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Hansetag für ein geeintes und friedliches Europa

Lübeck: Archiv - 07.06.2020, 16.14 Uhr: Der Hansetag, der in diesem Jahr in Brilon gefeiert wird, unterscheidet sich sehr von den bisherigen großen Festen. Das Programm findet überwiegend im Internet statt. Der Vormann der Hanse, Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau, ist aber selbstverständlich vor Ort.

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Die "Ersten Virtuellen Hansetage in der 660-jährigen Geschichte der Hanse" wurden in einer feierlichen Zeremonie auf der Treppe des Briloner Rathauses durch Brilons Bürgermeister Dr. Christof Bartsch und Jan Lindenau, den Vormann der Hanse und Bürgermeister von Lübeck eröffnet. 1980 ließen alte Hansestädte in Zwolle, Niederlande eine alte Handelsverbindung wieder aufleben und transportierten die Idee der Hanse mit einer Ruhezeit von 300 Jahren in die Neuzeit. Sie gründeten den Städtebund "Die Hanse". Aus einem kleinen Städtebündnis ist das weltweit größte freiwillige Städtenetzwerk mit Sitz in Lübeck geworden. In ihm vereinen sich 194 Städte aus 16 nordeuropäischen Ländern. Brilon ist gemeinsam mit zahlreichen westfälischen Hansestädten seit den frühen 80er Jahren Mitglied in diesem europäischen Bund.

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Austausch kleiner Geschenke: Die Delegation von Salzwedel überreichte Jan Lindenau einen Baumkuchen.

Im Rahmen der ersten virtuellen Delegiertensitzung mit 99 Teilnehmern aus 13 europäischen Ländern wurde die sogenannte "Briloner Erklärung" unterzeichnet, in der sich das Städtebündnis zum 40. Bestehen erneut ein Versprechen von Freundschaft, Solidarität und regelmäßigem Austausch gab. Symbolisch für alle Hansestädte unterzeichneten der Vormann der Hanse Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau und Brilons Bürgermeister Dr. Christof Bartsch die Urkunde.

Die Briloner Erklärung

Die Hanse ist ein einzigartiges Städtenetzwerk der europäischen Geschichte. Aus der Zusammenarbeit und den Zusammenschlüssen von Kaufleuten zur Förderung ihres Handels entstand im Mittelalter ein Städtebund, dem in seiner Blütezeit mehr als 200 See- und Binnenstädte angehörten. Die dem Hansebund angehörenden Städte kamen nicht nur durch den Warenhandel zu Wohlstand, sie profitierten auch durch den Austausch von Informationen, Ideen und Wissen.

Im Jahr 2020 feiert der Internationale Städtebund "Die Hanse" sein vierzigjähriges Bestehen. Die neuzeitliche Hanse wurde im Jahr 1980 in Zwolle, Niederlande, von 43 Städten gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen den Hansestädten in Europa zu entwickeln und sie als Orte der lebendigen Demokratie zu fördern.

Mittlerweile hat "Die Hanse" fast 200 Mitglieder aus 16 europäischen Ländern und ist damit die größte freiwillige Städtegemeinschaft weltweit. Durch den lebendigen Austausch der Mitgliedsstädte und die Begegnung der Menschen trägt "Die Hanse" zur Stärkung der Zivilgesellschaft bei und leistet einen wertvollen Beitrag zur Völkerverständigung sowie zur wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen und staatlichen Einigung Europas. Gerade im Hinblick auf die aktuelle politische Situation in Europa, den erstarkenden Nationalismus und den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ist diese Art der Zusammenarbeit wichtiger denn je.

Mit der "Briloner Erklärung - 40 Jahre Hansebund der Neuzeit" bekennen sich die Mitgliedsstädte zur verbindenden Kraft des regelmäßigen Austauschs, zu dem sie sich wechselseitig verpflichten. Die Mitgliedsstädte stellen sich gemeinsam den Herausforderungen der Zukunft und setzen ein wirksames Signal gegen Nationalismus und Abgrenzung. Sie übernehmen damit Verantwortung für ein geeintes und friedliches Europa.

Dr. Christof Bartsch und Jan Lindenau unterzeichneten die Urkunde. Fotos: Hansestadt Lübeck

Dr. Christof Bartsch und Jan Lindenau unterzeichneten die Urkunde. Fotos: Hansestadt Lübeck


Text-Nummer: 138593   Autor: Stadt Brilon/red.   vom 07.06.2020 um 16.14 Uhr

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