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Kunst am Kai meldete sich mit musikalischem Bilderbogen

Lübeck: Archiv - 21.06.2020, 08.57 Uhr: Seit dem Start im Jahre 2014 ist das Sommerfestival „Kunst am Kai“ immer mehr zum Begriff geworden. Auch für die Saison 2020 hatte Gabriele Pott, die künstlerische Leiterin, ein volles Programm geplant. Aus bekannten Gründen kann eine große Jugendoper zur Zeit nicht realisiert werden. Im Livestream und mit 100 Zuschauern vor Ort konnte am Sonnabend ein Programm aus dem Schuppen 6 der Wallhalbinsel erlebt werden.

„Seitenwechsel“ hieß der musikalische Bilderbogen, bei dem Gabriele Pott als Moderatorin, Pianistin und sogar als Chorleiterin mitwirkte. Gegen Ende nämlich sollten die weit auseinander sitzenden Zuhörer mitsingen. Wer wollte, konnte sich auch zuhause das Notenblatt ausdrucken und mitmachen.

Am Anfang der 40-Minuten-Show stand eine Fanfare von Aaron Copland, gespielt von den drei Trompetern des Philharmonischen Orchesters, nämlich Joachim Pfeiffer, Matthias Krebber und Lukas Paulenz sowie Saskia Schmidt-Enders am Klavier. Die Trompeter standen weit auseinander im großen Bühnenraum. Trotzdem klappt bei Profis das Zusammenspiel.

Sogenannte „Alte Musik“, immer für das vorhandene Ensemble umgeschrieben, folgte. Zu diesem Ensemble zählte neben den bereits Erwähnten der Cellist Evaristo Urraca. Bekannte Melodien wie aus dem Cembalokonzert D-Dur von Johann Sebastian Bach luden zum Mitsummen ein. Gabriele Pott zeigte pianistisches Können bei Vivaldis „Sturm“ aus den „Vierjahreszeiten“.

Eine der populärsten Melodien Bachs, „Jesus bleibet mein Freude“ aus der Kantate 147 musste sich eine Verwandlung zum Jazzstück gefallen lassen. Wirklich große Musik verträgt das. Zum Träumen lud Tschaikowskys „Valse sentimentale“ ein, bei dem Cello singen durfte. Die Konzert-Etüde „Waldesrauschen“ von Franz Liszt zeigte Saskia Schmidt-Enders am Flügel in Hochform. Bei Astor Piazzollas „Libertango“ wurde das Publikum nach Argentinien entführt.

Zum Schluss wurde es romantisch. „Who wants to live forever?“ hatte Freddie Mercury einst Millionen gefragt. Der Song, den der Leadgitarrist von „Queen“, Brian May, geschrieben hat, durfte mitgesungen werden. Gabriele Pott feuerte das Publikum dazu an. Die Zuschauer reagierten im Livechat mit Begeisterung. Auch wenn es technisch gelegentlich hakte – bei einer ersten Sendung muss nicht alles perfekt sein. Spaß hat es gemacht und Erinnerungen geweckt, selbst wenn man nur am Bildschirm teilnehmen konnte.

Kunst am Kai gibt es seit 2014 in Lübeck - und seit Samstagabend auch online. Foto: TD

Kunst am Kai gibt es seit 2014 in Lübeck - und seit Samstagabend auch online. Foto: TD


Text-Nummer: 138855   Autor: TD   vom 21.06.2020 um 08.57 Uhr

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