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Flüchtlingsforum ruft zur Demo auf

Lübeck: Archiv - 01.09.2020, 17.13 Uhr: Das Lübecker Flüchtlingsforum ruft am 5. September 2020 um 16 Uhr zu einer Demo auf. Sie beginnt am Lübecker Hauptbahnhof. Sie steht unter dem Motto "United against Racism - Für eine Gesellschaft der Vielen! March of Hope vor 5 Jahren".

wir veröffentlichen den Aufruf im Wortlaut:

(")Am 5. September gehen am bundesweiten Aktionstag alle zusammen auf die Straßen und zeigen laut und deutlich in was für einer Gesellschaft wir leben wollen: in einer Gesellschaft ohne Rassismus! Genau fünf Jahre nach dem „March of Hope“.

Denn der September 2015 war ein Lichtblick. Ein historischer Durchbruch gegen das Grenzregime, nicht nur auf der Balkanroute. Eine Dynamik des Kommens und Willkommens, die wir nicht vergessen werden. Und für die wir weiter streiten: trotz und gegen das anhaltende Rollback der rassistischen Gesetze und Hetze.

In Lübeck haben diese Kämpfe 2015 mit dem Solizentrum und dem Transit zehntausender Menschen nach Skandinavien einen Höhepunkt gefunden. Der March of Hope und der unaufhaltsame Mut vieler Geflüchteter, sich über Grenzen hinwegzusetzen, hat vielen Menschen den Weg nach Lübeck ermöglicht. Und viele haben ihre Reise von hier nach Schweden fortgeführt.

Über viele Monate haben hunderte Lübecker mit angepackt: Schlafplätze organisiert, Fähren gebucht, Lebensmittel, Geld und Kleidung gespendet, gekocht, in diverse Sprachen übersetzt, medizinische Versorgung sicher gestellt und so vieles mehr, dass es sich kaum zusammenfassen lässt. Heike Behrens vom Lübecker Flüchtlingsforum erinnert sich: "Wir alle werden die Monate im Herbst 2015 nie vergessen: Es kamen über 14.000 Menschen bei uns an, die aus dem Krieg in Syrien und Afghanistan oder der Diktatur Eritreas mit nichts als ein paar Umhängetaschen über Wochen und Monate geflohen waren – mit dem Wunsch in Skandinavien einen sicheren Ort zu finden. Es tat so gut, dass wir den Menschen wenigstens mit Essen, sauberer Kleidung, einem Ruheplatz und einer Buchung eines Fährplatzes für eine sichere Überfahrt nach Schweden helfen konnten und das gemeinsam mit einer nicht enden wollenden Anzahl solidarischer Lübecker."

Auch als die Grenzen der Festung Europa wieder geschlossen wurden, fand das Engagement keinen Abbruch: Im Solizentrum entstanden verschiedene Projekte von, für und mit Geflüchteten und der antirassistische Kampf für offene Grenzen und das bedingungslose Recht auf Asyl wird weiter geführt.

Am 5. September wollen wir daran erinnern, was wir gemeinsam erreichen können und feiern, was vor fünf Jahren möglich gemacht wurde: Das Recht zu kommen, zu bleiben und zu gehen!

Wir laden alle ein mit uns gemeinsam als Demo vom Lübecker Hauptbahnhof den Weg zu gehen, den 2015 so viele Menschen gegangen sind: Zur Walli und später zum Solizentrum. Auf dem MuK-Parkplatz wollen wir dann Menschen zu Wort kommen lassen, die 2015 mit dabei waren, wir wollen Erinnerungen teilen, Fotos und Filme zeigen, Musik hören und zeigen: Refugees Welcome! Kein Mensch ist illegal!

Bitte Mund-Nasenschutz für die Demonstration und die Kundgebung mitbringen.(")

Die Demo erinnert an die Hilfsbereitschaft vieler Lübecker vor fünf Jahren. Foto: VG/Archiv

Die Demo erinnert an die Hilfsbereitschaft vieler Lübecker vor fünf Jahren. Foto: VG/Archiv


Text-Nummer: 140193   Autor: Flüchtlingsforum/red,   vom 01.09.2020 um 17.13 Uhr

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