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Land: Bemühungen um Karstadt-Erhalt erfolglos

Schleswig-Holstein: Archiv - 27.08.2020, 11.09 Uhr: Der Landtag diskutierte am Donnerstag über die angekündigten Karstadt-Schließungen. Bis jetzt seien alle Bemühungen um den Erhalt erfolglos geblieben, sagte die Innenministerin. Man werde sich deshalb auf die Fördermaßnahmen zur Stadtgestaltung konzentrieren.

Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack: „Für alle, die vom Jobverlust betroffen sind, ist das eine hoch belastende Situation. Die Landesregierung kämpft um jeden Standort. Das Wirtschaftsministerium ist mit Galeria Karstadt Kaufhof in Kontakt getreten, hat Gespräche mit den Kommunen vermittelt und dem Eigentümer Verhandlungen angeboten. Bis jetzt sind unsere Mühen leider erfolglos. Aus Sicht des Konzerns sind die Standort-Entscheidungen betriebswirtschaftlich notwendig. Aber wir loten natürlich jede Möglichkeit aus. Wir kämpfen weiter um jeden Arbeitsplatz.“

Geschlossene Kaufhäuser seien nicht die einzige Herausforderung für Städte und Gemeinden: Es werde mehr und mehr online gekauft, was den stationären Handel unter Druck setze. Gleichzeitig fehlten oftmals Orte oder Plätze, an denen sich Bürgerinnen und Bürger aufhalten können, wo sich Gastronomie ansiedeln kann und wo Veranstaltungen stattfinden können.

„Da kommt viel zusammen, was unsere Einkaufsstraßen belastet und unsere Kommunen vor Herausforderungen stellt. Mit der Städtebauförderung sind wir aber gut aufgestellt, um hier anzusetzen. Wir unterstützen derzeit rund 120 städtebauliche Gesamtmaßnahmen der Kommunen. In diesem Jahr werden wir mehr als 20 Millionen Euro an Landesmitteln zur Kofinanzierung der Bundesmittel zur Verfügung stellen. Auf Bundesebene haben wir uns dafür eingesetzt, dass die finanzielle Ausstattung der Städtebauförderung auf hohem Niveau fortgesetzt wird. Wir rechnen sogar mit mehr Mitteln für Schleswig-Holstein ab dem nächsten Jahr.“

Allein Lübeck habe für die städtebauliche Gesamtmaßnahme „Lübeck – Altstadt“ in den letzten Jahren von Bund und Land insgesamt rund 90 Millionen Euro erhalten.

„Wir werden unsere Städte und Gemeinden weiterhin beraten und unterstützen", so die Ministerin. „Wir helfen Ihnen, Ihre Innenstädte attraktiv zu gestalten. Und wir werden dafür weiterhin alle verfügbaren Fördermittel mobilisieren. Wir lassen keine Kommune mit ihren Problemen allein.“

Bei einer Schließung von Karstadt sind keine zusätzlichen Hilfen vom Land zu erwarten. Foto: JW/Archiv

Bei einer Schließung von Karstadt sind keine zusätzlichen Hilfen vom Land zu erwarten. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 140085   Autor: InnenMi/red.   vom 27.08.2020 um 11.09 Uhr

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