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Langzeitarbeitslosigkeit: Pilotstudie am Jobcenter Lübeck

Lübeck: Archiv - 07.07.2020, 09.55 Uhr: Der Anteil der Langzeitarbeitslosen lag im Berichtsmonat Juni in der Hansestadt Lübeck bei 42 Prozent. Von ursprünglich bis zu 4000 Langzeitarbeitslosen werden aktuell noch 2892 Langzeitarbeitslose gezählt. Das Jobcenter Lübeck beteiligt sich als sogenannte Schwerpunktregion "Integrationsarbeit mit Bedarfsgemeinschaften mit Kindern", als eines von 45 Jobcentern an einer bundesweiten Pilotstudie zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit.

Drei spezialisierte Vermittlungsfachkräfte der Geschäftsstelle Moisling beraten ausschließlich Allein- und Erziehende mit Kind(ern) unter 15 Jahren, die in den Stadtteilen Moisling oder Buntekuh leben. Durch den geringen Betreuungsschlüssel der zu betreuenden Personen bleibt ausreichend Zeit für eine umfassende Beratung.

Für Joachim Tag, Geschäftsführer des Jobcenters Lübeck liegen die Vorteile klar auf der Hand: "Bei dem neuen Beratungsansatz steht die Familie im Mittelpunkt. Wir binden die Bedürfnisse jedes einzelnen Familienmitgliedes, die der Mutter, des Vaters und auch die der Kinder, mit in die Beratung ein. Indem wir die gesamte Familie in den Blick nehmen, können wir einzelne Bedarfe der Familien besser erkennen. Dies ermöglicht uns frühzeitig und individuell in der Beratung zu reagieren und passende Unterstützung anzubieten, die es den Eltern ermöglicht, eine Weiterbildung oder Beschäftigung aufzunehmen."

Ziel soll sein, die Motivation aller Familienmitglieder zu steigern, um so der Familie eine Entwicklungsperspektive zu eröffnen. Dies erfolgt immer auch unter Berücksichtigung der Situation der Kinder. Im Fall von Alleinerziehenden kommen Fragen der Unterstützung durch soziale Netzwerke hinzu, bei temporären Bedarfsgemeinschaften Fragen des Umgangs zwischen den getrenntlebenden Eltern. Hilfestellungen bei der Suche nach einer geeigneten Kinderbetreuung werden ebenfalls angeboten. Es werden des Weiteren familienfreundliche Unternehmen oder Leistungen zur Bildung und Teilhabe für Kinder vorgestellt. Als ein Baustein des familienzentrierten Beratungsansatzes werden den Eltern Kinderbücher "Mama und Papa gehen arbeiten" und "Mama geht arbeiten" zur Verfügung gestellt. In diesen Geschichten geht es um Erlebnisse von Kindern, die ihre Mutter bei der Arbeit besuchen. "Diese bunte, einfache kindgerechte grafische Darstellung des Themas kommt bei den Familien sehr gut an", verrät Joachim Tag.

Die speziell geschulten Vermittlungsfachkräfte begleiten die Familien kompetent auf den Weg ins Erwerbsleben, weil sie einen umfassenden Überblick über die Angebote im Stadtteil Moisling/Buntekuh sowie der Hansestadt Lübeck insgesamt haben. Ihnen kommt eine wichtige Lotsenfunktion zu. Sie fungieren als eine Art "Türöffner" zu lokalen Hilfesystemen. Die Vermittlungsfachkräfte können dabei auf die Erfahrungen und Kompetenzen von Partnern aus dem jugend- und familienpolitischen Feld, auf Angebote zur Kinderbetreuung und zahlreicher Beratungsangebote von Bildungs- und Qualifizierungsträgern zurückgreifen. Nach wie vor ist das Projekt "Schwerpunktregion" als lernendes System ausgestaltet, um so auch auf künftige Entwicklungen reagieren zu können und neue Handlungsansätze bereitzustellen.

Für Joachim Tag, Geschäftsführer des Jobcenters Lübeck liegen die Vorteile auf der Hand. Foto: Jobcenter Lübeck

Für Joachim Tag, Geschäftsführer des Jobcenters Lübeck liegen die Vorteile auf der Hand. Foto: Jobcenter Lübeck


Text-Nummer: 139202   Autor: Jobcenters Lübeck   vom 07.07.2020 um 09.55 Uhr

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