Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

62. Nordische Filmtage unter Corona-Bedingungen

Lübeck: Archiv - 25.08.2020, 14.41 Uhr: Nichts ist in diesem Jahr, was den Veranstaltungssektor betrifft, so wie früher. Viele Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Die 62. Nordischen Filmtage Lübeck werden stattfinden, wenn auch in geänderter, den Umständen angepasster Form. Das betonten am Dienstag Mitglieder des Leitungsteams im Radisson Blu Senator Hotel.

Von einer „hybriden Festivalversion“ sprachen die Verantwortlichen, das heißt von einem Filmfest unter besonderen Bedingungen. Vom 4. bis 8. November sollen Filme aus den skandinavischen und baltischen Ländern sowie aus Norddeutschland (Schleswig-Holstein und Hamburg) gezeigt werden.

„Mit unserer Planung, das Festival in Kinos durch ausgewählte Online-Angebote zu ergänzen, senden wir eine wichtige Botschaft aus,“ sagte Linde Fröhlich, die langjährige künstlerische Leiterin der Nordischen Filmtage. Dabei soll der Fokus auf die Situation der Kinos allgemein gelegt werden. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für Frau Fröhlich wurde übrigens noch nicht gefunden.

Neben den aktuellen Filmen gibt es auch 2020 eine Retrospektive. Sie setzt den über drei Spielzeiten verteilten Ostseezyklus zur Fischerei fort. „Fisherman's Film – Fischerei im nordischen und baltischen Kino“ lautet die Überschrift. Die hier gezeigten Spiel- und Dokumentarfilme stammen aus den Jahren 1912 bis 2019.

Lübeck nimmt in der Retrospektive einen wichtigen Platz ein. Der Fischindustrieort Schlutup und das Fischerdorf Gothmund wurden schon in den frühen 1920er Jahren im Film festgehalten. Sie sind Teil eines Stummfilmprogramms mit Kurzfilmen. Auch der Eröffnungsfilm aus Island „Ingalo im grünen Meer“ widmet sich im weitesten Sinne diesem Thema.

Da in den Abspielstätten nur sehr begrenzt Zuschauer dabei sein können, sollen möglichst viele Filme auch online zu sehen sein. Mit den Verleihfirmen wird derzeit über die Rechte verhandelt. Der Etat wurde auf 900.000 Euro festgesetzt. 200.000 Euro von der Stadt, die gleiche Summe von Sponsoren, ferner 70.000 Euro vom Land stehen fest. An anderen Positionen wird gearbeitet. Natürlich fehlen bei nicht ausverkauften Sälen Teile der Eigeneinnahmen.

Als Abspielstätten stehen bisher fest: Die Säle des CineStar-Filmpalastes, das Kolosseum, das Kommunale Kino und der Hafenschuppen 6 an der Untertrave. Wegfallen müssen die geselligen Zusammenkünfte. Wegfallen wird auch das Fulldome-Kino auf dem Klingenberg. Karten sind in diesem Jahr nur online zu erwerben.

Zu den bekannten Preisen ist eine neue Auszeichnung gekommen, ein mit 5.000 Euro dotierter „Preis der Jugendjury“ des Lübecker Unternehmens cbb Software GmbH. Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren sollen nach Filmen Ausschau halten, die sich in besonderer Weise Jugendthemen widmen.

Die künstlerische Leiterin Linde Fröhlich, Senatorin Kathrin Weiher, Geschäftsführerin Susanne Kasimir und Kurator Jörg Schöning stellten die Pläne für die 62. Nordischen Filmtage vor. Foto: JW

Die künstlerische Leiterin Linde Fröhlich, Senatorin Kathrin Weiher, Geschäftsführerin Susanne Kasimir und Kurator Jörg Schöning stellten die Pläne für die 62. Nordischen Filmtage vor. Foto: JW


Text-Nummer: 140055   Autor: TD   vom 25.08.2020 um 14.41 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.