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Höhepunkte der Seelsorge und Psychotherapie durch Jesus

Lübeck: In seinen Gedanken zum Wochenende greift HL-live.de Pastor Heinz Rußmann den Predigttext am Sonntag in den evangelischen Kirchen auf, das Gleichnis von Pharisäer und Zöllner. Dazu predigt Heinz Rußmann auch am Sonntag in St. Andreas.

Durch das Gleichnis von Jesus vom Pharisäer und Zöllner beginnt die moderne, akzeptierende verständliche, helfende Seelsorge und Psychotherapie (Lukas 18,9-14).

Die großen modernen Psychologen Fritz Riemann und Friedemann Schulz von Thun haben herausgestellt, dass ein seelisch gesunder Mensch vier Charakter- Schwerpunkte und -Pole in einem fließenden Gleichgewicht halten muss. Der erste Pol ist der von der Gerechtigkeit und Ordnungsliebe. Ihm gegenüber steht in unserer Seele der Pol der Freiheit und Spontaneität. Als dritter Pol sollten wir mit unseren Mitmenschen liebevoll nah verbunden sein. Wir brauchen aber auch gesunde, wahrheitsliebende Distanz zu anderen und zu unserem Leben Alle vier Pole sind im konstruktiv – gesunden Fließgleichgewicht miteinander verbunden in unserem Seelenzentrum.

Gefährlich ist es, wenn wir nur einen Pol heraustellen. Der zu gerechte Mitmensch wird dann rechthaberisch. Der Freiheitstyp wird ein verantwortungsloser Chaot. Wer zu liebevoll ist und alles verzeiht, wird von Mitmenschen hemmungslos ausgenutzt. Wer zu distanziert ist zu den anderen, droht zu vereinsamen. Überhaupt drohen alle vier Pole uns zu vereinsamen, wenn wir sie einseitig übertreiben.

Jesus hat als Gottessohn davon gewusst. Ein Pharisäer in seiner Beispiel-Geschichte war ja eigentlich ein korrekter, pflichtbewusster Mensch, der alle über sechshundert Gebote im Alten Testament beachtete im Alltag und vor Gott. Aber der Pharisäer verachtete die Sünder und verurteilte sie bitter und blickte auf sie herab.

Die Zöllner im Gleichnis galten damals als Sünder. Sie beachteten die Gesetze nicht, sondern zogen viel zu viele Steuern zu ihrem privaten Vorteil als Gauner ein.

In der Begegnung mit Jesus fühlten sich die Pharisäer im Recht bei ihrer Hartherzigkeit und Arroganz. Sie fühlten sich eingebildet als eine Elite: gerecht, fromm, sauber, ordentlich und eingebildet, zu Recht stolz und elitär. Sie kritisierten Jesus, wenn er die Sünder heilte.

Der Zöllner und Sünder aber geht im Bibeltext in sich bei der Begegnung mit Jesus. Er fühlt sich verworfen. Er hatte ein schlechtes Gewissen, fühlte sich als ein schuldhaft, sündiger Mensch und Gauner und sagte: Gott habe Erbarmen mit mir!

Die eiskalt sachlich orientierten Distanz-Typen als dritte geraten in kalte. Einsamkeit. Man will nichts mit ihnen zu tun haben. Die total lieben Gutmenschen und Nähe-Typen als vierte werden meistens schwer ertragen, wenn sie ihre Nächstenliebe hemmungslos kuschelig übertreiben.

Jesus verbindet immer alle vier Pole lebendig. Er sagt, Du sollst Gott lieben und Deinen Nächsten wie dich selbst. Während im Buddhismus die freie Distanz im Kern der Religion steht, sind es im Judentum und im Islam und im Christentum die göttlichen Gebote. Aber durch Jesus und Martin Luther stehen Gebote und das Evangelium, die Gerechtigkeit und Gottesliebe im Gleichgewicht. Du sollst und musst gerecht sein, aber auch dich selbst lieben und die Nächsten, um dein Leben in dieser gefährlichen Welt zu erhalten auch für deine Familie und Gemeinde.

Genauso viel Liebe solltest Du auch für Deine Mitmenschen einsetzen.

Du sollst deinen Nächsten lieben, denn Gott liebt dich und deine Mitmenschen. Das ist die Grundlage, dass unser Leben gelingt.

Euer HL-live.de Pastor Heinz Rußmann
predigt am Sonntag, 23. August, um 10 Uhr auch für Dich darüber in der schönen alten Kirche in Schlutup.
Deine Kommentare und Fragen an heinzrussmann@web.de

Heinz Rußmann predigt am Sonntag in St. Andreas in Schlutup.

Heinz Rußmann predigt am Sonntag in St. Andreas in Schlutup.


Text-Nummer: 140004   Autor: red.   vom 22.08.2020 um 10.44 Uhr

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