazu ist ein ganzheitlicher Ansatz bei Schulen, Jugendarbeit, Bildungsträgern und Kultureinrichtungen notwendig. Daher freuen wir uns, dass dazu notwenige Schritte jetzt auf den Weg gebracht wurden und erwarten hierzu die Maßnahmen des Aktionsplans von der Verwaltung und werden das Thema weiter aktiv begleiten.(")

Daniel Kerlin ist jugendpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion Lübeck.

Daniel Kerlin ist jugendpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion Lübeck.


Text-Nummer: 138472   Autor: FDP   vom 31.05.2020 um 14.02 Uhr

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