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Grüne: Queer und bunt ist die Zukunft!

Lübeck: Archiv - 15.08.2020, 14.43 Uhr: Anlässlich des CSD am 15. August in Lübeck und damit dem Höhepunkt und Ende der CSD Week äußert sich der Kreisverband und die Bürgerschaftsfraktion der Lübecker Grünen.

Simone Stojan und Jasper Balke, Kreisvorsitzende der Lübecker Grünen sagen dazu:

(")Der CSD sowie der symbolische Akt des Flaggehissens sind für die Sichtbarkeit der queeren Community, für Vielfalt und Gleichberechtigung äußerst wichtig.

Trotzdem darf es zu diesem Anlass nicht bei reiner Symbolik bleiben. Noch immer werden queere Menschen sowohl gesellschaftlich, als auch rechtlich benachteiligt. Das geht beim Recht auf Blutspenden los, das bis zum heutigen Tag Bi- und homosexuellen Männern verwehrt wird. Auch bürokratische Hürden hinsichtlich der Selbstbestimmung transsexueller Menschen oder Adoptionsverfahren von queeren Paaren müssen endlich abgeschafft werden.

Gesellschaftlich bedarf es hingegen einer breiten Aufklärung, die die Normalität des vermeintlich Unnormalen aufzeigt. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das Bildungssystem, aber auch die Sichtbarkeit queerer Menschen in Politik, Sport und Freizeit.(")

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Lübecker Bürgerschaft Bruno Hönel ergänzt:

(")Wir Grüne stehen für eine Gesellschaft ein, in der jeder Mensch verschieden sein kann, aber gleich an Rechten, gleich an Würde und frei von Diskriminierung. Lübeck ist eine bunte und diverse Stadt. Bei der Lübecker Pride treffen wir uns einmal jährlich, um das Erreichte zu feiern und Signale für die Zukunft zu setzen. Darauf können wir stolz sein und unseren leidenschaftlichen Vorkämpfern von queeren Verbänden und Vereinen sind wir zu Dank verpflichtet. Leider macht uns Corona in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung. Unabhängig davon wollen wir die Woche dennoch nutzen, um klar zu stellen, dass es nachweislich noch immer strukturelle Benachteiligung aufgrund der sexuellen Orientierung und des Geschlechtes gibt.

In Lübeck fordern wir Grüne daher einen Aktionsplan für ein queeres Lübeck, mit dem wir die gesundheitliche Situation von LSBTI* verbessern wollen!

Auch auf Bundesebene werden wir Grüne weiter streiten für ein Selbstbestimmungsgesetz, welches das diskriminierende Transsexuellengesetz ablöst. Wir wollen, dass die Anpassung von Vornamen und Berichtigung des Geschlechtseintrages deutlich vereinfacht werden und nur vom Geschlechtsempfinden der Antragstellenden abhängig gemacht werden. Unsere Gesellschaft braucht eine politische Antwort auf anhaltende LSBTI-Feindlichkeit, auf den zunehmenden Hass und die Hetze – im Netz und auf der Straße – auf die Worte, aus denen immer wieder auch Taten folgen. Dafür feiern wir den CSD!(")

Bruno Hönel, Fraktionschef der Grünen in der Bürgerschaft, setzt sich für einen Aktionsplan für ein queeres Lübeck ein.

Bruno Hönel, Fraktionschef der Grünen in der Bürgerschaft, setzt sich für einen Aktionsplan für ein queeres Lübeck ein.


Text-Nummer: 139876   Autor: Grüne   vom 15.08.2020 um 14.43 Uhr

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