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Munition im Meer: Minister setzt auf neue Technik

Schleswig-Holstein: Archiv - 04.08.2020, 16.49 Uhr: Rund 50.000 Tonnen Weltkriegsmunition liegen noch in der Lübecker Bucht (wir berichteten. Umweltminister Jan Philipp Albrecht sieht durch den Einsatz digitaler Formate und künstlicher Intelligenz große Chancen auf Fortschritte bei der Bergung

„Die Digitalisierung spielt eine wichtige Rolle bei der Erfassung und Bergung von Munitionsaltlasten im Meer. Aktuelle Projekte zeigen, dass durch intelligente Erhebung und Integration von Daten sowie deren anschließende Auswertung mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Einsatzmöglichkeiten verbessert werden“, sagte Albrecht am Dienstag auf einer Veranstaltung des GEOMAR zum Thema Munitionsaltlasten. Im Mittelpunkt stand dabei das Projekt BASTA (Boost Applied munition detection through Smart data inTegration and AI workflows), das die digitale Datenerfassung mit künstlicher Intelligenz in der Auswertung kombiniert.

„Munitionsaltlasten stellen eine Belastung für unsere Meere dar. Es ist an der Zeit, diesem Problem aktiv entgegenzutreten. Die Wissenschaft liefert mithilfe digitaler Daten und künstlicher Intelligenz wesentliche Grundlagen der Bewertung“, so Albrecht. Er verwies auf die aktuellen Forschungsergebnisse, zu denen das GEOMAR und andere Forschungsinstitute in Schleswig-Holstein in nicht unerheblicher Weise beigetragen haben und die das Projekt BASTA erheblich erweitern wird.

„Schleswig-Holstein kann das Problem der Munition im Meer nicht alleine lösen“, betonte der Minister. Vielmehr werde es mit nationalen und internationalen Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Politik gemeinsam angegangen. Auf Initiative von Schleswig-Holstein hatten sich im November 2019 Bund und Länder auf der Umweltministerkonferenz klar zu ihrer Verantwortung bekannt, bei der Beseitigung der Kriegsfolgen in Nord- und Ostsee ihren Anteil zu leisten.

Die Veranstaltung des GEOMAR bringt Mitglieder des Deutschen Bundestages und der Ostseeparlamentarierkonferenz, Beschäftigte verschiedener Verwaltungen des Bundes und der Küstenländer sowie Forschende zusammen, um sich über dieses Thema auszutauschen.

„Ganz besonders freue ich mich, dass wir das Thema der Munitionsaltlasten auch in der internationalen Zusammenarbeit zum Schutz der Ostsee, nämlich bei HELCOM während des deutschen Vorsitzes in den nächsten zwei Jahren voranbringen können.“ HELCOM-Vorsitzende Frau Dr. Busse vom Umweltbundesamt sowie die Vize-Vorsitzenden Dr. Röpke (Mecklenburg-Vorpommern) und Dr. Oelerich (Schleswig-Holstein), die ebenfalls an der Veranstaltung teilnahmen, hatten sich darauf verständigt, Munition im Meer zu einem der Schwerpunkte des Vorsitzes zu machen. Schleswig-Holstein, das den Vize-Vorsitz im ersten Jahr innehat, wird den Informationsaustausch und die Planungen für gemeinsame Lösungen aller Betroffenen im Ostseeraum vorantreiben.

Weitere Informationen: www.schleswig-holstein.de/DE/UXO/uxo.html.

Die Munitionsaltlasten waren am Dienstag Thema auf einer Konferenz in Kiel. Foto: JW/Archiv

Die Munitionsaltlasten waren am Dienstag Thema auf einer Konferenz in Kiel. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 139659   Autor: MELUND/red.   vom 04.08.2020 um 16.49 Uhr

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