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Öffentlicher Dienst: Ver.di kündigt harte Tarifrunde an

Schleswig-Holstein: Archiv - 18.06.2020, 16.32 Uhr: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) beginnt Tage mit der Mobilisierung und der Forderungsdiskussion für die Tarifrunde im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen. Der Grund: Die Arbeitgeber haben eine Verschiebung des Beginns der Tarifrunde gegen eine Einmalzahlung abgelehnt.

ver.di Nord kritisiert scharf, dass die kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) in dem Sondierungsgespräch am Donnerstag dieser Woche das Angebot von ver.di abgelehnt haben, den Beginn der Tarifrunde gegen eine Einmalzahlung zu verschieben. Da die Arbeitgeberseite zu keiner Verständigung bereit war, hat die ver.di Bundestarifkommission die Kündigung der Entgelttabellen zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TV öD) und weiterer verbundener Tarifverträge beschlossen.

„Angesichts von Corona wäre es aus unserer Sicht richtig und fair gewesen, sich miteinander, gut und auf Augenhöhe zu verständigen. Diese Chance hat die Arbeitgeberseite nicht ergriffen und setzt auf Konfrontation. Das nehmen wir zur Kenntnis und werden angemessen auf diesen Affront reagieren. Wir rechnen damit, dass wir auf eine harte Tarifauseinandersetzung im Herbst zusteuern", so ver.di Nord Landesleiterin Susanne Schöttke.

„Die schönen Worte zu Respekt und Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten sind offensichtlich ebenso Geschichte wie der Applaus. Wir werden jetzt angemessene Forderungen diskutieren, in die die Wertschätzung für die wichtige Rolle des öffentlichen Dienstes in der Corona-Krise ebenso wie die volkswirtschaftliche Bedeutung einfließen werden. Klar ist jedenfalls, dass es eine Wertschätzung im monetären Bereich geben muss, die einen realen Einkommenszuwachs sicherstellt“, so Schöttke weiter.

Die konkreten Forderungen für die Tarifrunde im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen wird die BTK auf ihrer Sitzung am 25. August 2020 beschließen. Die erste Verhandlungsrunde zum TVÖD findet am 1. September statt. Vom TVÖD werden etwa 2,3 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen sowie weiterer Bereiche erfasst.

Verdi rechnet mit einer harten Auseinandersetzung um die Bezahlung der Angestellten von Bund und Kommune. Foto: Archiv

Verdi rechnet mit einer harten Auseinandersetzung um die Bezahlung der Angestellten von Bund und Kommune. Foto: Archiv


Text-Nummer: 138808   Autor: Verdi/red.   vom 18.06.2020 um 16.32 Uhr

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