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Die Linke will Alternativen für die Clubszene

Lübeck: Archiv - 27.07.2020, 12.53 Uhr: "Nachdem es bei den Clubs in der Clemensstraße und beim Drehbrückenplatz zu größeren Menschenansammlungen kam, griff die Stadt rigoros durch und hat Zugangsbeschränkungen erlassen, die mit hoher Polizeipräsenz durchgesetzt werden", kritisiert Die Linke Lübeck. Sie wünscht sich Alternativen,

"Nach dem Lockdown, wollen die Menschen wieder zusammenkommen. Wir alle haben gemerkt, wie wichtig uns die Sozialkontakte sind. Gerade für Jugendliche und Jungerwachsene ist das Zusammenkommen mit ihren Freunden besonders wichtig. Keine Schule, kein Sport, keine Vereine - das war für diese Gruppen besonders hart. Nun muss die Stadt auch auf die Bedürfnisse der jungen Menschen in der Stadt eingehen," erklärt Katjana Zunft, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken.

"Es kann auch nicht angehen, dass wir darüber reden, wie wir einen Weihnachtsmarkt in Lübeck durchsetzen, bei dem wir bis zu 2 Millionen Gäste erwarten, und gleichzeitig der Clubszene wie in der Clemensstraße mit einer Zugangsbeschränkung von 55 Personen die Lebensgrundlage entziehen. Es müssen Alternativen her. Das Wochenende hat gezeigt, dass die Gäste nun ganz wegbleiben und die Clubs so schließen werden müssen", empört sich Katjana Zunft weiter.

Die Linke schlägt vor, die Parkplätze an der Untertrave für den Gastrobereich zu sperren, so wie es in Düsseldorf und anderen deutschen Städten bereits passiert ist.

"Wir müssen lernen, Alternativen statt Verbote zu finden. Wir haben mit den Gastronomen in der Clemensstraße gesprochen, auch diese wünschen sich Dialog statt Vernichtung ihrer Läden. Öffnen wir die Parkplätze für Stühle und Tische, würde sich die Situation entzerren. Und allen wäre geholfen", erklärt Katjana Zunft.

So neu sei die Idee nicht, da die Stadt vor Jahren ja selber die Untertrave zu einem Aufenthaltsort ausbauen wollte. "Jetzt zeigt sich, wie wichtig dieser Umbau der Untertrave gewesen wäre."

"Draußen ist das neue Drinnen! Corona ist auch eine Chance, neue Wege zu gehen und die Bedürfnisse den Geboten der Sicherheit und Gesundheit anzupassen. Wir befürchten auch, wenn man den Jugendlichen und Jungerwachsenen nicht entgegenkommt, dass die Stimmung ähnlich wie in Frankfurt oder Stuttgart kippen könnte. Auch für andere Clubs der Stadt wünschen wir uns Lösungen, die sowohl die Sicherheit aber auch die Betreiber und Gäste im Blick hat." ergänzt Andreas Müller, Vorsitzender und sozialpolitischer Sprecher der Linken.

Andreas Müller und Katjana Zunft schlagen eine Umwidmung der Parkplätze in einen Partybereich vor.

Andreas Müller und Katjana Zunft schlagen eine Umwidmung der Parkplätze in einen Partybereich vor.


Text-Nummer: 139523   Autor: Linke/red.   vom 27.07.2020 um 12.53 Uhr

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