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SPD für Dialog mit Karstadt, Vermieter und Beschäftigten

Lübeck: Archiv - 18.07.2020, 19.17 Uhr: Die SPD-Lübeck und die Bürgerschaftsfraktion fordern den Vermieter des Lübecker Karstadt- Gebäudes, die Highstreet Holding GbR auf, ihre Blockadehaltung zu beenden und sich auf sofortige Gespräche ein zulassen, die eine deutliche Senkung der Mieten zum Ziel haben. Bei den rund 160 Arbeitsplätzen gehe es zu 90 Prozent um Beschäftigungsverhältnisse für Frauen.

Peter Petereit, SPD-Fraktionsvorsitzender: "Die Miete für das Karstadtgebäude in Lübeck ist deutlich überhöht. Ein Mietanteil von etwa 20 Prozent des Umsatzes ist nicht zu erwirtschaften. Marktüblich wäre nur die Hälfte. Die überhöhten Mieten des Konsortiums aus Goldmann Sachs Whitehall und Deutsche Bank sind eine der Hauptursachen für die desolate Lage von Karstadt Lübeck und auch an anderen Standorten. Besonders bitter ist dabei, dass die Deutsche Bank ihren Anteil an Highstreet über ihre Tochtergesellschaft RREEF verwaltet. RREEF gehören auch 37,5 der Lübecker Hafen- Gesellschaft (LHG). Durch das jahrelange heuschreckenartige Verhalten als Mitgesellschafter ist RREEF mit verantwortlich für die aktuellen Probleme der LHG und ihrer Beschäftigten."

Jörn Puhle, Kreisvorsitzender: "Nun also das gleiche Spiel bei Karstadt? Konzerne wie Highstreet wollen offenbar einzig und allein so viel Geld wie möglich herausziehen, die Folgen sind egal. Sie haben in unserer sozialen Marktwirtschaft aber ebenso eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung sowohl für die Mitarbeiter und deren Familien, als auch dafür, dass Innenstädte kaufmännisch am Leben erhalten werden können."

Außerdem, so die SPD, nütze es niemanden, am wenigsten Highstreet, wenn Karstadt schließt und die Gebäude gegebenenfalls jahrelang leer stehen und keinerlei Miteinnahmen generieren.

Petereit und Puhle abschließend: "Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass Karstadt Lübeck erhalten bleiben kann und stehen an der Seite des Betriebsrats und der Mitarbeiter. Die Zahlen des Standortes scheinen zu passen. Wir fordern einen Zukunftsdialog zwischen Karstadt, Highstreet, Stadt und vor allem auch den Beschäftigten über den Weg in die neue Zeit für den Standort. Ein tragfähiges Konzept ist möglich - wenn die Mieten marktüblich angepasst werden. Wir sind jederzeit bereit, uns in Gespräche darüber einzubringen. Diese dürfen jedoch nicht auf die lange Bank geschoben werden, sondern müssen umgehend beginnen."

SPD-Fraktionschef Peter Petereit fordert zusammen mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Jörn Puhle Gespräche über die Miethöhe bei Karstadt Lübeck.

SPD-Fraktionschef Peter Petereit fordert zusammen mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Jörn Puhle Gespräche über die Miethöhe bei Karstadt Lübeck.


Text-Nummer: 139396   Autor: SPD   vom 18.07.2020 um 19.17 Uhr

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