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GAL: Lasst den Worten endlich Taten folgen!

Lübeck: Die Wählergemeinschaft GAL fordert Bürgermeister Jan Lindenau dazu auf, zur Not auch gegen den Willen der Bundesebene Geflüchtete aufzunehmen und Menschen aus Moria nach Lübeck zu holen – "als Zeichen, dass Lübeck keine Menschenrechtsverletzungen duldet und Humanität oberste Priorität hat."

Dazu äußert sich Juleka Schulte-Ostermann, Vorstandsmitglied der GAL Lübeck:

(")Moria ist abgebrannt – wenn ich das höre, kommt mir die Kinderliedpassage von Maikäfer flieg in den Sinn: „Mutter ist in Pommerland, und Pommerland ist abgebrannt“ und mir wird schlecht. Wir alle wissen, was die Aussage dieses alten Kinderliedes ist, wir alle wissen, was in Moria an Menschenrechtsverletzungen an Babys, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen tagtäglich und seit Jahren im Namen der EU und finanziert von der EU geschieht. Keiner von uns möchte, dass dies unseren Familien und Freunden angetan wird. Und trotzdem lassen wir zu, wie in Europa vor unser aller Augen Schutzbedürftige in Massenlager gepfercht werden und allen Warnungen zum Trotz, mit dem Leben dieser Menschen gespielt wird. Weil die Geflüchteten keine gebürtigen Europäer sind, weil die Eltern der Kinder nicht aus Europa kommen, weil die Menschen Schwarz sind – kurz: weil Rassismus und Menschenfeindlichkeit die Friedensnobelpreisträgerin EU seit Jahren mehr und mehr dominiert. Niemand von uns wird später sagen können, wir hätten davon nichts gewusst. Wenn wir unseren Worten nicht endlich Taten folgen lassen, so machen wir uns alle mitschuldig an den Verbrechen gegen die Menschlichkeit.(")

Lucie Messerschmidt, ebenfalls Vorstandsmitglied der GAL:

(")Europa ist in unterschiedlichem Maße von rechten Hetzer*innen durchsetzt, deshalb wird es niemals eine europäische Lösung geben. Wenn Deutschland dies aber als Bedingung an die Aufnahme von Geflüchteten knüpft, dann ist eine Aufnahme der Hilfesuchenden nur ein leeres Lippenbekenntnis, dem nie Taten folgen werden.(")

GAL Vorstandsmitglied Hermann Eickhoff fordert, endlich als Stadt zu agieren:

(")Lübeck ist sichere Hafenstadt – die politische Mehrheit will geflüchteten Menschen aus den griechischen Lagern und damit auch Moria aufnehmen und teilt die Ansicht, dass es unerträglich ist, was in Moria geschieht. Die Bundesebene blockiert , doch das darf nicht weiter tatenlos hingenommen werden – Lübeck muss im Namen der Menschlichkeit und zur Wahrung der universell geltenden Menschenrechte zur Not auch gegen den Willen der Bundesebene Geflüchtete aufnehmen. Daher unser eindringlicher Appell – nein, genau genommen unsere Forderung an unseren Bürgermeister Jan Lindenau: Handeln Sie – holen Sie um jeden Preis schutzbedürftige Menschen aus Moria auch nach Lübeck und setzen Sie ein Zeichen dafür, dass Lübeck keine Menschenrechtsverletzungen duldet und Humanität für uns als Stadt oberste Priorität hat und eine Verletzung der Menschenrechte durch das politische Handeln von Horst Seehofer und der Bundespolitik nicht akzeptiert wird.(")

Der Vorstand der GAL: Juleka Schulte-Ostermann,_Lucie Messerschmidt und Hermann Eickhoff.

Der Vorstand der GAL: Juleka Schulte-Ostermann,_Lucie Messerschmidt und Hermann Eickhoff.


Text-Nummer: 140408   Autor: GAL   vom 12.09.2020 um 11.21 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Lübecker Leben

schrieb am 14.09.2020 um 11.33 Uhr:
Sie schreiben hier die Mehrheit der Politischen Parteien sind dafür Flüchtlinge in Lübeck aufzunehmen. Wissen sie genau das auch die Mehrheit der Lübecker Bürger, also die Menschen die ihre Parteien gewählt haben und deren echten Interessen sie vertreten sollen dafür sind ?, also ich kenne niemanden der das befürwortet.

Matthias Di Pede

schrieb am 14.09.2020 um 13.26 Uhr:
ahja zu bedenken gebe ich das Lübeck über genug obdachlose verfügt denen nicht geholfen wird ...... dazu kommen dann noch die Rentner die mit ihrer Rente nicht zurechtkommen ..... aber sie wollen Leute aufnehmen die ihr heim angezündet haben .....

Tarek Oecler

schrieb am 15.09.2020 um 16.52 Uhr:
"..als Zeichen, dass Lübeck keine Menschenrechtsverletzungen duldet und Humanität oberste Priorität hat..."

Es ist schlimm,daß man seitens dieser Kritiker keinerlei Kenntnisse über die Situation und die Gesetzeslage hat.

Diese Migranten haben nur zum Teil den Flüchtlingsstatus erhalten. Diese UND die restlichen Migranten , befinden sich nun bereits IN EUROPA , in einem sicheren Land ,in dem sie Asyl beantragt , oder den Antrag am bearbeiten haben, oder den Status erhalten haben, oder dieser eben noch geprüft wird. Und zwar folgerichtig im ERSTEN LAND ,das sie in einem Land der europäischen Union betreten.
Wo gibt es die Regelung, das man sich ein Land der Wahl , wie Deutschland, nach dem Betreten der europäischen Union ,aussuchen kann?
Ist es nicht eher inhuman mit der Ausweisung in ein anders Land, den Verbliebenen in der Heimat zu sagen, "Ihr müßt den Weg über das Meer durch Schleuser wagen", denn dann dürft Ihr reisen, wie ihr wollt und wobei es dann zum Ertrinken von Tausenden auf dem Meer kommt?

Wie lange würde es dauern, bis ein neues Lager dadurch wieder voll wäre?Und wann würde dies brennen, um die Forderungen wie beim ersten mal wirkungsvoll durchzusetzen? Und wer denkt auch nur eine Sekunde human an die Griechen, die Angst vor Plünderungen, und Brandschatzungen haben, ihre Einkünfte durch fehlende Touristen bis zu 70% zusammengebrochen und ihre Lebensgrundlage zerstört wurde und die kein normales Leben mehr führen können, seit Jahren?

Die oben genannten Herrschaften machen es sich sehr ,sehr einfach. So einfach ist die Welt bei Weitem nicht!