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8,3 Prozent Frauen in Top-Positionen öffentlicher Unternehmen

Lübeck: Archiv - 16.08.2020, 15.02 Uhr: Nur eine von fünf Top-Positionen im Management öffentlicher Unternehmen (19,5%) wurde im April 2020 bundesweit von einer Frau bekleidet. Die Hansestadt Lübeck steht im Vergleich der 69 Städte mit 8,3% abgeschlagen auf Platz 58.

Das ist das Ergebnis der „FIT“-Studie („Frauen in Top-Management-Organen öffentlicher Unternehmen“) der Universität Friedrichshafen, die im Juli 2020 veröffentlicht wurde. Landesweit schaffte es nur Norderstedt in die Spitzengruppe (33%; Platz 8). Kiel, Neumünster und Flensburg landeten ebenfalls auf hinteren Rängen: Platz 52 (11%), 62 (5,3%) und 67 (0% Frauen). Schleswig-Holstein landete mit 10,4% Frauen im Ländervergleich auf dem vorletzten Platz, konnte den Anteil von Frauen jedoch um 2,3% steigern.

Dabei hatte die Hansestadt Lübeck schon 2014 Grundsätze guter Unternehmens- und Beteiligungsführung, den sogenannten „Public Corporate Governance Kodex“ (PCGK) beschlossen, die auch Regelungen zur Frauenförderung enthalten.

„Bei der Besetzung der Aufsichtsräte schneidet Lübeck aufgrund des jetzt endlich konsequent umgesetzten schleswig-holsteinischen Gleichstellungsgesetzes und der Beharrlichkeit der Gleichstellungsbeauftragten im Land mit inzwischen 50% Frauen gut ab. Im Hinblick auf die Top-Management-Positionen gibt es jedoch noch viel Luft nach oben. Gerade hier sollten wir nicht länger auf die Expertise der Frauen verzichten“, so Elke Sasse, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Lübeck.

69 Städte mit 1.469 öffentlichen Unternehmen wurden in der Studie darauf untersucht, wie viele Männer und Frauen in der Geschäftsführung, Geschäftsleitung bzw. im Vorstand waren. Seit 2018 hat sich demnach kaum etwas verändert. Beim Wechsel von Positionen kamen bundesweit zu 78% wieder Männer auf die Top-Positionen.

„Wir brauchen auch für kommunale Gesellschaften aktive Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in den Chefetagen. Frauen sollten dort selbstverständlich sein; auch bauen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie dem Fachkräftemangel vor“, sagt Petra Schmittner, Mitarbeiterin im Lübecker Frauenbüro.

Seit 2016 schreibt die schleswig-holsteinische Gemeindeordnung vor, dass auch die kommunalen Gesellschaften über diesbezügliche Maßnahmen gegenüber dem Innenministerium zu berichten haben. „In Kürze werden also die ersten Berichte der Kommunen vorliegen – und es wird deutlich werden, wo bei den kommunalen Gesellschaften landesweit, aber auch für jede einzelne Kommune, besonderer Handlungsbedarf besteht“, hofft Gleichstellungsbeauftragte Elke Sasse.

Link zur Studie: www.researchgate.net

Lübeck Beauftragte für Gleichstellung Elke Sasse sieht beim Frauenanteil bei Top-Positionen noch viel Luft nach oben.

Lübeck Beauftragte für Gleichstellung Elke Sasse sieht beim Frauenanteil bei Top-Positionen noch viel Luft nach oben.


Text-Nummer: 139885   Autor: Frauenbüro   vom 16.08.2020 um 15.02 Uhr

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