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AfD: Keine Aufnahme von Migranten aus dem Lager Moria

Lübeck: Nach Bränden im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos fordert unter anderem die SPD Lübeck die Aufnahme von Migranten aus dem Lager in Lübeck (wir berichteten). Die AfD Lübeck weist diese Forderung zurück.

Dazu meint der Vorsitzende des AfD Kreisverbandes Lübeck David Jenniches:

(")Nach Angaben des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge wurde das Lager in der Nacht vom 8. auf den 9. September durch Brände weitgehend zerstört. Die BBC zitiert einen örtlichen Zivilschutzbeauftragten, dass die Brände gelegt worden seien, sowie den örtlichen Feuerwehrchef, dass die Löscharbeiten durch Migranten behindert worden seien. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind etwa 12.000 Migranten, darunter über 4.000 Kinder, betroffen. Bisher sind den Vereinten Nationen weder Tote noch Verletzte gemeldet.

Diesen Menschen muss schnell vor Ort geholfen werden. Dafür bedarf es der Sofortmaßnahmen des Katastrophenschutzes durch die griechische Regierung und internationale Organisationen. Deutschland sollte bei Bedarf unterstützen. Mittelfristig muss die griechische Regierung ordentliche Unterkünfte für die Migranten bereitstellen, bis über deren Verbleib in Griechenland oder ihre Rückkehr in ihre Heimat entschieden ist. Was es nicht braucht, ist eine Aufnahme in Deutschland.

Es ist mindestens verantwortungslos, wenn die SPD Kreisvorsitzende Sophia Schiebe behauptet, die bisherige Nichtaufnahme von Migranten aus Moria „kostet aktuell Menschenleben“. Diese ungeheuerliche Behauptung soll sie doch mal bitte beweisen. Die Vereinten Nationen jedenfalls wissen noch nichts von Toten. Auch scheint die Humanität der Dame etwas ungleichmäßig: Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in den letzten drei Monaten 300.000 Menschen im Jemen durch Überschwemmungen obdachlos geworden, mindestens 148 Menschen starben. Die Lebensbedingungen dieser Menschen sind vermutlich weit schlechter als die der Migranten in Moria. Warum fordert Frau Schiebe eigentlich nicht deren Aufnahme?()"

David Jenniches ist Kreisvorsitzender der AfD in Lübeck.

David Jenniches ist Kreisvorsitzender der AfD in Lübeck.


Text-Nummer: 140403   Autor: AfD/red.   vom 11.09.2020 um 16.15 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Klaus Kalb

schrieb am 11.09.2020 um 16.42 Uhr:
Einfach nur (...)....

Andrea

schrieb am 11.09.2020 um 16.55 Uhr:
Ich finde das er absolut Recht hat. Es wurde absichtlich Feuer gelegt in der hoffnung nach Deutschland zu kommen. Ist ja nicht das erste mal. Mir tun die Kinder auch leid aber muss deswegen alles wiederher kommen und auch noch Corana mit bringen? Ich glaube es reicht.

Misanthrop

schrieb am 11.09.2020 um 17.06 Uhr:
Natürlich nicht. Das würde ja Menschlichkeit bedeuten. Die AfD spielt ja lieber im braunen Sumpf, als was sinnvolles beizutragen.

Aber so sind sie nun mal (...).

Andreas Kreuz

schrieb am 11.09.2020 um 17.21 Uhr:
Und keine Sozialversicherungsleistungen für unsoziale Menschen. Ist ja dann Sinngemäß.

Hardin Tenger

schrieb am 11.09.2020 um 17.35 Uhr:
Ich würd`ja gerne noch eine Frage `dranhängen:
Warum klagt niemand (gemeint sind auch die Journalisten) die eigentlichen Schuldigen und Verursacher dieses Flüchtlingselend an ?
Warum nicht "Nordstream 2 " als Pfand gegen z.B. den russischen Bombenterror in Syrien ? Warum darf der Baschar al-Assad seinen menschenverachtenden Terror ungehindert fortführen ? Auch Lukaschenko schein in Berlin völlig unbekannt zu sein.
Sichtbar hat sich bei uns in den vergangenen 10-15 Jahren mindestens eine weichgespülte Politikergeneration entwickelt.
Auf 3 Affen machen wenn wichtige Entscheidungen nötig sind und dann sich hinter "Europa" verstecken. Über die Frage "innere Sicherheit/Kriminalität" in Deutschland schwebt schon seit Jahren ein großes Fragezeichen.

