Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Greenpeace demonstriert vor Tankstellen

Lübeck: Archiv - 29.08.2020, 12.02 Uhr: Gegen Pläne des Ölkonzerns Shell, Teile von drei alten Öl-Plattformen mit 11.000 Tonnen Öl in der Nordsee verrotten zu lassen, protestieren Greenpeace-Ehrenamtliche am Samstag in Lübeck vor den Shell-Tankstellen in der Kronsforder Allee und Ziegelstraße.

Plakate mit der Aufschrift „Shell zerstört Klima und Meere!" sowie Flyer informieren insbesondere Autofahrerinnen und Autofahrer über die zerstörerischen Absichten des Konzerns.

„Shell befeuert die Klimakrise und bedroht unsere Meere, das muss endlich aufhören!“, fordert Ingrid Boitin von der Lübecker Greenpeace Gruppe. „Wenn Ölkonzerne wie Shell eine Zukunft haben wollen, müssen sie sich auf Erneuerbare Energien umstellen. Die Nordsee muss vor der skrupellosen Öl- und Gasindustrie geschützt werden.“

Der Konzern plane, "die Reste von vier Plattformen mit insgesamt rund 640.000 Kubikmeter ölhaltigem Wasser sowie etwa 40.000 Kubikmeter ölhaltigem Sediment mit einem Anteil von mehr als 11.000 Tonnen Öl im Meer zurückzulassen". Bereits am Mittwoch dieser Woche protestierten Umweltschützerinnen und Umweltschützer an Bord der Esperanza im Brent-Ölfeld sowie in Köln, als Standort der Shell Rheinland Raffinerie, gegen die Pläne.

"Die britische Regierung ist gewillt, Shells Pläne zu genehmigen", so die Umweltschützer. "Am 18.10.2019 trafen sich in London die Mitgliedsstaaten der OSPAR-Kommission (Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks) und berieten über die Pläne von Shell. Eine Zustimmung würde einen Präzedenzfall für andere Ölkonzerne schaffen. Die deutsche Regierung legte offiziellen Widerspruch ein. Auch die EU-Kommission, Schweden, Belgien, Dänemark und die Niederlande sprachen sich gegen den Verbleib von 11.000 Tonnen Öl im Meer aus. Die Entscheidung wurde aber vertagt und steht immer noch aus."

Greenpeace protestierte bereits 1995 im Brent-Ölfeld, als Shell plante, die Öltank- und Verladeplattform “Brent Spar“ in den Nordost-Atlantik zu ziehen und dort zu versenken. Damals besetzten die Umweltschützer die “Brent Spar“. Der Protest erregte viel Aufmerksamkeit und sorgte dafür, dass Shell die „Brent Spar“ umweltverträglich an Land entsorgte und die OSPAR-Staaten die Versenkung von Ölplattformen verboten. Ingrid Boitin warnt: „Shell hat seit einem Vierteljahrhundert nichts dazugelernt und will immer noch Abfall im Meer entsorgen. Das Meer ist keine Müllkippe.“

In Lübeck demonstrierten die Umweltschützer vor zwei Tankstellen. Foto: Greenpeace

In Lübeck demonstrierten die Umweltschützer vor zwei Tankstellen. Foto: Greenpeace


Text-Nummer: 140134   Autor: Greenpeace   vom 29.08.2020 um 12.02 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.