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Partys in Lübeck: Bußgelder, Masken und Sperrungen

Lübeck: Archiv - 20.07.2020, 16.20 Uhr: Am Samstag hatte Bürgermeister Jan Lindenau angekündigt, mit drastischen Maßnahmen gegen Partys auf Plätzen und Straßen mit vielen Teilnehmern vorzugehen. Jetzt macht er ernst: Ab sofort gibt es Bußgelder. Außerdem werden Zugangsbeschränkungen, Sperrungen und eine Maskenpflicht für drei öffentliche Plätze geprüft.

Seit drei Wochen prüfen Polizei und Ordnungsdienst am Wochenende öffentliche Plätze im Lübecker Stadtgebiet. Ihr Fazit: Trotz der Ankündigung am Samstag hat die Zahl der Partygäste eher zu- als abgenommen. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Bereiche in Lübeck: der neue Drehbrückenplatz, der Carlebach-Park im Hochschulstadtteil und die Clemensstraße. Dort seien in Wochenendnächten 200 bis 250 Personen angetroffen worden, berichtet die Stadtverwaltung.

Am vergangenen Wochenende stellten die Ordnungsbehörden bereits 60 Personalien von Feiernden fest. Für sie gab es eine mündliche Verwarnung. Sollten sie erneut bei der Missachtung des Mindestabstands festgestellt werden, drohen empfindliche Strafen. Das Bußgeld von 150 Euro wird nur beim ersten Verstoß fällig. "Danach wird es deutlich teurer", so Nicole Dorel, Sprecherin der Stadtverwaltung.

Weitere Maßnahmen befinden sich in der Prüfung. So kann es zu den Plätzen Zugangsbeschränkungen oder Absperrungen geben. Dazu könne dann die bereits angekündigte Maskenpflicht kommen. Die Entscheidungen fallen noch vor dem Wochenende.

Aktuell gibt es in Lübeck zwei an COVID-19 erkrankte Personen. "Das soll so bleiben", begründet Nicole Dorel das Vorgehen. Eine infizierte Person, die keine Symptome zeige, könne bei den vollen Plätzen viele andere Menschen anstecken.

"Das Abstandsgebot von 1,5 Meter gilt nach der Landesverordnung weiterhin", mahnt Bürgermeister Jan Lindenau. "Zugangsbeschränkungen und eine Ausweitung der Mund-Nase-Bedeckungspflicht sind hier denkbare Mittel. Die Maßnahmen werden spätestens ab dem kommenden Wochenende greifen. Ich bedaure, dass die Appelle an die Vernunft bisher nicht geholfen haben, die Situation zu entspannen. Wir können aber nicht die Augen davor verschließen, dass die Landesverordnung missachtet wird und eine kleine Gruppe an Menschen eine Gefahr für Viele darstellen. Ich danke allen Lübeckerinnen und Lübeckern sowie unseren Gästen, die sich vorbildlich und verantwortungsbewusst verhalten. Sie haben dazu beigetragen, dass wir bisher gut durch die Corona-Pandemie gekommen sind und nur niedrige Infektionszahlen aktuell haben."

Die Situation in der Clemensstraße am vergangenen Wochenende. Foto: Hansestadt Lübeck

Die Situation in der Clemensstraße am vergangenen Wochenende. Foto: Hansestadt Lübeck


Text-Nummer: 139425   Autor: VG   vom 20.07.2020 um 16.20 Uhr

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