Hans-Georg Kloetzen

schrieb am 11.09.2020 um 17.37 Uhr:
Vermutlich sind die Mitglieder und Anhänger der AfD die ersten, die nach Hilfe rufen, sollten sie mal in eine ähnliche Situation kommen, wie die Flüchtlinge auf Lesbos.

Mikael

schrieb am 11.09.2020 um 17.50 Uhr:
Das war doch wieder klar, das es der AfD an jeglicher Empathie für Menschen in Not fehlt.(...)

Kai

schrieb am 11.09.2020 um 18.09 Uhr:
Der Hinweis auf die Situation im Jemen in diesem Kontext entlarvt (unbeabsichtigt), wie einfältig die Gedankengänge von Herrn Jenniches sind, sobald es um Themen wie "Flüchtlinge" und "Migration" geht. (...)

Der Unterschied zwischen den Menschen im Jemen und denen auf Moria ist:
Die Menschen im Jemen haben nicht beantragt, Asyl in einem Land der Europäischen Union zu erhalten; die Menschen auf Moria schon.
Die Menschen im Jemen sind in ihrer Heimat; die Menschen auf Moria sind in der Fremde.
Die Menschen im Jemen sind dort, wo sie mutmaßlich sein wollen; die Menschen auf Moria sind nicht auf Moria, weil sie da hin wollten.
Im Gegensatz zu Herrn Jenniches hat Frau Schiebe verstanden, dass nicht entscheidend ist, ob einer von uns jemanden aufnehmen möchte, sondern ob jemand aufgenommen werden möchte und wir zur Aufnahme verpflichtet sind.

Es wird bestimmt niemand gegen seinen Willen aufgenommen, und es wird sicherlich niemandem das Asyl mit dem Hinweis darauf verwehrt, dass es jemanden auf der Welt gibt, dem es noch schlechter geht als dem Antragsteller.

Die verquere Denke versucht Herr Jenniches (mal wieder) zu kaschieren, indem er ganz dringend humanitäre Maßnahmen fordert. Das ist allerdings selbstverständlich, und das wäre genau so geboten, wenn das Wohnviertel Falkenwiese großflächig Schaden nähme. Die Forderung nach dringender Hilfe in Katastrophenlagen hat mit der Frage der Aufnahme von Asylsuchenden ÜBERHAUPT GAR NICHTS zu tun. Aber immerhin ist Herr Jenniches geschickt genug, nicht offen zu fordern, den Obdachlosen auch noch Hilfe in ihrer durch den Brand entstandenen Notlage zu verwehren.

Das populistische Schwadronieren über die Defizite an der EU-Außengrenze ist bei näherer Betrachtung auch völlig sinnlos:
Entweder verstehen wir uns als Teil der EU (derzeit völkerrechtlicher Status). Dann ist es Aufgabe der Griechen, die EU-Außengrenze zu sichern. Aber es kann nicht alleinige Aufgabe der Griechen sein, jeden Asylwilligen aufzunehmen.
Oder wir verstehen uns als souveräner Staat (und schei..en auf die EU, Vorbild Großbritannien). Dann dürfen wir uns aber nicht wundern, wenn Griechenland , Italien und andere Länder an den EU-Außengrenzen jeden schleunigst an die deutschen Grenzen befördern, der auch nur ansatzweise äußert, dass er nach Deutschland möchte. Moria wird dann in Deutschland sein.

Leider auch entlarvend: "[...] bis über deren Verbleib in Griechenland oder ihre Rückkehr in ihre Heimat entschieden ist. Was es nicht braucht, ist eine Aufnahme in Deutschland." EBEN DOCH. Dafür haben wir das Recht auf Asyl im Grundgesetz verankert. Und wenn Sie gegen diese Verfassung agieren wollen, sagen Sie das doch einfach offen und ehrlich. Ihre Parteikollegen vom Flügel machen das doch auch und werden für ihre Ehrlichkeit mit einer wohlverdienten Beobachtung durch den Verfassungsschutz belohnt.

