Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

FFF weist Kritik der FDP zurück

Lübeck: Archiv - 17.08.2020, 20.53 Uhr: Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt kritisierte am Montag die Proteste am Lübecker Flughafen (wir berichteten). "Fridays For Future" weist die Kritik zurück. Die FDP habe noch nicht verstanden, dass radikale Schritte für den Klimawandel notwendig seien.

Um 10:30 Uhr am Montag startete die Fahrraddemo von Fridays for Future Lübeck und La Rage am Klingenberg – Destination: Flughafen. Dort wurden sie von dem nahegelegenen Klimacamp empfangen. "Vor Ort gab es dann bunten Protest mit Sprechchören, Redebeiträgen, Kreidemalaktionen, Musik und Tanz", so FFF. Hierzu Aktivistin Maja Nolte: „Inlandsflüge sind in Zeiten der Klimakrise nicht nur verzichtbar, sondern emittieren ein vielfaches an vermeidbaren Treibhausgasen – gerade im Vergleich zur bereits existierenden Bahnverbindung. Besonders absurd sind die Beschönigungen und das Greenwashing von Seiten des Flughafenbetreibers einerseits und die Eingeständnisse der eigenen Geschäftsentwicklung andererseits.“

In Richtung der Vorwürfe aus der Landespolitik sagt Aktivist Lukas Leitner: „Die FDP hat offensichtlich noch immer nicht verstanden, dass die Klimakrise die gravierendste Krise unseres Jahrhunderts ist und durchaus auch radikaler Antworten bedarf. Dennoch ist angesichts der Tragweite der Klimakrise das zusätzliche Anbieten von neuen Inlandsflügen ein viel radikalerer Schritt in eine nicht zukunftsfähige Richtung. Des weiteren ist ziviler Ungehorsam ein wichtiger Teil unserer Demokratie – gerade für jüngere Menschen, die größtenteils nicht wählen dürfen und auch bei der Abstimmung über den Flughafen vor 10 Jahren kein Mitspracherecht hatten. Wenn die sich in Regierungsverantwortung befindende FDP dennoch unbedingt den legitimen Protest gegen Klimakiller verhindern will, sollte sie dafür sorgen, dass Inlandsflüge von SH aus nicht mehr zugelassen werden. Das wäre dann sogar ein völlig berechtigter Einsatz für mehr Klimaschutz.“

Fridays For Future hatte am Montag eine Fahrrad-Demo vom Klingenberg zum Flughafen organisiert. Foto: FFF

Fridays For Future hatte am Montag eine Fahrrad-Demo vom Klingenberg zum Flughafen organisiert. Foto: FFF


Text-Nummer: 139916   Autor: FFF/red.   vom 17.08.2020 um 20.53 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.