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Lindenau: Ich hätte den Rotspon-Cup gewonnen!

Lübeck - Travemünde: Archiv - 23.07.2020, 11.59 Uhr: Eigentlich hätte in diesem Tagen die Travemünder Woche stattfinden sollen. Die musste durch die Pandemie abgesagt werden. Alle Beteiligten trafen sich trotzdem, um die Großveranstaltung für das kommende Jahr vorzubereiten.

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Frank Schärffe, Geschäftsführer der Travemünder Woche gGmbH, und der sportliche TW-Leiter Jens Kath die Partner, hatten Förderer und Unterstützer der Travemünder Woche zu einem Cometogether geladen, um nach einem Rückblick auf die aktuelle Situation die Planungen für das kommende Jahr zu erläutern.

Die Begrüßungen der TW-Verantwortlichen und -Förderer waren herzlich, aber von Corona-bedingtem Abstand geprägt: ein Tipp mit dem Ellenbogen oder dem Schuh, ein Gespräch durch den Mund-Nasen-Schutz. Als durch die Tischordnung im Ballsaal des Atlantic Grand Hotels die Abstände aber fest reguliert waren, durften die Masken abgenommen werden.

Trotz des Ausfalls der Travemünder Woche hatte TW-Geschäftsführer Frank Schärffe Grund zur Freude bei diesem Treffen. Denn der gut gefüllte Ballsaal zeigte die Wertschätzung, die der TW entgegengebracht wird. So war die Stadt mit Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer, Bürgermeister Jan Lindenau und Senatorin Kathrin Weiher der Kurdirektion und der Lübeck und Travemünde Marketing vertreten. Frank Schärffe betonte in seiner Begrüßung dann auch, dass die TW der Stadt besonderen Dank schuldet. Denn ohne die Zusicherung der Corona-Soforthilfe durch die Hansestadt hätte die Geschichte der TW nach über 130 Jahren wohl ein Ende gefunden. Die TW wird organisiert durch die Travemünder Woche gGmbH, die durch ihre Gemeinnützigkeit keine Rücklagen bilden kann. „Das hätten wir allein nicht wuppen können“, gestand Frank Schärffe. Jan Lindenau betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Travemünder Woche für die Stadt: „Die Soforthilfe soll gewährleisten, dass die Planungen für das kommende Jahr unbelastet angegangen werden können.“

Dann wird Jan Lindenau auch selbst wieder ins Geschehen eingreifen, wenn er zum Volksbank Rotspon Cup antritt. „Ich gehe davon aus, dass ich in diesem Jahr gewonnen hätte“, erklärte er mit einem Augenzwinkern.

Doch nicht nur Lübecks Bürgermeister freut sich auf die Segelwettbewerbe in 2021. Der sportliche Leiter Jens Kath hatte nach der Absage der TW 2020 zwei einige Bedenken, wie die Segelklassen reagieren würden, kann sich aber für 2021 kaum vor Anfragen retten: „Die Absage in diesem Jahr war schon bitter, denn wir hätten ein tolles Programm gehabt, vielleicht sogar die 1000-Boote-Marke geknackt. Aber 2021 steht dem kaum nach.“

Auf möglicherweise ganz neue Herausforderungen werden sich die Organisatoren des Landprogramms einstellen müssen. Uwe Bergmann, Geschäftsführer des Vermarkters uba, brach dabei eine Lanze für die großen Unterstützer, aber auch kleinen Schausteller und Standbetreiber. Die Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck GmbH, Dr. Jens Meier und Leif Reitis, sowie der Geschäftsführer der Trave Netz GmbH Sven Bäumler ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, mehr über das kommende Jahr zu erfahren. Die Stadtwerke prägen mit der Unterstützung des Bühnenprogramms und einem eigenen Auftritt neben den TW-Partnern boot und Holsten sowie der Possehl-Stiftung und marinepool das Bild des Festivals. „Wir freuen uns über Partner, die sich in das Event einbringen, denn so lässt sich die Travemünder Woche weiterentwickeln. Die vielen Standbetreiber und Dienstleister sind aber auch ein ganz wichtiger Part der Veranstaltung. Auch sie vertreten die Travemünder Woche, engagieren sich und tragen mit ihren Gebühren dazu bei, dass das Event erst möglich ist“, sagte Uwe Bergmann. Daneben gibt es viele Bereiche, die zu einem Gelingen der Segel- und Festivalwoche beitragen.

Für das kommende Jahr wird sich zeigen müssen, wie sich die Pandemie auf die Gestaltung des Areals auswirken wird, welche neuen Regelungen zu beachten sein werden, um die Schritte zurück in die Normalität gehen zu können. Diese Herausforderungen werden in enger Abstimmung der Vermarkter und der TW-Geschäftsführung gestemmt. „Wir werden in den Wintermonaten die Konzepte ausarbeiten und auf die Gegebenheiten anpassen, wenn klar wird, was uns im kommenden Jahr erwartet“, sagte Frank Schärffe.

Jan Lindenau musste dieses Jahr auf den Rotspon-Cup verzichten. Foto: segel-bilder.de

Jan Lindenau musste dieses Jahr auf den Rotspon-Cup verzichten. Foto: segel-bilder.de


Text-Nummer: 139468   Autor: TW/red.   vom 23.07.2020 um 11.59 Uhr

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