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Stadt warnt vor Baden in der Trave

Lübeck: Archiv - 02.07.2020, 21.48 Uhr: Es gebe noch rund 50 Ausläufe der Kanalisation in Trave und Kanal, sagt Umweltsenator Ludger Hinsen. Bei starkem Regen trete dort eine Mischung aus Regen- und Abwasser auf. "Ich würde dort nicht baden", so der Senator. Die Stadt warnt auch offiziell vor dem Bad am Altstadtrand.

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Die Lübecker Gewässer laden zur Naherholung ein. Kanus, Stand Up Paddler und Elektroboote sind dieser Tage vermehrt auf dem Wasser unterwegs. Ebenso gehört das Baden wieder zu den beliebten Freizeitaktivitäten. Zu beobachten auch in der Trave. Anlass für den Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz (UNV) darauf hinzuweisen, dass dies insbesondere in den Tagen nach Regenfällen mit gesundheitlichen Gefahren verbunden und unter anderem gemäß der Landesverordnung über die Einschränkung des Gemeingebrauchs vom 14. Juli 1978 verboten ist. Untersagt ist das Baden in der Trave und ihren Nebenarmen für das gesamte Gebiet der Hansestadt Lübeck bis zur Mündung in die Ostsee, einschließlich der Pötenitzer Wiek.

Im Vordergrund steht der Sicherheitsaspekt: Im Schleusenbereich, unterhalb von Brücken oder einer Hafeneinfahrt besteht ein unkalkulierbares Risiko für Badende. Auch das Springen von Brücken, das zu Querschnittslähmungen oder sogar Todesfällen führen kann, ist hierin begründet.

Die Lübecker Mischkanalisation stellt vor Allem um die Altstadtinsel herum eine zusätzliche Gesundheitsgefahr dar. In einem Mischkanal werden Regen- und Sanitärabwasser gemeinsam zur Kläranlage geleitet. Wird durch stärkere Regenereignisse das Lübecker Mischkanalnetz überlastet, kommt es zu einem sogenannten Mischwasserabschlag, bei dem Regen- und ungereinigtes Sanitärabwasser in die Trave gelangen. Insbesondere im Bereich von Einleitstellen kann der Aufenthalt im Wasser zu Infektionen führen und ist aus gesundheits-hygienischen Gründen zu untersagen. Wer unbeabsichtigt - beispielsweise beim Paddeln - in die Trave fällt, sollte sich anschließend mit klarem Wasser abduschen, um die Gefahr einer Infektion zu minimieren.

Für den Badespaß gibt es vielfältige Alternativen: In Lübeck gibt es sechs offizielle Badestellen, die während der Badesaison von Mitte Mai bis September überwacht werden und deren Wasserqualität regelmäßig vom Umweltbereich der Hansestadt Lübeck überprüft wird. Es handelt sich um Ostsee-Strandabschnitte am Priwall und am Kurstrand, sowie die Fluss-Naturbäder an der Wakenitz: Krähenteich, Falkenwiese, Marli und kleiner See. Auf der Internetseite www.luebeck.de/Baden können Interessierte sich hier über die Wasserqualität (aktuelle Untersuchungsergebnisse) der einzelnen Badegewässer in Lübeck informieren. Darüber hinaus sind hier online weiterführende Informationen zum Umgang mit Algenblüten, Zerkarien oder Quallen abrufbar.

Einer der Einläufe im Bereich der Obertrave. Fotos: VG/JW

Einer der Einläufe im Bereich der Obertrave. Fotos: VG/JW


Text-Nummer: 139130   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 02.07.2020 um 21.48 Uhr

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