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Kultursenatorin: Grüne kritisieren Vorgehen der SPD

Lübeck: Archiv - 27.08.2020, 14.49 Uhr: Der Kreisverband B´90/Die Grünen Lübeck äußert sich kurz vor der Bürgerschaftssitzung zur Wahl der Senatorin für den Fachbereich „Kultur und Bildung“. Die Grünen kritisieren das Verfahren der SPD mit einer Vorfestlegung auf eine Kandidatin.

Dazu sagen Simone Stojan und Jasper Balke, Kreisvorsitzende der Lübecker Grünen:

(")Die heutige Senatorinnen-Wahl hätte das Ende eines wichtigen und transparenten Auswahlprozesses bedeuten können. Vor dem Hintergrund der Bedeutung der ausgeschriebenen Stelle und den verschiedenen fachlichen Anforderungen an die Bewerber, wäre ein intensives und bürgernahes Verfahren angebracht gewesen. Dabei hätten die Eignung, Leistung und Fähigkeiten der Bewerberinnen und Bewerber im Mittelpunkt gestanden. Auch hätten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lübeck durch Fragen beteiligt werden können, um so die Kandidatinnen und Kandidaten schon vor der Wahl besser kennenzulernen.

Durch die Vorfestlegung der SPD und die schnelle Zustimmung der CDU haben die Kooperationsparteien ein solches Verfahren ad absurdum geführt. Dass schon vor dem offiziellen Hearing eine Presseerklärung veröffentlicht wurde, in der Frau Frank indirekt zur künftigen Senatorin erklärt wird, offenbart einen fragwürdigen politischen Stil. Vor allem aber ist dies nicht nur unfair den Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch den anderen Bewerberinnen und Bewerbern gegenüber, die so trotz teilweise hoher Qualifizierung indirekt schon eine Absage noch vor dem ersten Hearing erhalten haben. Die deutliche Ansage „Ohne das richtige Parteibuch seid ihr hier nicht erwünscht“ und "wir entscheiden, wer von uns die Pöstchen bekommt" wurde offensichtlich auch von Pressemitteilung einigen Bewerberinnen und Bewerbern genauso aufgefasst. Viele haben ihre Bewerbung daraufhin leider zurückgezogen.

Leider wirft dieser läppische Umgang hinsichtlich des Auswahlverfahrens der künftigen Senatorin nicht nur ein schlechtes Licht auf die Lübecker SPD. Die hohe Qualifizierung der SPD-Bewerberin für die Stelle wird nun durch die Tatsache überschattet, dass ihre eigene Partei sie in der Hauptsache anscheinend nicht für ihre Eignung, sondern für ihr Parteibuch ausgewählt hat.

Wir freuen uns trotzdem auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit Frau Frank und heißen sie in Lübeck herzlich willkommen. Für den nächsten Auswahlvorgang würden wir der SPD raten, sich einfach nicht vorher auf eine Kandidatin festzulegen. Dass das Parteibuch für die SPD am Ende vielleicht dann doch wieder das erste Kriterium sein wird, wird höchstwahrscheinlich nicht zu verhindern sein. Dennoch würden wir von einer voreiligen Kommunikation und Vorfestlegung abraten, denn ansonsten besteht erneut die Gefahr, dass die Stadt Lübeck in Zukunft viele hochqualifizierte Bewerberinnen und Bewerber schon im Vorfeld verliert.(")

Der Vorstand der Lübecker Grünen.

Der Vorstand der Lübecker Grünen.


Text-Nummer: 140094   Autor: Grüne/red.   vom 27.08.2020 um 14.49 Uhr

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