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BfL: Mitarbeiter könnten Karstadt-Filiale übernehmen

Lübeck: Archiv - 22.06.2020, 15.06 Uhr: "Die Nachricht von der Schließung der Karstadt-Filiale in Lübeck Ende Oktober 2020 schlägt ein wie ein Paukenschlag", so Lothar Möller, BfL-Vorsitzender und Mitglied der Lübecker Bürgerschaft. Sein Vorschlag: Die Mitarbeiter sollten mit Unterstützung durch die Stadt und Lübecker Bürger ein Kaufhaus weiterführen.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Lothar Möller im Wortlaut:

(")Die Reaktionen darauf gehen von Panik über Gelassenheit bis hin zum Umdenken. So völlig überraschend kommt die Ansage dann doch nicht. Gekriselt hat es in der Vergangenheit doch schon häufiger. Aber wir Lübecker müssen uns auch fragen, was wir selbst dazu beigetragen haben. Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt. Online-Handel und Einkaufsbeschränkungen durch die Corona-Pandemie haben die Situation sicher noch verschärft.

Das Schicksal von Hunderten von Beschäftigten, die so hart um ihre Jobs gekämpft und viele Einschränkungen in Kauf genommen haben, ist erschütternd. Und sicher würde der Wegfall der Karstadt-Filiale auch eine Veränderung der innerstädtischen Handelslandschaft bedeuten.

Aber alles Klagen hilft nicht weiter. Wir sollten retten, was noch zu retten ist. Die Filiale Karstadt symbolisiert in Lübeck den zentralen Handel in der Fußgängerzone. Fehlt Karstadt, verliert die Stadt ihr Herz und der Einzelhandel wird weiter geschwächt. Um aus der Misere zu kommen, müssen wir neue Wege wagen und sollten nichts unversucht lassen.

Anregung: Der Betriebsrat des Karstadt-Kaufhauses in Lübeck könnte das Geschäft nach der Schließung Ende Oktober 2020 privat weiterbetreiben. Es könnte eine Anmietung-/Kauf des Gebäudes in Betracht gezogen werden. Gemeinsam mit Verdi und der Hansestadt Lübeck könnte man vor der Schließung einen Plan entwickeln, der vorsieht, dass die Beschäftigten am Standort ein neues Kaufhaus eröffnen und eigenständig leiten. Die Mitarbeiter würden weiterhin ihren Beitrag leisten, indem sie auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten, zudem könnten sich Bürger mit Geldeinlagen an dem Projekt beteiligen.

Ein entsprechender Plan müsste den Mitarbeitern vorgestellt und mit ihnen gemeinsam ein Konzept erarbeitet werden, das von Gewerkschaftsseite sicherlich Unterstützung finden würde.

Die Beschäftigten der Karstadt-Filiale sollten sich nicht kampflos geschlagen geben, zumal Menschen dabei sind, die jahrzehntelang im Unternehmen tätig waren. Wenn das Traditionshaus in Lübeck nicht mehr existieren würde, dann wird Lübeck ein Stück Geschichte verlieren.(")

Lothar Möller schlägt vor, dass die Mitarbeiter das Kaufhaus betreiben sollten.

Lothar Möller schlägt vor, dass die Mitarbeiter das Kaufhaus betreiben sollten.


Text-Nummer: 138893   Autor: BfL/red.   vom 22.06.2020 um 15.06 Uhr

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