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7.500 Arbeitnehmer in Lübeck in Kurzarbeit

Lübeck: In der Hansestadt Lübeck waren im August 2020 9.907 Arbeitslose gemeldet, 186 (1,8 Prozent) weniger als vor einem Monat und 1.493 (17,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat zurück und stieg um 1,3 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 8,6 Prozent an. Unter den kreisfreien Städten verzeichnet die Hansestadt die niedrigste Quote.

3.261 Arbeitslose und damit 92 (2,7 Prozent) weniger als im Vormonat und 897 (37,9 Prozent) mehr als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III ("Arbeitsloengeld I", Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen. Einen vergleichbaren Bestand an Arbeitslosen gab es zuletzt im August 2006.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II, "Hartz IV") waren Ende August 2020 6.646 Arbeitnehmende arbeitslos gemeldet, das waren 94 (1,4 Prozent) weniger als im Juli 2020 und 596 (9,9 Prozent) mehr als im August 2019. Einen vergleichbaren Bestand an Arbeitslosen gab es zuletzt im August 2018.

Die Kurzarbeit sichert zurzeit viele Jobs. Vom 1. März bis 26. August sind in der Hansestadt Lübeck 2.361 Anzeigen zur Kurzarbeit für 27.181 Beschäftigte eingegangen. Damit greifen rund 43 Prozent der Betriebe, die mindestens eine oder einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben, auf dieses Instrument zurück. Nunmehr liegen die Kreisdaten zur Inanspruchnahme für den Monat März vor. 1.057 Betriebe haben für 7.499 Beschäftigte tatsächlich Kurzarbeitergeld erhalten.

„Die Belebung nach der Sommerpause setzt dieses Jahr schon etwas früher als üblich ein. Es haben bereits im August mehr Frauen und Männer eine Beschäftigung aufgenommen und sich weniger Arbeitnehmende aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos gemeldet als im Vormonat und Vorjahresmonat“, führt Steffi Koppitz, Geschäftsführerin Operativ in der Agentur für Arbeit Lübeck, vorsichtig optimistisch aus. „Dennoch gibt es viele Betriebe, deren Geschäftstätigkeit weiter eingeschränkt ist. Die Kurzarbeit bewährt sich in der Krise und hilft dabei Arbeitsplätze zu erhalten und Fachkräfte zu sichern. Unternehmen können flexibel und schnell den Betrieb wiederaufzunehmen ohne aufwendig nach neuem Fachpersonal suchen zu müssen. Vom 1. März bis 26. August sind im Agenturbezirk Lübeck 4.963 Anzeigen zur Kurzarbeit für 51.250 Beschäftigte eingegangen. Damit greifen rund 42 Prozent der Betriebe, die mindestens eine oder einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben, auf dieses Instrument zurück. Die meisten Anzeigen gingen im April ein. In den letzten Monaten sind deutlich weniger hinzugekommen“, erklärt Koppitz.

Einigen Branchen fällt es leichter die Kurzarbeit wieder zurückzuschrauben, andere werden noch länger Unterstützung benötigen. Der Gesetzgeber hat mit der Verlängerung der Bezugsdauer einen Rahmen dafür geschaffen, den Arbeitsmarkt weiter zu stabilisieren. Wie stark die angezeigte Kurzarbeit tatsächlich genutzt wird, zeigt sich erst in den Arbeitszeitabrechnungen. Dann steht fest, ob wirklich alle Beschäftigten im Unternehmen verkürzt gearbeitet haben oder nur ein Teil, weil sich zum Beispiel zwischenzeitlich Aufträge ergeben haben oder Vorsorgemaßnahmen gelockert wurden. Für die Abrechnung haben Unternehmen drei Monate Zeit.

Steffi Koppitz ist Geschäftsführerin Operativ in der Agentur für Arbeit Lübeck.

Steffi Koppitz ist Geschäftsführerin Operativ in der Agentur für Arbeit Lübeck.


Text-Nummer: 140181   Autor: Agentur für Arbeit/red.   vom 01.09.2020 um 10.04 Uhr

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