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Lübeck beteiligt sich wieder an der Fairen Woche

Lübeck: Archiv - 13.09.2020, 12.07 Uhr: Die Plakate hängen bereits, zwei Veranstaltungen finden in den kommenden Tagen statt. Lübeck beteiligt sich auch dieses Jahr wieder an der "Fairen Woche". Im Mittelpunkt steht dabei die Forderung nach einem Lieferkettengesetz.

In Lübeck engagiert sich die Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt Lübeck und die Lübecker Initiative Lieferkettengesetz seit Monaten für gesetzlich verbindliche Regelungen und wirbt aktuell mit einer Plakataktion für Fairen Handel.

„Die Einhaltung von Menschenrechten sowie der Schutz der Umwelt sind nicht verhandelbar“, so Katja Mentz, Sprecherin der Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt Lübeck. „Ein wirksames Lieferkettengesetz ist überfällig.“ Um dieser Forderung Ausdruck zu verleihen, hat die Gruppe, die sich seit über zehn Jahren für Faire Handelsbedingungen einsetzt, an 28 Werbeflächen in der Stadt Plakate hängen lassen. „Mit dem Plakat wollen wir einerseits auf die Forderung nach einem Lieferkettengesetz aufmerksam machen und gleichzeitig auf unser Engagement als Fairtrade Stadt Lübeck hinweisen. Viele Lübecker Geschäfte, Gaststätten, Hotels, Vereine und Organisationen engagieren sich seit Jahren für Fairen Handel mit Ländern des Globalen Südens. Was von wenigen auf freiwilliger Basis praktiziert wird, muss für alle Unternehmen gelten. Wir dürfen nicht akzeptieren, dass im Rahmen globaler Lieferketten Millionen Menschen, darunter auch Kinder, ausgebeutet werden oder ihnen durch produktionsbedingte Umweltzerstörungen die Grundlage zum Leben entzogen wird. Hinzu kommt, dass menschenunwürdige, teilweise lebensbedrohliche Zustände in fernen Produktionsstätten immer wieder dazu geführt haben, dass die dort arbeitenden Menschen mit ihrem Leben dafür zahlen, dass deutsche Unternehmen möglichst billig produzieren lassen“, so Katja Mentz.

Im Rahmen der Fairen Woche beteiligt sich die Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt in diesem Jahr außerdem am PARKing Day, am 18. September in der Beckergrube mit einer Postkartenaktion und zeigt mit der Lübecker Initiative für ein Lieferkettengesetz am Freitag, 25. September, um 18.30 Uhr den Film „Todschick – die Schattenseite der Mode“ im Museum für Natur und Umwelt. Anmeldung und weitere Infos unter www.fairtrade-stadt-luebeck.de. Auch bei diesen Veranstaltungen wird es um die aktuelle Debatte auf Bundesebene und die Wirkung eines Lieferkettengesetzes gehen.

„Wir sind wütend, dass sich insbesondere Wirtschaftsminister Peter Altmaier immer wieder über die Forderungen hinwegsetzt, endlich für einen wirksamen Schutz von Menschenrechten und Umwelt zu sorgen“, so Horst Hesse Gründungsmitglied der Initiative Lieferkettengesetz in Lübeck. Und auch Manfred Hellberg, der sich als Mitglied des BUND SH für einen wirksamen gesetzlichen Rahmen einsetzt, kritisiert das Wirtschaftsministerium scharf. „Nach Vorstellung des Wirtschaftsministers Altmaier soll ein Lieferkettengesetz nur für Unternehmen ab 5.000 Mitarbeitenden gelten und der zivilrechtliche Durchsetzungsmechanismus entfallen. Dies hätte zur Folge, dass Betroffene von Menschenrechtsverletzungen kaum eine Möglichkeit hätten, Entschädigungen vor deutschen Gerichten einzufordern.“

Heike Schüttler, Andrea Witt, Manfred Hellberg, Christop Beckmann-Roden, Horst Hesse und Katja Mentz von der Steuerungsgruppe. Foto: Veranstalter

Heike Schüttler, Andrea Witt, Manfred Hellberg, Christop Beckmann-Roden, Horst Hesse und Katja Mentz von der Steuerungsgruppe. Foto: Veranstalter


Text-Nummer: 140420   Autor: Veranstalter/red.   vom 13.09.2020 um 12.07 Uhr

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