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Grüne: Keine zusätzlichen Bauplätze für Einfamilienhäuser

Lübeck: Archiv - 05.08.2020, 11.42 Uhr: Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Lübecker Bürgerschaft fordert, in den kommenden Jahren keine zusätzlichen Bauplätze für Einfamilienhäuser in Lübeck auszuweisen und widerspricht damit den Forderungen von CDU und SPD.

Hierzu erklärt der bau- und verkehrspolitische Sprecher Arne-Matz Ramcke:

(")Was CDU und SPD bei Ihren Forderungen nach zusätzlichen Baugebieten für EFH übersehen: Der Wunsch nach einem Eigenheim lässt sich auch verwirklichen, indem ein bereits existierendes Haus in Lübeck gekauft und ggf. saniert und renoviert wird. Zunehmend geburtenstärkere Jahrgänge geben ihre Häuser auf und zunehmend weniger Kinder möchten die Häuser ihrer Eltern übernehmen und verkaufen sie stattdessen. Dadurch gibt es bereits heute ein zunehmendes Angebot für EFH in praktisch allen Preislagen (und unter anderem dank des Erbbaurechts). Ein Teil dieser Häuser ist zudem abgängig und erfordert einen Neubau, sodass auch Bauwillige in den Lübecker Siedlungen vielfach finden, was sie suchen. Daher ist es aus unserer Sicht deutlich sinnvoller, Angebote zu schaffen, dass Menschen innerhalb Ihrer Quartiere in altersgerechte und barrierefreie Mehrfamilienhäuser umziehen können und damit in die bestehenden Häuser und Siedlungen für kommende Generationen "freiziehen", statt zusätzliche Flächen am Stadtrand zu versiegeln.(")

Das Bürgerschaftsmitglied Dr. Axel Flasbarth ergänzt:

(")Aktuell erleben wir eine sehr angespannte Situation auf dem Lübecker Wohnungsmarkt. Die Mieten steigen seit Jahren deutlich schneller als Löhne und Preise, und insbesondere Menschen, die auf preisgünstige Wohnungen angewiesen sind, finden kaum adäquaten Wohnraum. In Lübeck haben es immer noch nicht alle Flüchtlinge geschafft, eine eigene Wohnung zu finden. Die zügige Schaffung neuen Wohnraums ist der einzige Weg, den Lübecker Wohnungsmarkt dauerhaft zu entspannen. Vor diesem Hintergrund halten wir es für notwendig und sinnvoll, die knappen Ressourcen der Verwaltung prioritär auf dieses Segment zu fokussieren. Dass die Lübecker GroKo die entsprechende Planung der Verwaltung durchkreuzt und auf der zusätzlichen Schaffung von Kleinbaugebieten (Wulfsdorf, Holzkoppel, Steinrader Damm) mit zusammen weniger als 70 Bauplätzen bestanden hat, halten wir für einen großen Fehler. Dass die GroKo jetzt weitere Schritte in diese, aus unserer Sicht verfehlte Richtung fordert, ist für uns nicht hinnehmbar.(")

Arne-Matz Ramcke ist der bau- und verkehrspolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen in der Lübecker Bürgerschaft.

Arne-Matz Ramcke ist der bau- und verkehrspolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen in der Lübecker Bürgerschaft.


Text-Nummer: 139667   Autor: Grüne Fraktion/Red.   vom 05.08.2020 um 11.42 Uhr

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