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SPD erwartet Hilfe für Karstadt-Mitarbeiter

Lübeck: Archiv - 20.06.2020, 14.10 Uhr: Die SPD Lübeck und die SPD-Fraktion in der Lübecker Bürgerschaft erwarten von der Landesregierung und vom Konzern Hilfe für die Karstadt-Mitarbeiter. Die SPD-Fraktion betont, dass sie für eine Stärkung der Innenstadt steht.

Zur angekündigten Schließung des Karstadt-Warenhauses in der Lübecker Altstadt erklären die SPD-Kreisvorsitzenden Sophia Schiebe und Jörn Puhle sowie Peter Petereit (SPD-Fraktionsvorsitzender) gemeinsam:

(")Die Entscheidung des Warenhaus-Konzerns ist eine bittere Nachricht für die Beschäftigten und Lübeck als Einzelhandelsstandort. Unsere Solidarität gilt den Mitarbeitenden, denen jetzt schnell Unterstützung und Hilfe angeboten werden muss. Hier stehen sowohl der Konzern als auch das Land Schleswig-Holstein in der Pflicht. Wir erwarten vom Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz, dass er die Städte bei Gesprächen mit dem Karstadt-Konzern unterstützt. Die Mitarbeitenden dürfen nicht allein die Leittragenden sein, wenn ein Warenhaus nicht rechtzeitig neue Trends und Entwicklungen aufnimmt. Es entsteht der Eindruck, dass seit der letzten Sanierung des Konzerns Immobilienspekulanten die Oberhand gewonnen haben und keine Zukunftsentwickler, die ein ernsthaftes Interesse an einer Weiterentwicklung des Erlebnisses Einkaufen hatten. Dem Vernehmen nach kommt den Vermietern des Karstadt-Gebäudes im Rahmen der Sanierung eine wesentliche Bedeutung zu, weil sie nicht bereit sind, auf Mieteinnahmen und Renditen zu verzichten.

Auch die Lübecker Kommunalpolitik der letzten Jahrzehnte muss sich selbstkritisch die Frage stellen, ob sie alles unternommen hat, um die Altstadt als Einkauf- und Erlebniszentrum zu stärken. Allerdings die Ansiedlungspolitik der letzten Jahre in Lübeck allein für die nun angekündigte Karstadt-Schließung an 62 Standorten in Deutschland verantwortlich zu machen ist der falsche Weg.

Die Lübecker SPD-Fraktion steht für eine Stärkung der Innenstadt. Bereits mit dem Einzelhandelszentren-Konzept von 2011 haben wir uns dafür ausgesprochen, dass bei der Ansiedlung von Zentren-relevantem Einzelhandel die Innenstadt zu favorisieren ist. Bei der jüngsten Diskussion um die Ansiedlung eines großen Einkaufszentrums auf dem ehemaligen Schlachthofgelände stand die SPD-Fraktion für mehr Wohnungsbau statt überdimensionierten Einzelhandel. Mit dem jüngst verabschiedeten Rahmenplan Innenstadt unterstützen wir den Kurs zur Aufwertung der Altstadt mit mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität und einem Einzelhandelsstandort als Erlebnis im UNESCO-Welterbe. Am Ende braucht aber jede politische Entscheidung Mehrheiten.(")

SPD-Fraktionschef Peter Petereit betont, dass Entscheidungen wie die Verhinderung eines großen Supermarktes auf dem Schlachthof-Gelände, auch politische Mehrheiten braucht.

SPD-Fraktionschef Peter Petereit betont, dass Entscheidungen wie die Verhinderung eines großen Supermarktes auf dem Schlachthof-Gelände, auch politische Mehrheiten braucht.


Text-Nummer: 138851   Autor: SPD/red.   vom 20.06.2020 um 14.10 Uhr

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