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Ministerin besuchte Lübecker ELISA-Projekt

Lübeck: Archiv - 22.06.2020, 14.38 Uhr: Kurz vor entscheidenden Kabinetts-Sitzungen über den weiteren Umgang mit der Covid-19 Pandemie im Land Schleswig-Holstein informierte sich Bildungsministerin Karin Prien noch einmal persönlich über den Stand der Forschung im Lübecker Testzentrum in den Media-Docks.

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Angetreten waren die maßgeblichen wissenschaftlichen Koordinatoren des Projektes um die Professoren Jan Rupp (Infektiologie), Alexander Katalinic (Epidemiologie) und Christine Klein ( Neurogenetik), um der Ministerin aktuelle Einblicke in die noch laufende Studie zur Verbreitung des Coronavirus zu geben.

Universitätspräsidentin Gabriele Gillesen-Kaesbach wollte in ihren Begrüßungsworten zunächst aber einmal einen Dank an die Lübecker Bevölkerung loswerden. Seit dem entschiedenen Einsatz für den Erhalt des Campus Lübeck ist deutlich zu spüren, welch großen Rückhalt die Universität in der Lübecker Bevölkerung hat. Die Elisa Studie wurde bei Ausbruch der Pandemie blitzschnell durch ein Vorweg-Darlehen des Landes angeschoben, in der Folge hat die Stiftungs-Universität dann begonnen, die letztlich benötigten Mittel einzuwerben. Dabei hat man erstmals auch die Internet-Neuheit "Crowd-Funding" erprobt und dabei erstaunt festgestellt, dass Lübecker Bürger die Aktivitäten der Elisa-Forscher mit mittlerweile 90.000 Euro unterstützt haben. "Diese Verbundenheit mit uns hat uns überwältigt und angerührt", berichtete die hocherfreute Präsidentin.

Hier hören Sie ein Interview mit Universitätspräsidentin Gabriele Gillesen-Kaesbach:

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Auch die Ministerin hörte das gern und die Wissenschaftler konnten noch mehr positive Dinge berichten. Prof. Katalinic hatte sich besonders das Infektionsgeschehen seit Einführung der bundesweiten Lockerungsmaßnahmen angesehen und konnte feststellen, dass Schleswig-Holstein im Vergleich mit den restlichen Bundesländern die Öffnung noch mit am besten bewältigt hat. Zwei neue Fälle gibt es allerdings in den letzten Tagen, die dann auch noch in Lübeck aufgetreten sind.

Kein Grund zur Beunruhigung, eher eine Mahnung, dass höchste Wachsamkeit weiterhin geboten ist, so der Wissenschaftler. Von den mehr als 5700 Nasen-Rachenabstrichen, die im Testzentrum durchgeführt wurden, hat sich jedenfalls kein einziger als positiv erwiesen.

In der Ausrollung befindet sich ein weiterer Aspekt der Elisa-Studie, der von Prof. Jan Rupp vorgestellt wurde. Beschäftigte im Tourismusbereich der Lübecker Bucht, die durch Urlauberkontakte natürlich potenziell besonders gefährdet sind, werden in den kommenden Tagen Post von den Wissenschaftlern erhalten. Sie sind gebeten, sich für Untersuchungen zur Verfügung zu stellen. Das ist ein weiterer Baustein, um das Infektionsgeschehen genauestens im Blick zu behalten erläuterte der Wissenschaftler.

Hier hören Sie ein Interview mit Ministerin Karin Prien:

Die Ministerin ergänzte dazu, dass die Tourismusverbände und auch der Hotel- und Gaststättenverband voll hinter diesen Bemühungen stehen. Offenbar haben alle verstanden, dass festgestellte Infektionen sofort kommuniziert werden müssen, um sie mit allen Mitteln einzudämmen. Wenn das Virus sich ausbreitet, leidet die Wirtschaft am meisten. Das gilt es in jedem Falle zu verhindern und Schleswig-Holstein befindet sich wegen der bisher geübten Disziplin, und wegen seines guten Zusammenspiels zwischen Gesundheitsämtern und medizinischer Forschung in einer Ausgangslage, um die das Land von vielen betroffenen Regionen derzeit beneidet wird.

Bildungsministerin Karin Prien ist erfreut über die große Unterstützung der Lübecker für das Projekt. Fotos, O-Töne: Harald Denckmann

Bildungsministerin Karin Prien ist erfreut über die große Unterstützung der Lübecker für das Projekt. Fotos, O-Töne: Harald Denckmann


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 138892   Autor: Harald Denckmann   vom 22.06.2020 um 14.38 Uhr

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