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Pokalfinale: VfB Lübeck spielt mit weißen Trikots

Lübeck: Archiv - 21.08.2020, 13.20 Uhr: Das SHFV-Lotto-Pokal-Finale am Sonnabend (16.45 Uhr) in Malente ist das erste Pflichtspiel für den VfB Lübeck seit über fünf Monaten. Die Bühne des „Finaltags der Amateure“ mit den Live-Übertragungen in der ARD-Konferenz und in voller Länge im Internet auf ndr.de nutzt der VfB für eine besondere Aktion: Die Mannschaft von Trainer Rolf Landerl wird im Uwe Seeler Fußball Park in weißen Trikots auflaufen.

Die weißen Trikots haben beim VfB eine besondere Pokaltradition – unter anderem gelang der letzte Sieg im DFB-Pokal (2009 gegen Mainz 05) in weißer Spieltracht. Vor allem aber werden die Hemden einen besonderen Slogan tragen. „Wir sind mehr als Grün-Weiß – 100% gegen Rassismus“ wird auf den Trikots zu lesen sein. Dafür wurde eigens ein besonderes Logo entworfen.

„Der VfB steht entschlossen für alle Werte des sozialen Miteinanders, und darin finden jegliche Formen von Ausgrenzung und Hass keinen Platz“, sagt VfB-Vorstandssprecher Thomas Schikorra und betont: „Der Kampf gegen Rassismus ist keine politische Aussage, sondern eine Frage von Anstand, Menschlichkeit und Respekt.“

Ursprünglich waren diese Trikots für ein Spiel in den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ im März gedacht. Damals hatte VfB-Hauptsponsor iperdi die Brust freigegeben, um diese Botschaft für Toleranz und Respekt zu senden. Da seitdem aufgrund der Corona-Pandemie keine Pflichtspiele stattfanden, wird die Aktion nun zum Pokal-Endspiel durchgeführt. Das Motto „Wir sind mehr als Grün-Weiß!“ wollen alle VfBer zusammen tagtäglich verkörpern und ausstrahlen. Mit den Sondertrikots soll verdeutlicht werden, dass in diesen ohnehin schweren Zeiten der Zusammenhalt und die Gemeinschaft wichtig und zu schützen sind. "Unser Verein steht für Toleranz, Fair Play sowie gegenseitigen Respekt und stellt sich entschlossen gegen jegliche Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Hass", so der Verein.

„Der Sport ist so vielfältig. Da ist es völlig egal welche Hautfarbe oder Religion jemand hat oder wo er herkommt“, stellt auch VfB-Trainer Rolf Landerl klar. „Ich war in so vielen Ländern, und immer ist es so gewesen, dass dieser Ball die Menschen verbindet, unabhängig auch von Sprache und irgendwelchen Äußerlichkeiten. Der Fußball bringt die die unterschiedlichsten Leute zusammen, und das ist das beste Zeichen gegen Diskriminierung und Rassismus.“

Da das Pokal-Endspiel noch zur Saison 2019/20 gehört, hätte der bisherige Hauptsponsor iperdi eigentlich ein letztes Mal auf den Trikots präsent sein dürfen. Dass der Personaldienstleister aus Ahrensburg, der dem VfB in anderer Form als Sponsor erhalten bleibt, auf seinen Firmenschriftzug verzichtet, ist ebenfalls ein großartiges Statement. „Ich freue mich, dass wir mit dem Pokalfinale und der damit verbundenen Umsetzung unserer Sondertrikotaktion einen gelungenen Rahmen für den Abschluss des ersten Kapitels unserer wundervollen Partnerschaft finden“, erklärt VfB-Marketingleiter Sven Theißen: „Wir setzen mit den Trikots ein wichtiges Zeichen für Toleranz und Miteinander. Dabei spielen Herkunft, Religion oder Hautfarbe keine Rolle. Nicht nur auf dem Sportplatz sollte das selbstverständlich sein.“

Die weißen Sondertrikots mit dem „Wir sind mehr als Grün-Weiß!“-Logo gibt es übrigens noch in einer begrenzten Stückzahl im Fanshop zu erwerben.

Der VfB Lübeck nutzt das Pokalendspiel für ein Zeichen gegen Rassismus.

Der VfB Lübeck nutzt das Pokalendspiel für ein Zeichen gegen Rassismus.


Text-Nummer: 139994   Autor: VfB/red.   vom 21.08.2020 um 13.20 Uhr

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