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Freie Wähler: Tourismus nicht zusätzlich belasten!

Lübeck: Archiv - 02.06.2020, 09.17 Uhr: Auf Grund der Corona-Pandemie liegt der Tourismus in Lübeck nahezu am Boden. Grüne und Unabhängige wollten eine neue Kulturabgabe auf Übernachtungen einführen. Diese scheiterte aber an den Stimmen von SPD, CDU, Freie Wähler und GAL. Jetzt nehmen die Freien Wähler zu dem Thema Stellung.

Thomas Misch von den Freien Wählern und Mitglied der Bürgerschaft erklärte dazu:

(") Der Corona-Lockdown hat den Tourismus weltweit und in Lübeck wirklich hart getroffen. Es ist noch völlig unklar, ob und wie schnell das Geschäft wieder anlaufen wird. Zur Normalität ist es noch ein sehr langer Weg. Die Verunsicherung wegen des Virus ist noch groß, außerdem haben Geschäftsschließungen und Kurzarbeit bei vielen Deutschen für leere Geldbörsen gesorgt - an Urlaub an der Ostsee ist bei diesen Familien kaum zu denken.

In dieser Situation beantragen Grüne und Unabhängige, das Tourismusgeschäft in Lübeck mit einer zusätzlichen Abgabe von 7 Prozent auf den Übernachtungspreis zu belasten. Das ist völlig daneben. Der Markt gibt nicht im Ansatz her, diese Abgabe an die Kunden weiterzureichen. Gerade die kleinen und inhabergeführten Hotels und Pensionen würden diese Belastung nicht mehr tragen können. Betriebsaufgaben und Arbeitsplatzverluste wären die Folge. Als es in der Bürgerschaft um ein 10 Millionen Euro starkes kommunales Corona-Hilfspakt ging, blieben die Unabhängigen aus Protest geschlossen der Sitzung fern. Ein paar Tage später fanden sie dann jedoch die Zeit für eine unangemeldete Protestaktion vor dem Rathaus. Jetzt diese völlig aus der Zeit gefallene Initiative zu einer zusätzlichen Belastung für die Tourismusbranche. Schon Bundeskanzler Helmut Schmidt wusste, der Charakter zeigt sich in der Krise.(")

Gegen eine neue Kulturabgabe auf Übernachtungen, ist aktuell Thomas Misch von den Freien Wählern. Foto: FW

Gegen eine neue Kulturabgabe auf Übernachtungen, ist aktuell Thomas Misch von den Freien Wählern. Foto: FW


Text-Nummer: 138485   Autor: FW/Red.   vom 02.06.2020 um 09.17 Uhr

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