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Frauen- und Sozialverbände: Eigenanteil nicht erhöhen

Lübeck: Am Montag fand bei den Lübecker Frauen und Sozialverbänden die erste Veranstaltung nach der pandemiebedingten Schließung des Seniorentreffs Koberg 11 statt. Thema war die geplante Erhöhung des Eigenanteils an den Pflegekosten in städtischen Senioreneinrichtungen.

Die anwesenden Mitglieder der Frauen und Sozialverbände sprachen unter anderem über die von der Lübecker Verwaltung geplante Erhöhung des Eigenanteils der Pflegekosten in den städtischen Senioreneinrichtungen. Diese sollen um bis zu 33 Prozent erhöht werden. Es bestand Einigkeit darüber, dass diese Erhöhung unsozial ist, berichtet die 1. Vorsitzende Gabriele Ulrich.

„Wir kritisieren, dass Versäumnisse der letzten Jahre bei den Vereinbarungen der Pflegeentgelte mit den Pflegekassen nun auf dem Rücken der älteren Menschen und deren Angehörigen ausgetragen werden sollen.“

"Auch wenn nicht alle davon betroffen sein werden, fallen dadurch etliche der pflegebedürftigen Menschen in die Sozialhilfe. Sie erhalten dann nur noch ein Taschengeld für ihre persönlichen Bedürfnisse wie zum Beispiel notwendige Fußpflege, Friseur oder Zuzahlungen für Medikamente", so die Verbände. "Die städtischen Einrichtungen haben sich auf die Fahne geschrieben, dass der Zweck der Einrichtungen nicht die Gewinnerzielung, sondern die individuell optimale Pflege, Betreuung und Versorgung pflegebedürftiger älterer Menschen ist. Die Verwaltung sollte sich an ihre eigenen Vorgaben erinnern und die Menschen nicht mit so einer enorm hohen Steigerung des Eigenanteils belasten."

Die Frauen- und Sozialverbände trafen sich erstmals wieder im Heiligen-Geist-Hospital.

Die Frauen- und Sozialverbände trafen sich erstmals wieder im Heiligen-Geist-Hospital.


Text-Nummer: 140315   Autor: PM   vom 08.09.2020 um 08.28 Uhr

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