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Lohmühle: Am Mittwoch kommen die Ampeln

Lübeck - St. Lorenz Nord: Archiv - 20.06.2020, 19.28 Uhr: Die Masten stehen schon seit März, am kommenden Mittwoch kommen auch die Ampeln: Der Kreisverkehr Lohmühle wird wie im vergangenen Jahr angekündigt mit einer kompletten Signalanlage ausgestattet.

Auslöser für die Signalisierung des Kreisverkehrs sind die vorgesehenen Arbeiten zur Ertüchtigung der Lohmühle, als eine der vorbereitenden Maßnahmen für die Zeit des Neubaus der Bahnhofsbrücke. "Ziel ist es, den Verkehrsfluss in der Straße zu verbessern und dadurch eine höhere Verkehrsbelastung der Alternativstrecke zu ermöglichen", teilt die Bauverwaltung mit. "Unabhängig davon zeigte sich schon vor einigen Jahren, dass Anpassungen zur Verbesserung des Verkehrsflusses erforderlich sind." Die Vollsignalisierung des Kreisels ist dabei ein wesentlicher Baustein dieses insgesamt rund 1,5 Millionen Euro teuren Projektes "Ausbau der Lohmühle".

Bereits im März und April dieses Jahres erfolgten die Arbeiten im Untergrund durch die zusätzliche Verlegung von Leerrohren, das Einziehen der Kabel, sowie das Aufstellen der Signalmaste. Aufgrund der Corona-Situation hatte sich die Lieferung der Signalgeber etwas verzögert – diese werden in Österreich gefertigt – so dass die Anlage nun rund vier Wochen später in Betrieb gehen kann.

"Dem Projekt ging eine umfangreiche Untersuchung voraus mit der der Istzustand der Lohmühle analysiert und Maßnahmen zur Verbesserung ausgearbeitet wurden", so die Verwaltung. "Die Vollsignalisierung des Kreisverkehrs zeigte in den Berechnungen und Simulationen eine wesentliche Leistungsfähigkeitssteigerung, da unter anderem die Reibungsverluste durch die spezifischen Vorfahrtregelungen eines Kreisverkehrs mit der Signalanlage eliminiert werden. Aber auch die Tatsache, dass zum Beispiel zukünftig von der östlichen Lohmühle zweispurig in die Stockelsdorfer Straße abgebogen werden kann, führt dazu, dass mehr Fahrzeuge den Kreisverkehr passieren können."

Eine Schwierigkeit war die Einbindung der bestehenden Fußgängerquerung und der Busschleuse in die Gesamtsignalisierung. Hier war die Vorgabe die Wartezeiten für den querenden Fuß- und Radverkehr so gering wie möglich zu halten. Diese liegen nun in den Programmen zu den Spitzenzeiten jeweils unter 50 Sekunden.

Die Kosten für die Vollsignalisierung des Kreisels belaufen sich auf rund 100.000 Euro, wobei rund 65 Prozent für die Signalanlage, die restlichen Kosten für die Tiefbauarbeiten entstehen.

Die Masten wurden bereits im März aufgestellt. Foto: Oliver Klink/Archiv

Die Masten wurden bereits im März aufgestellt. Foto: Oliver Klink/Archiv


Text-Nummer: 138854   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 20.06.2020 um 19.28 Uhr

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