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Ab Klasse 7: Land empfiehlt Masken

Schleswig-Holstein: Archiv - 05.08.2020, 10.03 Uhr: Zum Start des Schuljahres 2020/21 stellte Bildungsministerin Karin Prien am Mittwoch das Schuljahr um Corona-Regelbetrieb vor. "Wir sind gut vorbereitet", betonte Ministerin Prien gleich zu Beginn der Pressekonferenz. Für die Landesregierung sei klar, dass man so viel und so lange Präsenzunterricht wie möglich für so viele Schülerinnen und Schüler wie möglich als Ziel habe. Auch das Thema Mund-Nasen-Schutz war im Vorfeld viel diskutiert worden.

Prien erläuterte auch die dringende Empfehlung des Ministeriums, eine Mund-Nasen-Bedeckung in der Schule zu tragen. "Gerade in den ersten beiden Wochen nach den Ferien, wenn Einträge von Urlaubsrückkehrern nicht auszuschließen sind, ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sinnvoll", so Prien. Man setze auf das Kohortenprinzip: Feste Gruppen sollen helfen das Ausbruchsgeschehen zu begrenzen, Schließungen sollen so vermieden werden. Da diese Gruppen sich aber erst bilden müssten, gelte die Empfehlung, zumindest die ersten beiden Wochen einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Bei Grundschülern verzichte man auf diese Empfehlung. Auf den Fluren, Schulhöfen etc. sei das Tragen aber allen angeraten.

Eine dauerhafte Verpflichtung ohne hohe Inzidenz vor Ort sieht Prien dagegen kritisch und wird von einem Gutachten unterstützt, das am Donnerstag von wichtigen medizinischen Gesellschaften veröffentlicht wurde.

"Wir haben die Eltern über die Hygieneregeln in den Schulen frühzeitig informiert und Informationen auch in mehreren Sprachen zur Verfügung gestellt. Die Eltern können sich darauf verlassen, dass ihre Kinder in Schulen kommen, die gut vorbereitet sind", so Prien.

Das Bildungsministerium erarbeitet derzeit in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium einen Corona-Reaktionsplan ähnlich wie Bayern und Sachsen, der den Schulen ganz konkret eine Handlungsorientierung geben soll, wie bei welchem Ausbruchsgeschehen reagiert werden kann. "Dabei betrachten wir sowohl den jeweiligen Landkreis oder die kreisfreie Stadt als auch das Infektionsgeschehen vor Ort", so Prien.

Die Coronapandemie habe zu einem gewaltigen Innovationsschub in der digitalen Bildung geführt. "Das Sofortausstattungsprogramm um Schulen mit digitalen Endgeräten zu versorgen ist, seit ich mich erinnern kann, das erste Bundesprogramm dieser Art, das seinen Namen wirklich verdient", betonte die Ministerin.

"Die Gesundheit unserer Lehrkräfte ist mir sehr wichtig", betonte die Ministerin. Gerade in den vergangenen Wochen und Monaten habe Schleswig-Holstein erleben können, dass es sich auf seine Lehrkräfte verlassen könne. Lehrkräfte, die von ihrem Hausarzt eine relevante Vorerkrankung attestiert bekommen haben, könnten sich an den betriebsmedizinischen Dienst des Ministeriums wenden. Der betriebsärztliche Dienst prüfe dann unter Berücksichtigung des aktuellen Infektionsgeschehens, was die eventuell notwendigen Maßnahmen vor Ort sind, um Lehrkräfte zu schützen oder ob sie von Zuhause arbeiten müssen.

Auch zu Tests nahm die Ministerin Stellung. "Schleswig-Holstein hat eine ausdifferenzierte und umfangreiche Teststrategie. Jetzt, zum Ende der Sommerferien, konzentrieren wir uns darauf, dass wir die Testkapazitäten nutzen, um die Urlaubsrückkehrer, insbesondere jene aus Risikogebieten zu testen."

Die Landesregierung stellte das Schuljahr um den Corona-Regelbetrieb vor.

Die Landesregierung stellte das Schuljahr um den Corona-Regelbetrieb vor.


Text-Nummer: 139665   Autor: Bimi SH/Red.   vom 05.08.2020 um 10.03 Uhr

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