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Wüstenwanderung heute durch Corona

Lübeck: Seit sechs Monaten gelten die Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. HL-live.de Pastor Heinz Rußmann geht in seinen Gedanken zum Wochenende auf das Thema ein und vergleicht die Situation mit der biblischen Wanderung durch die Wüste.

Haben Sie auf einer langen Wanderung schon mal eine Fata Morgana gesehen? Der Corona-Impfstoff sieht so aus. Unsere Einschränkungen durch die Seuche sind heute ja wie eine lange Wüstenwanderung. In der Freizeit und bei der Arbeit, in der Wirtschaft und Gesellschaft gibt es weltweite Leiden, Krankheiten und Entbehrungen. Dazu finanzielle Einschränkungen und Arbeitslosigkeit. Kinder leiden unter der Isolierung und ältere Menschen unter Einsamkeit. Der Mund- und Nasenschutz macht auch schöne Menschen zu Gespenstern. Er hat diesen Effekt, aber erfüllt seinen guten Zweck.

Der Eindruck drängt sich auf, dass wir wie die Israeliten in der Bibel jetzt jahrelang durch eine Wüste von Nöten und Entbehrungen wandern müssen. Nach den ersten Büchern der Bibel wurde das Volk Israel zuerst durch Mose aus ägyptischer Sklaverei befreit. Dann wurde es durch die Wüste geführt, jahrzehntelang bis es die Heimat in Israel erreichte und sich dort froh ansiedelte.

Die schwierigste Frage ist für uns alle heute, wie lange unsere Corona-Wüstenwanderung noch andauern wird? Das weiß niemand außer Gott. Wir sind nur aufgefordert, ihm zu vertrauen und die Hoffnung und unser Gottvertrauen zu bewahren.

Die Geschichten und Worte aus der Bibel wollen uns ja echt helfen, unser Leben zu bestehen mit Lebensmut und Hoffnung. Dabei gibt es keine Illusionen auf ein paradiesisches Leben schon jetzt. Jeder Christ muss als Weggefährte Jesu auch zum Teil sein Kreuz tragen. Aber immer wieder wird den Gläubigen von Gott auf besondere Weise geholfen, wenn sie ihre Beziehung zu Gott bewahren. So wie den Juden, die jahrzehntelang durch die Wüste zogen. Selbst Jesus war vierzig Tage lang allein mit Gott in der Wüste.

Wir älteren Lübecker haben ja eine Wüstenzeit und Leidenszeit in der Nachkriegszeit erlebt. Ein Drittel der Lübecker Innenstadt war total zerbombt und zerstört. Wegen der allgemeinen Hungersnot war sogar eine Schulspeisung nötig. Die Gottesdienste waren überfüllt, und Klage und Hoffnung waren allein das Thema. Aber dann kam die Währungsreform und Gott sei Dank durften wir gemeinsam einen wirtschaftlichen und politischen Aufschwung erleben, der bis vor kurzem anhielt. Dazu später die wunderbare Versöhnung zwischen den beiden deutschen Staaten.

Gott schenkt immer wieder Hoffnung und Sinn. Jede Religion lebt davon. Die Bibel spricht außerdem von Liebe und Glauben. Jesus verkündet sogar die Hoffnung auf ein Friedensreich am Ende der Weltgeschichte. Das ist doch plausibel. Als Ziel der bisherigen Evolution und Heilsgeschichte sind wir Menschen doch schon eine wunderbare Erfindung und Schöpfung Gottes. Wir haben als bisher einzige Lebewesen im Weltall eine Seele und ein gutes Herz und hohe Intelligenz für Technik, Wissenschaft und Nächstenliebe. Wir können sogar eine feste Beziehung zu Gott, dem Schöpfer des ganzen Weltalls und des Lebens haben. Der Schöpfer, der dich und mich jetzt schon so wunderbar geschaffen hat, schenkt uns sogar die Hoffnung, dass wir in Ewigkeit bei ihm wie Jesus und mit Jesus leben können. Und dass er uns neu schafft in unvergänglicher Gestalt.

Jetzt geht es aber erstmal darum , die Hoffnung bei unserer Corona-Wüstenwnderung zu bewahren. Wie schreibt Paulus in de Bibel (Römer 5,5): „Hoffnung lässt uns nicht zuschanden werden. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz!“

Viele kleine und große Hoffnungen wünscht Euch

Euer HL-live.de Pastor Heinz Rußmann Ihre Grüße und Fragen und Meinungen an heinzrussmann@web.de

Heinz Rußmann bezeichnet sich gerne als Bibel-Fan.

Heinz Rußmann bezeichnet sich gerne als Bibel-Fan.


Text-Nummer: 140257   Autor: red.   vom 05.09.2020 um 10.15 Uhr

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