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CDU hat wenig Verständnis für Flughafen-Proteste

Lübeck: Archiv - 17.08.2020, 10.19 Uhr: Mit dem heutigen Tag gibt es wieder Linienflugverkehr am Flughafen Lübeck. Während Gruppen wie "Fridays for Future" oder "Extinction Rebellion" protestieren, begrüßt die Lübecker CDU die Aufnahme von Linienflügen nach München und Stuttgart. Die CDU bemängelt in der öffentlichen Diskussion zudem eine oft erkennbare "populistische Schwarz-Weiß-Malerei" und fordert eine differenzierte Bewertung des Flugverkehrs.

Bernhard Simon, der den Lübecker Süden für die CDU in der Bürgerschaft vertritt:

(")Eine Selbstverständlichkeit vorweg: Jeder sollte sorgfältig abwägen, welches Verkehrsmittel im Einzelfall unter ökologischen und ökonomischen Aspekten die beste Lösung ist. Für Kurzstrecken wie zum Beispiel nach Düsseldorf oder Köln (weniger als 500 Kilometer), sollte man tatsächlich nur noch in ganz besonderen Ausnahmefällen das Flugzeug nutzen. Anders beurteilen wir die heute am Flughafen Lübeck aufgenommenen Verbindungen. Hier geht es an das andere Ende Deutschlands. Bei Entfernungen von circa 830 Kilometer nach München und etwa 720 Kilometer nach Stuttgart halbiert ein Flug von Lübeck die Reisezeit im Vergleich zur Bahn (Bahn: in der Regel mindestens 7 Stunden - bei 10 bis 12 Minuten Umsteigezeit in Hamburg, sonst mindestens weitere 30 Minuten länger. Transferzeit Flughafen – City mit eingerechnet). Das ist bei geschäftlichen oder auch privaten Anlässen oft der ausschlaggebende Faktor für einen Flug: Übernachtungskosten entfallen, eine gleichtägige Rückreise ist möglich, die Präsenz am Arbeitsplatz ist am Vortag sowie am Folgetag der Reise vollständig gegeben. Für viele Arbeitgeber ist dies der entscheidende Grund, einen Flug als Dienstreise zu genehmigen.
Auch wenn die heute intensiv genutzten Video- Meetings Präsenzveranstaltungen teilweise ersetzen: Oft machen Dauer, Thema oder Teilnehmerkreis ein Präsenztreffen unverzichtbar.

Auch beim für Lübeck enorm wichtigen Städtetourismus können relevanten Zielgruppen jetzt besser erschlossen werden. Gerade in diesem Kundensegment ist meistens nicht "der Weg das Ziel", sondern die schnelle Erreichbarkeit ein Auswahlkriterium für die Zieldestination. Das neue Angebot von Lübeck Air steigert unzweifelhaft die Attraktivität der Wirtschafts- und Tourismusregion Lübeck. Unser Dank gilt Herrn Prof. Stöcker, der diesen Schritt mit erheblichen Investitionen in den Flughafen und die neue Lübeck Air möglich macht. Wir wünschen ihm und seinem engagierten Team viel Erfolg und hoffen, künftig viele Menschen und Unternehmen neu für die Region Lübeck begeistern zu können.

Unser Fazit: Man muss nicht um jeden Preis fliegen, es gibt aber oft gute Gründe für die Nutzung des Flugzeugs.(")

Den angereisten Demonstranten empfiehlt die CDU, sich mit ihren Aktivitäten auf größere und wirklich wirksame Stellhebel zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu konzentrieren. Laut Klimaschutzreport 2018 habe der Luftverkehr in Deutschland lediglich einen Anteil von 0,8 Prozent an den CO2-Emissionen.

Interessante und bedeutende Themenfelder wären zum Beispiel:
- Neuordnung des europäischen Luftraumes
– potenzielle CO2-Ersparnis circa 10 Prozent der Emissionen im europäischen Luftverkehr
- Was kann die Bahn tun, um die für den Betrieb der Züge erforderliche Elektrizität nicht mehr mit Kohlekraftwerken zu produzieren?
- Wie können die Emission bei Strom- und Wärmeerzeugung nachhaltig reduziert werden?
- Wie können wir Europäer mit abgestimmtem Vorgehen erreichen, dass die Brandrodung von Urwäldern ein Ende findet?

Zu den am Lübecker Flughafen stattfindenden Demonstrationen hat die CDU eine klare Position: Jeder hat das Recht, für seine Meinung einzutreten. Recht und Gesetz sind dabei einzuhalten. Das erfolgte Vordringen einiger Demonstranten auf das Flughafengelände ist jedoch in mehrfacher Hinsicht inakzeptabel – es war verbunden mit Sachbeschädigung, erfüllt den Tatbestand des Hausfriedensbruchs und ist zudem ein Verstoß gegen das Luftsicherheitsgesetz. Hier gibt es keinen Spielraum für Toleranz. Die CDU hält daher das umgehende und besonnene Einschreiten der Polizei für angemessen.

Bernhard Simon vertritt für die CDU den Lübecker Süden in der Bürgerschaft.

Bernhard Simon vertritt für die CDU den Lübecker Süden in der Bürgerschaft.


Text-Nummer: 139894   Autor: CDU-Fraktion Lübeck   vom 17.08.2020 um 10.19 Uhr

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