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Spahn informierte sich bei Euroimmun

Lübeck: Archiv - 07.07.2020, 14.44 Uhr: Hochkarätigen virtuellen Besuch bekam am Dienstag das Lübecker Unternehmen Euroimmun. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Ministerpräsident Daniel Günther informierten sich per Video-Schaltung über die Weiterentwicklung des COVID-19 Testverfahrens.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigte sich sehr interessiert an den im Gespräch präsentierten Testverfahren für die COVID-19-Diagnostik. Ministerpräsident Daniel Günther sagte nach der gemeinsamen Videokonferenz: „Mit der Corona-Pandemie sind weltweit bestimmte Branchen in den Fokus geraten. EUROIMMUN hat hier durch die Entwicklung von Testsystemen für die Diagnostik sehr schnell auf das Ausbruchsgeschehen reagiert. Jetzt ist überall bekannt, dass einer der weltweit führenden Hersteller von medizinischen Labordiagnostika hier aus Schleswig-Holstein kommt."

Euroimmun bietet bereits seit März 2020 ein umfassendes Testpaket für die Diagnostik der neuen Infektionskrankheit COVID-19 an. Dieses reicht von der RT-PCR für die Feststellung akuter Infektionen bis hin zu verschiedenen serologischen Tests, sogenannten ELISA, zum Nachweis von Antikörpern gegen den Erreger SARS-CoV-2. Mithilfe des Antikörpernachweises können diejenigen identifiziert werden, die eine nicht mehr akute SARS-CoV-2-Infektion aufweisen oder eine solche in der Vergangenheit durchgemacht haben. Darüber hinaus tragen serologische Studien dazu bei, die Virusübertragung und -ausbreitung zu erforschen. Auch sind die ELISA bei der Entwicklung von Impfstoffen und Therapeutika von großer Relevanz.

Neu ist nun die Option, die Antikörpertestungen nicht mehr nur mit Blutproben durchzuführen, die aus einer Vene entnommen wurden, sondern dafür getrocknete Kapillarblutstropfen aus der Fingerkuppe einzusetzen. Die auch unter dem Begriff „dried blood spots“ (DBS) bekannten Blutstropfen wurden bereits am 26. Juni 2020 als alternatives Probenmaterial für die Anti-SARS-CoV-2-Antikörpertests (IgG) der Euroimmun AG zugelassen. „Der Vorteil ist, dass die Blutstropfen schnell und ohne Spritze nur durch einen kleinen Piks aus der Fingerspitze gewonnen werden können. Das kann auch zu Hause gemacht werden“, erklärt Dr. Wolfgang Schlumberger. „Das Blut wird anschließend einfach auf ein Filterpapier getropft und getrocknet und kann dann per Post an den Arzt oder ein Labor zur Analyse verschickt werden.“

Das Verfahren eignet sich sowohl für Einzelpersonen, die die Probennahme dank der einfachen Anwendbarkeit auch ohne medizinisches Fachpersonal durchführen können und sich so den Gang zum Arzt ersparen, als auch zum Einsatz in Studien und bei Untersuchungen größerer Personenzahlen. Euroimmun wird dafür ein Blutabnahmeset anbieten, das sämtliche erforderliche Materialien für die Abnahme der Blutprobe aus dem Finger enthält. In wenigen Tagen wird das Set CE-gekennzeichnet und steht dann zur Verfügung. Der Vertrieb des Blutabnahmesets erfolgt über akkreditierte Diagnostiklabore. Ab Mitte Juli wird auch das Robert Koch-Institut die Blutabnahmesets für serologische Studien mit Privatpersonen einsetzen.

Ministerpräsident Daniel Günther bei einem Besuch von Euroimmun Anfang Juni. Foto: Euroimmun/Archiv

Ministerpräsident Daniel Günther bei einem Besuch von Euroimmun Anfang Juni. Foto: Euroimmun/Archiv


Text-Nummer: 139213   Autor: Euroimmun/red.   vom 07.07.2020 um 14.44 Uhr

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