Sorry, Wolf im Schafspelz steht Ihnen nicht, Herr Jenniches. Sie können es einfach nicht.

Travemünder

schrieb am 11.09.2020 um 18.29 Uhr:
Leider versäumen es die Kritiker der AFD-Position, sich sachlich-argumentativ mit dieser auseinander zu setzen. Das schmeichelt dem eigene Ego und sorgt für Anerkennung bei denen, die diese Kritik ohnehin schon teilten. Es wird aber niemanden, der der Position der AFD zuneigt oder sich noch keine Meinung gebildet hat, davon überzeugen, dass die AFD-Position abzulehnen ist. Im Gegenteil führt eine derartige Kritik eher dazu, dass die Anhänger der AFD-Position sich bestärkt fühlen und noch unentschlossene ihr vermehrt, zumindest im stillen Kämmerlein, zustimmen.

Dr. Cornelia Östreich

schrieb am 11.09.2020 um 18.43 Uhr:
Wie gut, dass in Lübeck politische Entscheidungen nicht auf so menschenfeindlicher Basis getroffen werden, wie es der Verfasser gerne hätte! Daher braucht man sich auch eigentlich nicht mit den dafür vorgebrachten "Argumenten" auseinanderzusetzen, von denen eines hanebüchener ist als das andere. Ich will's trotzdem versuchen: Der Heimatort ist kein Flüchtlingslager; eine Naturkatastrophe ist kein Krieg bzw. Bürgerkrieg; Moria befindet sich bereits innerhalb der Europäischen Union, die es bislang schändlicherweise nicht hingekriegt hat, eine humane und nachhaltige Flüchtlingspolitik zu schaffen; auf Todesopfer förmlich zu warten, bevor man ein Minimum an Menschlichkeit "gewährt", ist ja wohl das Letzte! Die Hansestadt Lübeck hatte sich schon lange vor der Feuersbrunst in Moria als aufnahmebereit erklärt, was nur gut und richtig ist. Allein der Bundesinnenminister und - leider - Teile der EU stehen noch auf der Bremse. Hier müsste sich die Bundeskanzlerin als Regierungschefin des aktuell die EU-Ratspräsidentschaft innehabenden Landes entschieden einschalten! Am besten gemeinsam mit Kommissionspräsidentin von der Leyen.

Hans-Georg Kloetzen

schrieb am 11.09.2020 um 19.06 Uhr:
@Travemünder: Sollen sie doch im stillen Kämmerlein debattieren und ihrer eigenen Meinung fröhnen - solange sie die überwiegende und menschliche Mehrheit der Deutschen in Ruhe lassen und nicht aufwiegeln.

Katja Mentz

schrieb am 11.09.2020 um 19.22 Uhr:
Da sitzt der Herr Jenniches sicher, warm und trocken in seiner Wohnung in einem wohlhabenden Land, in das er zufällig hineingeboren - nicht gebeten wurde und gibt unter dem Recht auf freie Meinungsäußerung so eine zynische und menschenverachtende Meldung heraus. Dabei zeigt sich, dass er offenbar weder die Allgemeine Menschenrechtserklärung noch das Recht auf Asyl achtet, wonach jeder Mensch ein Recht auf Leben und Gesundheit hat, ihm Schutz vor Verfolgung gewährt werden muss und aus humanitären Gründen auch die Aufnahme in ein sicheres Land und ein Bleiberecht ausgesprochen werden können. Noch erkennt er, dass die katastrophalen Zustände in den griechischen Lagern wie Moria seit Jahren durch die Politik der EU Länder herbeigeführt und bewusst immer weiter verschärft wurden - spätestens mit der Infizierung Einzelner mit COVID-19 muss es jedem klar geworden sein, der denken kann: Das erschütternde Elend der Menschen in den Lagern ist von Menschen wie Horst Seehofer, die am politischen Hebel sitzen, durch unterlassene Hilfeleistung herbeigeführt worden. Und ja, wir müssen aus Gründen der Humanität auch den Menschen helfen, die aufgrund der Klimakrise und in Folge Katastrophen ihre Lebensgrundlage verlieren. Damit nicht immer weiter Millionen Menschen gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen, müssen wir, die eine Mitverantwortung für viele der Ursachen haben, endlich konsequent aufhören zu Kriegen, zu Ausbeutung und zur Klimakatastrophe beizutragen.

