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PopUp-Radweg in der Ratzeburger Allee für einen Tag

Lübeck - St. Jürgen: Archiv - 24.08.2020, 11.08 Uhr: Seit Jahren wird über eine Fahrradspur auf der Ratzeburger Allee diskutiert. Die Stadtverwaltung wartet noch auf die fertige Planung eines Radschnellweges durch Lübeck. Der Initiative "Spurwechsel" dauert das zu lange. Sie wird am Freitag von 7 bis 16 Uhr einen "PopUp-Radweg" einrichten.

Die Initiative "Spurwechsel" kritisiert den bescheidenen Umfang und das langsame Tempo der Radverkehrsförderung in Lübeck: "Während vielerorts die Fahrbahnen für den Autoverkehr erneuert werden, verbleiben die meisten Radwege der Hansestadt in einem desolaten Zustand. Ein markantes Beispiel ist die Ratzeburger Allee. Vor allem stadteinwärts ist der vorhandene Radweg auf der stark frequentierten Achse von der Uni und dem UKSH in die Innenstadt eine gefährliche Zumutung."

Mit Aktionen für "Pop-up Radstreifen" soll Druck auf die Kommunalpolitik ausgeübt werden, um mehr Platz und bessere Wege für den Radverkehr zu schaffen. Am kommenden Freitag wird zwischen 7 und 16.30 Uhr ein rund 600 Meter langer "Pop-up Radstreifen" auf der rechten Fahrspur der Ratzeburger Allee zwischen Gustav-Falke-Straße und Amselweg eingerichtet, um zu demonstrieren, wie mit einfachen Mitteln und geringen Kosten schnell Abhilfe geschaffen werden kann.

"Berlin und eine Reihe anderer Städte haben gezeigt, dass mit Hütchen und Farbe kurzfristige Verbesserungen für den Radverkehr schnell realisierbar sind, wenn der politische Wille vorhanden ist", erläutert Jürgen Tchorz, Sprecher der Initiative. "Angesichts unzureichender finanzieller Mittel für den Radverkehr in Lübeck brauchen wir kreative Lösungen, die zeitnah umgesetzt werden, um den Komfort und die Sicherheit für Radfahrende zu erhöhen."

Auch nach der Feststellung des "Klimanotstandes" sei die Lübecker Verkehrspolitik weiterhin durch Phantasielosigkeit und fehlenden Mut gekennzeichnet, kritisiert die Initiative. So sei ein Antrag der GAL im Bauausschuss vom Mai zur Einrichtung von Pop-up Radstreifen wiederholt vertagt worden. "Es reicht nicht aus, ständig auf die Machbarkeitsstudie für einen Fahrradschnellweg zu verweisen. Dieser wird wahrscheinlich nicht vor 2025 realisiert", so Tchorz. "Die deutlich spürbaren Folgen des Klimawandels ebenso wie die Auswirkungen der Corona-Pandemie erfordern entschlossenes Handeln, um zukunftssichere Alternativen im Bereich der Mobilität zu schaffen."

Die Initiative „Spurwechsel“ ist 2012 im Rahmen der ZukunftsWerkStadt „Mobil in Lübeck 2030“ unter Beteiligung von Verkehrsverbänden, Studierendenverwaltungen der TH und der Universität sowie weiteren Unterstützern gegründet worden. Im Juni 2015 wurden an den damaligen Bausenator Boden mehr als 2000 Unterschriften zugunsten von breiten Radspuren in der Ratzeburger Allee überreicht, ohne dass sich seitdem die Situation der Radfahrenden auf dieser Achse verbessert hat.

Seit Jahren kämpft die Initiative für eine Radspur auf der Ratzeburger Allee. Bild: ADFC/Archiv

Seit Jahren kämpft die Initiative für eine Radspur auf der Ratzeburger Allee. Bild: ADFC/Archiv


Text-Nummer: 140029   Autor: ADFC/red.   vom 24.08.2020 um 11.08 Uhr

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