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Unabhängige: Solo-Künstler unterstützen!

Lübeck: Archiv - 22.08.2020, 09.31 Uhr: Die Unabhängigen fordern SPD und CDU auf, "über ihren Schatten zu springen und auch den Solokulturschaffenden nicht länger Hilfeleistungen zu verweigern." Ihre Haltung, „Solokulturschaffenden“ Unterstützungsleistungen vorzuenthalten, sei unter Gleichbehandlungsgesichtspunkten unvertretbar.

Deswegen haben die Unabhängigen einen entsprechenden Antrag für die nächste Bürgerschaftssitzung eingebracht, "um der Großen Koalition Gelegenheit zu geben, ihre bisherige Haltung zu korrigieren."

Dazu erklärt der kulturpolitische Sprecher der Unabhängigen Wolfgang Neskovic:

(")Der Gerechtigkeitsmangel der bisherigen Verweigerungshaltung von SPD und CDU ist offenkundig. Das ergibt sich aus zwei Gründen:

1. Es gibt keinen Grund, die „Solokulturschaffenden“ beim Lübecker Theater (=Gastkünstler) besser zu stellen als die in der freien Kulturszene tätigen „Solokulturschaffenden“.

Die „Solokulturschaffenden“ beim Lübecker Theater (=Gastkünstler) sind – soweit erkennbar - bislang angemessen unterstützt worden. Das ist ausdrücklich zu begrüßen. Sie werden jedenfalls nicht auf ALG II verwiesen.

Es ist nicht nachvollziehbar, warum SPD und CDU den außerhalb des Theaters tätigen „Solokulturschaffenden“ kommunale Unterstützung verweigern und sie auf ALG II verweisen, wenn gleichzeitig vergleichbare Personen aus derselben Berufsgruppe der Solokulturschaffenden (z.B. Gastkünstler beim Lübecker Theater) kommunale Hilfeleistungen erhalten.

Die einen werden angemessen unterstützt, die anderen auf ALG II verwiesen. Das ist ungerecht und willkürlich.

2. Aus einem weiteren Grunde ist eine Gleichbehandlung der Solokulturschaffenden nicht gesichert.

Nach der Entscheidung des Hauptausschusses erhalten Lübecker Kultureinrichtungen (vornehmlich die freien Theater) Unterstützungszahlungen. Zu den förderungsfähigen Kosten bei den zu unterstützenden Kultureinrichtungen gehören auch die Personalkosten.

Das ist auch richtig und angemessen.

Unter Gleichbehandlungsgesichtspunkten führt es jedoch dazu, dass die Empfänger dieser Leistungen (Schauspieler, Geschäftsführer, Techniker usw.), nicht auf ALG II verwiesen werden, sondern in vollem Umfang von der kommunalen Hilfeleistung profitieren.

Es ist kein sachlicher Grund erkennbar, der diese Besserstellung dieses Personenkreises im Verhältnis zu den Solokulturschaffenden der freien Kulturszene rechtfertigt.(")

Wolfgang Neskovic ist kulturpolitischer Sprecher der Unabhängigen sowie Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Denkmalpflege.

Wolfgang Neskovic ist kulturpolitischer Sprecher der Unabhängigen sowie Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Denkmalpflege.


Text-Nummer: 140003   Autor: Unabhängige/red.   vom 22.08.2020 um 09.31 Uhr

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