Tobias Möller

schrieb am 11.09.2020 um 19.25 Uhr:
Und wieder einmal hat die demokratische verfassungstreue AfD absolut recht.

(...)

Anstatt immer mehr sogenannte "Pull-Faktoren", also Anreize zur Armutsmigration, zu schaffen, wie Beispielsweise unverschämt hohe Sozialleistungen, sollte man den Menschen in ihren Ländern lieber zur Selbsthilfe helfen.
So haben sie dann auch andere Perspektiven.

Auch sollte man die Leistungen für die, die keinen Flüchtlingsstatus besitzen weil sie einfach nur Armutseinwanderer sind, komplett streichen. Außer einem Heimreiseticket sollte es nichts geben.
Das würde die Heimreise derer, die hier tatsächlich hilfebedürftigen echten Flüchtlingen nur den Platz wegnehmen und Ressourcen binden, erheblich beschleunigen und den maßlosen Ansturm auf die Sozialkassen Europas versiegen lassen.

Bernd M.

schrieb am 11.09.2020 um 19.43 Uhr:
Es gibt viel Leid auf dieser Welt. Deutschland kann nicht jeden Notleidenden aufnehmen. Unser Boot ist schon lange übervoll. Wir haben immer noch mit der Flüchtlingskrise von 2015 zu kämpfen. Es gibt genug sichere Häfen in Europa und der ganzen Welt. Also keine Flüchtlinge mehr zu uns.

Ralle

schrieb am 11.09.2020 um 20.24 Uhr:
Ich finde er hat Recht. Soweit bekannt geworden ist wurde das da alles von Migranten angezündet, im Verdacht steht die Unzufriedenheit über das Lager. In den Nachrichten war zu sehen, das sich dort um Decken etc. gestritten wird, was zu Prügeleien führte. Sogar Messer waren im Spiel. Wollen wir das wirklich hier haben?? Man kann sich vorstellen wenn nicht alles glatt und nach Zufriedenheit läuft, wie die Reaktionen dann möglicherweise aussehen.

Miriam

schrieb am 11.09.2020 um 20.26 Uhr:
(...) Die humanitäre Hilfe in Ehren, wir können leider nicht die ganze Welt retten.

Jan

schrieb am 11.09.2020 um 23.54 Uhr:
Warum sollte man auch "Menschen" aufnhemen die ihre eigene Unterkunft anzünden?! Einigen fehlt wohl bischen (...) ....Ist das die neue art eine reise ins Sozialparadis? DIe eigene Unterkunft anzünden? Deutschland wird uns schon aufnehmen??? Bei manchen Leuten fängt man mit ein Kopfschütteln an und hört mit ein schleudertraume auf, wenn man versucht irgend eine Logik von denen zu begreifen....

Moritz

schrieb am 11.09.2020 um 23.58 Uhr:
(...) Weil es aber eine freie Presse gibt und Meinungsfreiheit werden Ihre egozentrischen Phantasien in einer Gesellschaft solidarischer Menschen Widerspruch erfahren. Da helfen auch keine Trolle aus dem WWW, die Ihnen hier zusprechen. Seit hunderten Jahren gewähren Gesellschaften Personen Zufluchtsorte, insbesondere aus gescheiterten Staat. Ihren Vorschlag in Bezug auf den Jemen finde ich gut, man sollte prüfen, ob dort auch Verfolgte vom Hochwasser betroffen sind und sie nach Deutschland kommen möchten. Ich habe gehört, dass viele Flugzeuge noch nicht wieder ausgelastet sind.